Beam me up: Tipps und Tricks für Gratis-Upgrades im Hotel, im Flugzeug und beim Mietwagen

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Gratis-Upgrades, Hotel, Flugzeug, Business Class

Ein kostenloses Upgrade fällt bekanntlich nicht vom Himmel. Für ein Extra an Annehmlichkeiten wie mehr Platz muss man meistens tief in die Tasche greifen. Im Internet gibt es unzählige Tipps, wie man gratis das Plus an Luxus bekommt – aber führen diese Tipps tatsächlich zum Erfolg? Wir haben für Sie die wirklich wirksamen Tricks für ein kostenloses Upgrade in die Business Class, im Hotel & Co. zusammengefasst.

Grundsätzlich liegt es immer im Ermessen der Personen, denen Sie begegnen. Bedeutet: Denken Sie daran, Sie wollen etwas, für das andere bezahlen. Ob am Schalter im Flughafen, der Automietstation oder an der Rezeption im Hotel – es empfiehlt sich, den Mitarbeitern gegenüber stets ein höfliches und freundliches Verhalten an den Tag zu legen. Wenn Sie dann noch etwas Glück auf Ihrer Seite haben und sich an unsere Tricks halten, ist ein Gratis-Upgrade nicht mehr weit.

1Im Hotel: Zimmer-Upgrade oder Nutzung von Sauna, Fitnessstudio & Co.

Zimmer mit Balkon, Bad mit Whirlpool, kostenlose Nutzung des Wellnessbereichs – für Reisende, die bei der Buchung Ihres Hotelzimmer aufs Geld gucken müssen, bleiben diese Dinge meistens nur ein Traum. Die Ausnahme: Sie erhalten ein Gratis-Upgrade, das Ihnen aber wohl kaum einfach so zufliegen wird.

Bonusprogramme zahlen sich aus: Punktesammler findet man längst nicht mehr nur im Supermarkt an der Kasse, diese Art der Bonusprogramme ist auch schon lange in der Hotellerie angekommen – für Reisende ein Vorteil. In einigen Hotels lassen sich die gesammelten Punkte in besondere Vergünstigungen oder kostenlose Extraleistungen umwandeln. Als Mitglied von Bonusprogrammen erhalten Sie ab einer bestimmten Anzahl an Aufenthalten oder Übernachtungen ein kostenfreies Zimmer-Upgrade.

Fragen kostet nichts: Zugegeben, es ist nicht jedermanns Sache, einfach nach einem Zimmer-Upgrade zu fragen, aber oft sind Hotels nicht ausgebucht und es ist ein Zeichen des guten Services, ein Zimmer in einer teureren Kategorie als eigentlich vom Gast gebucht anzubieten. Seien Sie dabei nicht fordernd, sondern stets freundlich, schließlich macht der Ton die Musik. Es ist zum Beispiel ratsam, nach den Kosten für ein Upgrade zu fragen, denn so signalisieren Sie der Dame oder dem Herrn an der Rezeption, dass Sie ein Upgrade nicht einfordern, sondern sich dafür interessieren.

Auf das richtige Timing kommt es an: Die gebuchten Zimmer werden am Vorabend vergeben – da liegt es nahe, auch dann ein mögliches Upgrade anzusprechen. Schreiben Sie eine höfliche Mail an die Rezeption des Hotels und fragen nach einem Zimmer in einer besseren Zimmerkategorie. In der Nebensaison stehen die Chancen höher, dass diese E-Mail die gewünschte Wirkung erzielt, ganz einfach, weil die Hotels nicht ausgelastet sind.

Ein guter Grund sollte es schon sein: Der gute Ton macht die Musik, soweit waren wir schon, aber wenn Sie schon singen, sollte auch der Text sitzen. Heißt übersetzt: Wer freundlich lächelt, macht sich zwar sympathisch, aber Ihre Botschaft wirkt glaubhafter, wenn Sie diese auch begründen. Wenn das Zimmer zur Straße samt Partymeile gelegen ist, Ihre Zimmernachbarn die Musik zu laut aufdrehen oder den Liebesakt besonders laut und lange zelebrieren – all das sind gute Gründe, um freundlich nach einem Upgrade zu fragen.

Übrigens: Für HRS-Kunden bieten Hotels häufig Gratisleistungen wie Sauna, WLAN, Parkplatz oder Pay-TV an. Achten Sie in der Hotelliste einfach auf die Hinweise.

2Im Flieger: Upgrade von der Holzklasse in die Business Class

Ausreichend Beinfreiheit, ein bequemer Liegesitz, mehr als nur die Wahl zwischen Beef oder Chicken – die Vorzüge der Business Class lesen sich schon traumhaft. Wie ist es erst, wenn Sie auch wirklich Platz nehmen dürfen, ohne dafür tief in die Tasche zu greifen? Erhöhen Sie die Chance auf ein Upgrade, indem Sie die folgenden Tipps befolgen. 

Bonusprogramme zahlen sich aus: Probieren Sie gerne unterschiedliche Fluglinien aus, um ein bisschen Abwechslung in Ihre Dienstreise bringen? Das kann gut sein, um neue Flugbegleiter kennenzulernen, ein Upgrade in die Business Class rückt damit aber in weite Ferne. Unsere Kunden haben bestätigt, dass Upgrades öfter an die Personen vergeben, die Mitglied im Vielfliegerprogrammen wie zum Beispiel Star Alliance sind. Netter Nebeneffekt bzw. für viele sogar der Hauptgrund: Durch die Teilnahme an einem Bonusprogramm haben Sie oft zusätzliche Vorteile wie Freigepäck, Priority Boarding und Zugang zu den beliebten Lounges.

Erhöhte Nachfrage, bessere Klasse: Sollten Sie nicht an ein festes Datum oder eine feste Zeit gebunden sein, kann es sich lohnen, die Augen nach überbuchten Flügen offen zu halten. Der Clou dabei: Mit Glück werden Sie auf einen späteren Flug umgebucht – und erhalten im Gegenzug das erhoffte Upgrade. Falls Sie umgebucht, aber keine bessere Klasse angeboten bekommen, Sie ahnen es, fragen Sie freundlich nach.  

Einsamkeit kann helfen: Die wenigsten Menschen sind gerne alleine, im Flugzeug kann das aber recht praktisch sein. Die Chance, dass Sie als Economy-Gast plötzlich in der Business Class sitzen, ist definitiv größer, wenn Sie nicht zu zweit oder gar in einer Gruppe reisen.

Auf das richtige Timing kommt es an: Wie schon bei den Hotels kann auch beim Fliegen der Zeitpunkt entscheidend dafür sein, ob Sie ein Upgrade erhalten. Business- und First-Class sind vor allem an Wochenenden oft ausgebucht. Logische Folge: Wenn Sie unter der Woche fliegen, ist ein Upgrade in den meisten Fällen überhaupt erst möglich.

Kleiner Preis, wenig Platz – und wenig Spielraum: Wer die günstigsten Tickets bucht, hat im Flieger nicht nur wenig Platz, sondern auch kaum Chancen auf einen bequemen Sitzplatz in der Business Class. Kunden, die zum Sparpreis buchen, erhalten traditionell seltener einen besseren Platz angeboten als die Kunden, die den Normalpreis zahlen.

Nutzen Sie der Gunst der Stunde bzw. des ganzen Tages: Wenn Sie an Ihrem Geburtstag verreisen oder irgendwie anders nachweisen können, dass der Tag des Fluges ein ganz besonderer für Sie ist, sollten Sie das beim Check-in-Schalter ganz locker mit ins Gespräch einfließen lassen. Sollte noch ein Platz in der Business Class frei sein, werden Sie derjenige sein, der mit dem Sitznachbar bei einem Glas Sekt in der Business Class auf Ihr Wiegenfest anstößt. Buchen Sie also ganz bewusst einen Flug, der auf Ihren Geburtstag fällt – so erhöhen Sie jedenfalls die Chance auf ein Upgrade.

Status kann helfen – ein paar Kilogramm zu viel auch: Geschäftsreisende strahlen oft eine Autorität aus, die Eindruck macht. Sie sind kein Top-Manager? Dann tun Sie einfach so, als wenn Sie einer wären. Noch besser als ein dominantes Auftreten gepaart mit der richtigen Garderobe ist ein Diplomatenpass. Sind Sie Amtsträger, zücken Sie Ihren Ausweis, der genauso Ihre Eintrittskarte für die Business Class sein kann wie Übergewicht. Wir wollen Sie natürlich nicht zu ungesundem Essen und weniger Sport drängen, aber korpulente Fluggäste werden öfters in die Klassen mit mehr Freiraum gesetzt – der Grund hierfür liegt nicht nur auf der Hand, sondern sitzt am Ende auf dem Platz. 

3Beim Mietwagen: Upgrade vom kleinen City-Flitzer in die komfortable Limousine

Treuen Kunden wird gerne geholfen: Nun gut, so langsam werden Sie es verstanden haben, aber auch beim Mietwagen gilt, dass Sie am Bonusprogramm teilnehmen sollten. Ob Sixt, Hertz, Avis, Europcar – alle großen Anbieter belohnen Ihre Kunden schon lange für ihre Treue. Bei vielen Punkten winkt ein Gratis-Upgrade, an das Sie eher rankommen, wenn Sie beim Mietwagenanbieter Ihres Vertrauens schon einen gewissen Status erreicht haben.   

Schwimmen Sie mit dem Strom: Kostenlose Upgrades gibt es recht häufig, wenn die gebuchte Fahrzeugklasse nicht mehr verfügbar ist – diesen Umstand sollten Sie sich zunutze machen: Buchen Sie vorab die beliebteste Fahrzeugklasse und hoffen lediglich darauf, dass sie überbucht ist. Kinderleicht, oder nicht?

Die Stammstation ist genauso wichtig wie das Stammlokal: Wenn Sie in Ihr Lieblingsrestaurant gehen, wird Sie das Personal schon kennen – kaum überraschend, dass es sich genauso verhält, wenn Sie immer bei der gleichen Mietwagenstation vorbeischauen. Menschen haben Sympathien, die Sie gewinnen können, um am Ende nicht im engen City-Flitzer, sondern in der komfortablen Limousine zu sitzen.

4In der Bahn: Kaum Chancen auf Upgrades in die 1. Klasse – außer die Gäste stapeln sich

Es ist ruhiger, man hat mehr Platz und gefühlt ist der WLAN-Empfang in der 1. Klasse des ICE auch besser – keine Frage, auch die Deutsche Bahn bietet mehr für die Kunden, die auch mehr für ihr Ticket zahlen. Dass Sie gratis in den Genuss dieser Vorzüge kommen, ist im Gegensatz zu Hotel, Flugzeug oder Mietwagen zwar geringer, aber immerhin haben wir auch hier zumindest einen Tipp, wie Sie sich die Option auf die 1. Klasse offenhalten.

Seien Sie genauso flexibel wie Ihr Ticket: Sollten Sie mit dem ICE oder IC durch das Land fahren und nicht an eine feste Zeit gebunden sein, buchen Sie ein Ticket zum Flex-Preis, und zwar für eine Uhrzeit, an dem die Züge zum Bersten voll sind. Was zunächst unlogisch klingt, macht auf den zweiten Blick Sinn: Wenn sich die Gäste in der 2. Klasse stapeln, dürfen sie auch die 1. Klasse nutzen, falls diese nicht ausgebucht ist. Und wenn Sie in diesem Fall nicht zu den Glücklichen zählen, die einen Sitzplatz bekommen haben, können Sie Ihr Flex-Ticket ziehen, um sich das Upgrade zu sichern – dann jedoch gegen den Aufpreis, den die Deutsche Bahn dafür nimmt.

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10 Kommentare

  1. Selten einen Artikel voll mit solchen Belanglosigkeiten gelesen. „Seien Sie nett und freundlich…“ Sorry, aber wenn das alles ist an Tipps dann kann ich gut darauf verzichten.

  2. Ja, das sind gute Empfehlungen ! Einige habe ich schon mal ausprobiert bzw. wurden mir angeboten.
    Sehr praktikabel sind die Hinweise.
    Danke

  3. Ein wenig sinnvoller Bericht. Grudsätzlich ist es doch so: You get what you pay for. Das heisst, wenn ich beim Mietwagen eine Golfklasse buche, erwarte ich keinen A6. Genauso, wenn ich beim Hotel ein Standardzimmer buche, erwarte ich nicht die Suite. Ich würde mich hüten, an der Rezeption nach einem Upgrade zu fragen, geschweige denn am Vorabend eine Email zu schreiben oder anzurufen. Wenn das jeder Bucher machen würde!? Erstens wäre das ein erheblicher Mehraufwand für die Koordinierer, zweitens würde ich als aufdringlicher Bittsteller dastehen. Nein danke. Dennoch habe ich schon sehr häufig bei Hotels und Mietwagenfirmen, natürlich immer ohne Nachfrage, beim Checkinn Upgrades erhalten, mich immer darüber sehr gefreut und war dankbar. Eins ist vlt. einem Upgrade förderlich: Wenn man an den entsprechenden Bonus-/ Stammkundenprogrammen teilnimmt.

  4. Die Empfehlung, einen überfüllten Zug zu buchen um auf ein 1. Klasse Upgrade zu spekulieren, ist doch etwas realitätsfern. Danke @MINDBEHIND für den köstlichen Vergleich mit einem Einkauf bei REWE. Dem kann ich nur zustimmen. Meiner Erfahrung nach schöpfen die freundlichen Zugbegleiter zuerst sämtliche Möglichkeiten aus, einen doch noch in der 2. Klasse unterzubringen. Wenn das nicht geht, hat man eben Pech gehabt. Das Ticket berechtigt nur zur Beförderung, notfalls im Stehen. Wer einen garantierten Sitzplatz haben will, kann ja einen Platz reservieren. Warum sollte der Zugbegleiter einem Fahrgast, der die für eine Reservierung fälligen 4,50€ nicht aufbringen will, als Dankeschön auch noch ein 1. Klassse Upgrade spendieren?

    Günstig in die 1. Klasse kommt man am ehesten
    – als Gelegenheitsfahrer durch Sparpreise. Wer früh bucht kann oft einen Sparpreis in der 1. Klasse ergattern, der deutlich unter dem Preis der 2. Klasse liegt.
    – als Bahn-Bonus-Punkte sammelnder Vielfahrer durch Einlösen von Bonus-Punkten. Upgrades in die 1. Klasse sind der beste Mehrwert, den man aus Bonus-Punkten generieren kann. Insbesondere wenn man mit Bahncard 2. Klasse fährt. Dann wird nämlich beim vorgeschlagenen Nachlösen auf ein 1. Klasse-Ticket die Differenz zwischen dem gekauften 2. Klasse Ticket _mit_ Bahncard und einem 1. Klasse Ticket _ohne_ Bahncard fällig. Z.B. bei einer Reise quer durch die Republik von 72,50€ (BC50 2.Kl) auf 242,00€ (1.Kl ohne BC). Differenz 169,50€. Oder eben 500 Punkte. Für die man mal 500€ hat ausgeben müssen, von denen jetzt 169,50€ zurückfließen. Immerhin 33,9% des ausgegebenen Betrags. Wenn das kein Schnäppchen ist!
    @MARIUS: Durch Bonus-Punkte erworbene 1. Klasse Upgrades lassen sich auch mit Sparpreisen kombinieren.

  5. Wirklich interessanter Artikel, aber muss er so viele Rechtschreib- und Grammatikfehler aufweisen?
    Und, obwohl sich diese Dummheit immer mehr durchsetzt, es heißt „je…desto“, nicht „um so…um so“!

  6. Diese Empfehlungen machen nur für eine Minderheit im einstelligen Bereich von Geschäftsreisenden Sinn.
    Dieses Klientel weiß aus eigenen Erfahrungen, wie man ein Upgrade am ehesten bekommt.
    Deswegen ist dieser Bericht für die überwältigende Mehrheit der Geschäftsreisenden überflüssig!

  7. Im Artikel steht: „Was immer eine Möglichkeit ist, ist sich einen Platz in der 1. Klasse suchen und dann den Differenzbetrag zwischen 1. und 2. Klasse nachlösen.“Dies ist nicht ganz richtig. Wer mit einem Sparpreis 2. Klasse unterwegs ist, kann nicht einfach einen Differenzbetrag zahlen, sondern muss den vollen Normalpreis 1. Klasse zahlen. Das mit dem Differenzbetrag geht nur beim Flex-Preis.

  8. Das sind ja wirklich hilfreiche Tipps. Als Vielreisender kann ich bestätigen, dass tatsächlich von den genannten Tips einzig hilft, in den jeweils beliebtesten Gruppen Mitglied zu sein. Flugzeug: Star Alliance, Hotel: Marriott/SPG oder Hilton, Mietwagen: Hertz oder Sixt. Alles andere ist verschwendete Liebesmüh und das Lesen nicht wert.

    Genauso gut könnte man behaupten, dass man immer wieder zu REWE einkaufen gehen soll, möglichst dann, wenn es ganz lange Schlangen an den Kassen gibt, um die Milchpackung gratis zu erhalten. Die Kassiererin zu kennen hilft dann auch, um ein paar Treueherzen extra zu ergattern, die auch nichts wert sind.

Christina
Christina ist die HRS Expertin für berufliches Reisen. Sie kennt stets die neusten Businesshotels und Restaurants, hat immer die besten Travel Hacks parat und weiß, wie man auf dem Businesstrip am effektivsten seine knappe Freizeit nutzt. Christinas Lieblingshotels sind das Hotel Zoo Berlin, das QVEST in Köln, das Boutique-Hotel Constanza in Barcelona und das Design-Hotel Ekies all senses in der griechischen Region Chalkidiki. Was ihrer Meinung nach bei keiner Reise fehlen darf? Am Abend ein schönes Steak im Hotelrestaurant und ein Moscow Mule an der Hotelbar.