Marrakesch’s Altstadt mit der Pferdekutsche entdecken

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Während hierzulande eine Pferdekutsche nur noch bei Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen genutzt wird, gilt sie in Marrakesch noch immer als ganz alltägliches Transportmittel.

Besonders in der Medina, der Altstadt von Marrakesch, machen sich die Einheimischen die Vorteile einer Pferdekutsche zunutze. So werden dort häufig Pferdekutschen als Taxis genutzt, um kurze oder auch lange Strecken durch die verwinkelten Gassen der Altstadt zu überwinden.

Natürlich stehen die „Pferdetaxis“ nicht nur den Einheimischen, sondern auch den Touristen zur Verfügung. Für beide Seiten ist dass ein großer Gewinn. Die Marokkaner haben so eine gute Möglichkeit, ihr geringes Einkommen aufzustocken und die Besucher des Landes können Marrakesch auf eine besondere und traditionelle Weise entdecken. Die Preise in Marokko sind generell sehr niedrig, aber natürlich muss man als Tourist trotzdem gewillt sein zu handeln, um sich auf einen angemessenen Preis zu einigen ( umgerechnet ca. fünf Euro für eine halbe Stunde). Ein Aspekt mit dem vielleicht einige Touristen ihre Schwierigkeit haben könnten, ist der körperliche Zustand der Pferde. Da die Staatsreligion in Marokko der Islam ist und rund 98,7 Prozent der Bevölkerung Muslime sind, gelten Pferde dort als reine Nutztiere. So erhalten sie zum Leben was Nötig ist, dazu gehört aber weder regelmäßige Fellpflege noch ein Name. Akzeptiert man aber, dass man sich in einem Land befindet, in dem die Werte andere sind als in Deutschland, kann man von einer Fahrt mit der Pferdekutsche profitieren und sie genießen.

Marrakeschs Medina ist sehr weitläufig und die Gassen so verwinkelt, dass man sich trotz Straßenkarte zwangsläufig immer irgendwann verlaufen muss. Es ist also ratsam, sich einem Kutschenführer an zu vertrauen, ihm sein gewünschtes Ziel zu nennen und sich einfach zurück zu lehnen, den leichten Fahrtwind zu spüren und dank des angenehmen Tempos schon beim Fahren viel von Marrakesch zu entdecken. Die Kutschenführer sprechen in der Regel wenigstens ausreichend Englisch und auch wenn es manchmal gar nicht so aussieht, weil sie einen um viele Ecken, durch viele Torbögen und verwickelte Straßen führen, sie bringen ihre Passagiere in der Regel immer an das gewünschte Ziel.

Wenn ihr nur einen Tag Zeit habt, Marrakesch und seine Sehenswürdigkeiten zu entdecken, dann mietet euch eine Kutsche für mehrere Stunden. Gebt den Kutschenführer an, welche Ziele ihr besuchen wollt und er bringt Euch nicht nur dorthin, sondern wartet bis ihr ein Museum oder Schloss besichtigt habt, um Euch zum nächsten Punkt zu fahren. Wenn Ihr besonderes Glück habt, gelang Ihr an einen Kutschenführer, der euch während der Fahrten noch viel über sein Land erzählt und euch auf Insidertipps aufmerksam macht.  Also lasst Euch auf das Abenteuer ein und entdeckt Marrakesch einmal ein bisschen anders.

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1 Kommentar

  1. Der Meinung über Ihr Urteil zu den Kitschpferden kann ich auf meinem Fall teilen!Ich war dort nur eine Woche und mußte mit ansehen, daß die Pferde 24 Stunden an dieser Kutsche mit dem Geschirr an dem Platz standen. Aber nicht nur die Pferde,auch die Kutscher haben dort ihre Nacht verbracht.Das soll einen nicht stören!!!!Das ist gegen alle Rechte die ich kenne und dies lässt mir keine Ruhe!!!Da geht es den armen Affen und den Schlangen noch Recht gut,obwohl es deinen nicht gut geht.Bei den Menschen sieht es auch oft nicht besser aus,da braucht man nicht lange da zu sein.Die Gegensätze in dieser schönen Stadt sind schlimm,schade!

Christina
Christina ist die HRS Expertin für berufliches Reisen. Sie kennt stets die neusten Businesshotels und Restaurants, hat immer die besten Travel Hacks parat und weiß, wie man auf dem Businesstrip am effektivsten seine knappe Freizeit nutzt. Christinas Lieblingshotels sind das Hotel Zoo Berlin, das QVEST in Köln, das Boutique-Hotel Constanza in Barcelona und das Design-Hotel Ekies all senses in der griechischen Region Chalkidiki. Was ihrer Meinung nach bei keiner Reise fehlen darf? Am Abend ein schönes Steak im Hotelrestaurant und ein Moscow Mule an der Hotelbar.