Encinitas – Geheimtipp in Kalifornien

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Denkt man an Kalifornien, denken die meisten wohl sofort an die großen Metropolen wie Los Angeles, San Francisco oder San Diego. Diese Städte sich auch definitiv einen Besuch wert, doch gibt es noch so viele andere, kleinere Küstenorte, die zum Verweilen einladen. Praktischerweise kann man auf dem historischen Küstenhighway 101 (oder wer’s schneller mag auf der Interstate 5) die komplette Küste Kaliforniens abfahren. Sich einen Wagen zu mieten, um mobil und flexibel zu sein, bietet sich in den USA sowieso an. Die Mietpreise sind sehr moderat, Benzin in Vergleich zu Deutschland noch immer enorm billig und Parkplätze gibt es einfach immer und in Überzahl.

Tour nach Encinitas

Landet man beispielsweise in Los Angeles und mag eine Tour nach Encinitas (oder San Diego, da liegt es dann auf dem Weg), fährt man 150 Kilometer nur am Meer entlang. Es gibt ständig Parkplätze, um die Aussicht zu genießen, welche wirklich einmalig schön ist. Oder aber man macht auch eine längere Pause mit Picknick am Strand und einer Runde schwimmen im Meer. Viele malerisch, touristisch nicht unbedingt hocherschlossene Orte liegen an dieser Straße und in jedem bietet sich ein Stopp an, um etwas zu essen bzw. zu trinken oder einfach mal zu sehen, wie die Locals so leben.

Hotspot für Surfer

Encinitas ist besonders fürs Surfen berühmt. Surfer auf der ganzen Welt bekommen ein Glitzern in den Augen, wenn man ihnen erzählt, dass man dort wirklich schon einmal eine Welle geritten ist. Die 60.000 Einwohner zählende Kleinstadt hat ein sehr mildes Klima mit einer durchschnittlichen Temperatur von 22 Grad, welche sehr angenehm ist. Man kann, da die Stadt quasi am Meer entlang gebaut wurde, lange Spaziergänge unternehmen, den Surfern zusehen oder selbst einmal einen Ritt wagen. Surfschulen gibt es hier natürlich wie Sand am Meer. Natürlich kann man sich auch ohne Brett in die Fluten werfen oder es mal mit Kanufahren oder Boogie Boarden probieren. Am Strand selbst gibt es viele Plätze, wo Volleyball gespielt wird für die Landratten.

„Easy going“-Lifestyle

Die Stadt hat eine ganz besondere Atmosphäre, welche natürlich zunächst den Surfern zuzuschreiben ist. Sie dominieren einfach das Stadtbild (sogar auf Straßenschildern findet man sie) und mit ihnen dieser gewisse „easy going“-Lifestyle. In Encinitas sind die Menschen nicht gestresst oder in Zeitdruck, man hat immer ein paar Worte für den anderen übrig, wartet geduldig in der Schlange am Coffeeshop und dies meist mit einem Grinsen auf den Lippen. Es mutet schon sehr hippiehaft an, aber das in keinster Weise negativ konnotiert!

Bewusster Umgang mit der Natur

Die Leute hier legen auch viel Wert auf einen bewussten Umgang mit der Natur – anders als in den restlichen USA dominieren hier Kleinwägen und biologisch-bewusste Restaurants. Natürlich findet man auch im Diner seinen Burger, aber der kommt eben von der Kuh nebenan und der Salat ist ebenfalls von lokalen Erzeugern. Eine sehr tolle Erfahrung, wenn man schon einige Zeit in den USA ist und mal etwas „anderes“ erleben will. Zu dieser Andersartigkeit zählt auch die hohe Dichte an Yogastudios und Vintageboutiquen, die sich auf den „Hippie-Chic“ spezialisiert haben – hier kann man stundenlang stöbern! Aber selbstverständlich gibt es auch Malls und die bekannten amerikanischen Supermarktketten.

Eigenes Oktoberfest

Encinitas feiert auch viele Feste und sollte man zufällig um diese Zeit da sein, lohnt sich ein Ausflug. Besonders lustig ist es, dass es auch hier ein Oktoberfest gibt, welches gleichzeitig mit unserem deutschen Pendant startet. Kulturell gibt es natürlich auch einiges, irgendwann hat man ja auch die wunderbarste Natur einmal satt. Empfehlenswert sind ein Besuch des Lux Art Institute und des San Dieguito Heritage Museums, wenn man etwas mehr über die Geschichte des Ortes erfahren mag. Ein Tagesausflug nach San Diego ist von hier aus natürlich auch sehr geruhsam, da es nicht weit ist und man abends wieder zurückkehren kann in seinen ruhigen Zufluchtsort. Hotels gibt es in Encinitas nicht so viele, es ist keine touristische Hochburg, sondern eben (m)ein kleiner Geheimtipp. Besonders zu empfehlen ist die Econo Lodge Moonlight Beach, da dieser Strand auch einer der schönsten der Stadt ist.

Flower Growing Capital

Da Encinitas auch als „Flower Growing Capital“ gilt, hierzu noch ein paar Worte. Abseits vom Strand findet man viele Blumenfarmen, die ganz wunderbare Gewächse züchten. Diese kann man sich natürlich ansehen und erwerben. Besonders schön ist der Quail Botanical Garden anzusehen (hier gibt es einen tropischen Regenwald und den weltgrößten Bambus zu bestaunen) und auch ein Spaziergang um Garten des Self Realization Center ist Balsam für die Seele. Wer im Grünen lieber aktiv wird, in Encinitas gibt es auch einige Golfplätze, wobei der Ranch Golf Course der Schönste ist. Vögelbeobachtern kann man einen Ausfug in das San Elijo Lagoon Reservat empfehlen, wo mehr wie 300 verschiedene Vögel ganzjährlich zu finden sind.

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Christina
Christina ist die HRS Expertin für berufliches Reisen. Sie kennt stets die neusten Businesshotels und Restaurants, hat immer die besten Travel Hacks parat und weiß, wie man auf dem Businesstrip am effektivsten seine knappe Freizeit nutzt. Christinas Lieblingshotels sind das Hotel Zoo Berlin, das QVEST in Köln, das Boutique-Hotel Constanza in Barcelona und das Design-Hotel Ekies all senses in der griechischen Region Chalkidiki. Was ihrer Meinung nach bei keiner Reise fehlen darf? Am Abend ein schönes Steak im Hotelrestaurant und ein Moscow Mule an der Hotelbar.