Ich war bereits zweimal in Istanbul, doch diese pulsierenden Metropole hat so viel zu bieten und es gibt so viel zu sehen, dass ich unbedingt noch einmal in die Stadt am Bosporus wollte. Der Mix aus Kultur, Moderne und dem süßen Nichtstun habe ich bisher in keiner anderen Stadt so gefunden.

Es gibt an jeder Ecke eine Menge Action und trotzdem strahlt diese alte Stadt viel Ruhe aus. Zudem gibt es überall Gegensätze, Arm und Reich, Alt und Neu liegen so dicht beieinander, wie in kaum einer anderen Metropole. Also reiste ich mit einer sehr guten Freundin im April für fünf Tage nach Istanbul, um noch mehr von der Stadt zu sehen.

Istanbul

Das Hotel in dem wir unterkamen, lag mitten im Stadtteil Beyoğlu, nahe dem Taximplatz. Dort reißen die Menschenströme nie ab und auch in der Nacht werden dort noch Simits (Sesamkringel) verkauft und die Menschen tanzen auf der Straße. Wir starteten unsere Tage im Spa des Hotels mit Pool und Sauna, um uns im Anschluss an dem großartigem Hotel-Frühstück für den Tag zu stärken. Neben den herzlichen Menschen, einer Menge Maronen, Simits und Kebab riecht Istanbul an fast jeder Ecke nach frischen Blumen und nur für ein paar türkische Lira hat man den Frühling immer mit dabei.

Nicht nur in der Shoppingmeile der Stadt Beyoğlu – hier reihen sich internationale Ketten an traditionelle Eisläden und jede kleine Gasse birgt neue Schätze – ist zu spüren: Diese Stadt ist voller Musik. Auf der Straße tanzen die Menschen und immer wieder sind wahre Virtuosen am Akkordion oder der Gitarre, wie auch Zitat zu hören. Was man in Beyoğlu auf jeden Fall machen sollte, ist dort auch durch die Seitenstraße zu spazieren. In der „Bogazkesen Caddesi“ zum Beispiel sind eine Menge kleiner Cafés, Buch-, Vintage- und Modeläden zu finden, die ihre Sachen meist selbst herstellen.

Istanbul

Da nur drei Prozent der Türkei in Europa liegen, haben wir uns auch auf den Weg nach Asien gemacht. Denn, wenn man mit dem Schiff oder über die Galata Brücke nach Asien fährt, ist man noch in Istanbul, doch schon auf einem anderen Kontinent. Auch wir sind via Schiff auf „die anderen Seite“ der Stadt, um unter anderem auf der Promenade von Kadıköy zu flanieren und Orchideentee zu trinken.

Ein weiteres Highlight war der Stadtteil Teşvikiye (ausgesprochen: Teschwikije). Dort gibt es viele Boutiquen, deren Preis-Leistungs-Verhältnis etwas höher ist – doch macht man einen Abstecher in die Seitenstraßen des Viertels, findet man hier viele junge Designer und deren Showrooms. Nachdem wir uns also tagtäglich in das Getümmel begeben haben und dem Strom der Menschen folgten beziehungsweise uns einfach treiben ließen oder spontan in Seitenstraßen abbogen, war es ganz wunderbar, abends auf dem eigenen Balkon zu sitzen und den Blick über Istanbul schweifen zu lassen.

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Gefühlt haben wir ein Programm erlebt, was auch locker in zwei Wochen passen würde. Von Designer-Interviews, Reggae-Clubs und Roof Top Partys bis zu stillen Momenten in der blauen Moschee oder dem Galata-Turm war alles dabei. Ein Tipp für alle, die nach Istanbul fahren: Unbedingt flache Schuhe anziehen.

Es gibt so viele Berge und unebene Wege, das schont die Knöchel. Zudem ein genauer Stadtplan (oder Leute vor Ort, die die eigene Sprache sprechen) tut echt Not! Ansonsten erlebt man mehr Überraschungen als sowieso schon. Ich freu mich jetzt schon auf meine nächste Reise in die wunderbare Stadt, die noch so viel mehr zu bieten hat.

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Dieser Beitrag ist von unserer Bloggerin Kathrin, die auch für den Blog Kathrynsky schreibt. Ihr noch mehr solcher tollen Artikel? Dann folgt uns doch per Mail oder RSS-Feed.

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