Insel Föhr – Besonderes Kleinod der Nordsee

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Unter den Inseln ohne Verbindung zum Festland ist Föhr mit über 80 km² die flächenmäßig größte der Friesischen Inseln und mit über 8000 Einwohnern hat sie auch die höchste Bevölkerungszahl. Ein echtes Kleinod, das sich zu entdecken lohnt!

Durch ihre Lage im Windschatten wird Föhr vor den Stürmen der Nordsee relativ gut geschützt und das ist sicher auch ein Grund, warum sich hier die Vegetation gut entwickeln kann – deshalb wird Föhr auch „die grüne Insel“ genannt. Den Norden der Insel bestimmt das Marschland mit seinen Aussiedlerhöfen – die Landschaft im Süden ist die Geest. Die meisten der 16 Gemeinden liegen in der Geest. An der südöstlichen Spitze Föhrs liegt die Stadt Wyk, Fährhafen und Standort für ein anerkanntes Nordseeheilbad. Von Wyk aus zieht sich ein 15 Kilometer langer Sandstrand hoch – mit einer der Gründe, warum die Insel Föhr schon länger zu einem beliebten Urlaubsziel geworden ist.  Dabei war Föhr noch bis 1362, vor der ersten Groten Mandränke – dies war eine verheerende Sturmflut – keine Insel, sondern ein Teil des Festlands. Für den Naturliebhaber ist der zum Unesco Welterbe gehörende, nördlich gelegene Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer besonders interessant.

Schon immer ein beliebter Rückzugsort

Die Lage von Föhr wussten die Menschen schon immer zu schätzen, denn es gibt bereits erste Besiedlungsspuren aus der Jungsteinzeit. Später haben dann die Friesen und die Wikinger ihre Siedlungen aufgebaut. Wenn man die Friedhöfe und Kirchen der Insel Föhr besichtigt, kann man auch die „Sprechenden Grabsteine“ lesen. Sie erzählen einem viel von der Lebensgeschichte der einst über tausend Seeleute, die im 18. Jahrhundert Walfänger waren. Landwirtschaft sowie Handwerks- und Einzelhandelsbetriebe wie auch Fischfang sind ein Teil der Wirtschaft von Föhr – den größten Teil nimmt der Fremdenverkehr in Anspruch.  Am meisten Spaß macht es, die Insel zu Fuß und mit dem Fahrrad zu erkunden. Gut erschlossene Straßen und landwirtschaftliche Feldwege machen es einem leicht, die zahlreichen alten Mühlen und Kirchen zu bewundern. Auch die Reste des ehemaligen Wikingerstützpunktes, der Lembecksburg, sind besonders beeindruckend. Wer eher wissenschaftlich interessiert ist, findet in dem Kliff von Goting seinen Ort, wo der Kampf des Meeres mit der Insel zu begutachten ist. Natürlich gibt es auch geführte Inselwanderungen oder man kann mit der Inselbahn eine Rundfahrt genießen. Für die mutigen Besucher gibt es dann auch noch Rundflüge – um die Insel Föhr dann von oben, in ihrer ganzen Schönheit, besichtigen zu können.

Tradition und Gastlichkeit gehören zusammen

„Fering“ oder auch „Föhrer Friesisch“ wird hier immer noch gesprochen. Und wer länger hier ist, kann auch die friesische Trachten bewundern. Ob es jetzt das Bijke – ein inselweites Errichten von Feuern für die damaligen Seeleute – ist, oder das Ringreiten, die Föhrer lieben ihre Tradition und ihre Lebensart. Und für den Gast ist etwas ganz Besonderes, dies mit zu erleben. Abgesehen von der besonderen Lebenskultur der Insel, ist auch die Gastfreundlichkeit der Insulaner bekannt. Ob Ferien auf dem Bauernhof, Hotel oder kleine Pension, hier ist man gut aufgehoben und die kulinarischen Spezialitäten sind dann nicht nur das berühmte I-Tüpfelchen dieser einmaligen Angebote von der Insel Föhr.

Sind sie auch Nordsee-Fan? Welchen Urlaubsort können sie empfehlen?

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3 Kommentare

  1. Ja, Föhr ist eine schöne Insel und sie liegt in Deutschland, man mag es kaum glauben. 🙂 Was ich aber immer nicht verstehe ist, dass es Bilder oder Berichte über Föhr fast nur für Sommer und Frühling gibt. Bis auf vielleicht diesen einen hier kreuseler-foehr.de Dabei ist die Insel im Sommer gerammelte voll, gerade an den Badetagen und in Wyk. Für wesentlich gemütlichere und vor allem einsamere Stunden kann ich Föhr im Winter wärmstens empfehlen. Die Strandspaziergänge und die Wanderungen von einem Ort zum anderen sind im Winter schön. Und natürlich ist ein Urlaub außerhalb der Saison auch etwas für den kleinen Geldbeutel.

Christina
Christina ist die HRS Expertin für berufliches Reisen. Sie kennt stets die neusten Businesshotels und Restaurants, hat immer die besten Travel Hacks parat und weiß, wie man auf dem Businesstrip am effektivsten seine knappe Freizeit nutzt. Christinas Lieblingshotels sind das Hotel Zoo Berlin, das QVEST in Köln, das Boutique-Hotel Constanza in Barcelona und das Design-Hotel Ekies all senses in der griechischen Region Chalkidiki. Was ihrer Meinung nach bei keiner Reise fehlen darf? Am Abend ein schönes Steak im Hotelrestaurant und ein Moscow Mule an der Hotelbar.