Städtereisen werden immer beliebter. Möchte man sich ein langes Wochenende eine Auszeit gönnen und den Alltag hinter sich lassen, gibt es kaum etwas Effektiveres als einen kleinen Kurzurlaub.

Und legt man sein Hauptaugenmerk nicht auf die Entspannung, sondern möchte hingegen viel entdecken, sich bewegen und Stadtluft schnuppern, ist der Besuch in einer fremden Stadt genau richtig. Beim Gedanken an Städtereisen kommen den meisten Metropolen wie Paris, Rom und Mailand in den Sinn. Das ist nur allzu verständlich, haben diese Städte doch wirklich viel zu bieten. Aber auch in Deutschland gibt es viele solche Highlights.

Manchmal da, wo man sie gar nicht erwartet. Eine dieser Städte ist Würzburg. Obwohl die Stadt mit einer Fläche von 87,63 km² bei weitem nicht zu den größten Städten Deutschlands gehört, hat sie doch so viel zu bieten, dass man seinen Besuch genauestens planen sollte, um alle Sehenswürdigkeiten an einem Wochenende unterbringen zu können. Würzburg liegt im schönen Bayern und wird wohlverdient die Stadt der Kirchen genannt.

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Bis zu 60 Stück lassen sich hier finden – eine schöner als die andere.  Man wird es leider nicht schaffen, jede einzelne dieser Kirchen zu besichtigen, aber zwei sollte man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen. Zum einen die Schönbornkapelle. Die viertgrößte romanische Kirche Deutschlands hat viel zu bieten und zu zeigen. Die barocken Stuckdekorationen im Querhaus und Chor sind nur ein schönes Beispiel dafür.

Mindestens genauso sehenswert ist die Kirche Marienkapelle, die im Grunde den Namen Kirche nicht tragen darf, da sie von jeher ohne pfarrkirchliche Rechte war. Die Bürgerschaft erbaute die spätgotische Hallenkirche in der Zeit von 1377 bis 1480. Um einen fantastischen Überblick über Würzburg zu gewinnen, sollte man sich an den Aufstieg zur Festung Marienberg machen. Der Weg dorthin erweist sich als sehr steil und man sollte gute 20 Minuten für den Anstieg einplanen.

Wenn man gut zu Fuß ist, sollte man sich diesen Weg trotz der Anstrengung nicht sparen, da er einen durch eine wunderschöne Landschaft führt. Aber auch mit dem Bus oder dem eigenen Auto ist der Anstieg hinter sich zu bringen.  Den Kern der Burg bildet die 706 geweihte Marienkirche.

Neben der beeindruckenden Burg und den Festungsmauern überzeugt vor allem der Blick über Würzburg den man von der Festung aus erhält. Die Main-Stadt liegt eingebetet zwischen Weinbergen und allein Kirchenspitzen ragen in den Himmel hinauf und müssen nicht mit den Dächern von Hochhäusern konkurrieren.

baroque palace - Residenz Würzburg Germany

Auf gar keinen Fall auslassen darf man die Würzburger Residenz. Das UNESCO-Kulturerbe gehört zu den bedeutendsten Schlössern Europas und ist Hauptwerk des süddeutschen Barock. Nachdem man sich die beeindruckenden Räume und Deckengemälde angeschaut hat, kann man entspannt durch den Hofgarten der Residenz spazieren.

Kein Besucher darf Würzburg verlassen ohne ein Glas Wein auf der Alten Mainbrücke getrunken zu haben. Schon 1476 wurde mit dem Bau der Brücke begonnen. 1730 wurde die Brücke durch 4,5 Meter hohe barocke Heiligenfiguren bereichert.

Direkt am Brückeneingang steht das Restaurant „Alte Mainmühle“ wo sich jeder Gast am Außenstand ein Glas Wein auf die Hand bestellen kann, den man dann in netter Gesellschaft auf der reinen Fußgängerbrücke genießen kann. Ein würdiger Würzburger Abschluss.

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. …war gerade in bamberg und habe beim besichtigen der stadt viele kirchen gesehen.nun wollte ich wissen,wieviel kirchen es in bamberg gibt.es gibt 39 gotteshäuser in bamberg.auf der suche nach der stadt mit den meisten kirchen fand ich diesen schlechten bericht.schlecht aus zwei gründen.

    erstens:“
    Bis zu 60 Stück lassen sich hier finden“gründliches recherchieren ist nich das ding der gelernten journalistin ,können 53 , 57 , 59 oder vielleicht doch 60 sein ?

    zweirens.die unterstellung :“Man wird es leider nicht schaffen, jede einzelne dieser Kirchen zu besichtigen“.

  2. Die beschriebene „viertgrößte romanische Kirche“ ist nicht die Schönbornkapelle sondern der Dom St. Kilian, der mit seinem Bau und künstlerischen Ausgestaltung aus vielen Jahrhunderten Einiges zu erzählen hat. Ein Besuch ist wirklich zu empfehlen – am besten mit einer Führung. Denn nur im Rahmen einer solchen kann man auch die Schönbornkapelle besichtigen. Diese ist nämlich lediglich ein Anbau an den Dom.

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