Wer kennt das nicht: Wir alle haben wichtige Businesstermine, für die wir aufwendiger anreisen müssen. Dabei möchten wir gerne entspannt reisen und im Geschäftstermin auf Knopfdruck glänzen. Doch oft kommt es anders: Wir sind abgehetzt und fühlen uns unwohl, weil der Flieger Verspätung hat oder wir im Stau stecken, wir kurz vorher den Kaffee auf uns verschütten oder im Anschluss noch einen weiteren Termin haben. Wie das Meeting dennoch zum Erfolg wird und man mit der richtigen Etikette mit diesen Situationen stilvoll umgeht, verrät Ihnen unsere Business-Knigge-Expertin Karin Schleines*.

1Anreise: So kommen Sie gelassen ans Ziel

Die Anreise zum Meeting kann ja schon eine gewisse Zeit dauern. Viele stehen in der Nacht auf, um sich auf den Weg zum Flughafen oder zur Bahn zu machen. Und manchmal stellen sich leider Zeitverzögerungen ein. Welche Tipps haben Sie, um gelassen am Ziel anzukommen?

Ja, ich kenne auch diese Situationen. Man geht früh aus dem Haus, hat möglicherweise einen Flug vor sich, dem dann gegen 9 Uhr das erste Meeting folgt. Ich hatte auch schon die Situation, dass der Flug zwar pünktlich war, es aber einen riesigen Stau auf dem Weg vom Flughafen zum Meeting gegeben hat.

Um solch eine Situation gar nicht erst aufkommen zu lassen, rate ich Folgendes: Ist das Meeting in der Früh, versuche ich den Abend vorher anzureisen und mir eine Nacht im Hotel zu gönnen. Das ist entspannter. Ich kann dann übrigens auch abends nochmals in aller Ruhe die Termine des folgenden Tages durchgehen.

Wenn das zeitlich nicht passt, so sollte man wenigstens versuchen, mit dem ersten Flug des Tages anzureisen bzw. mit der ersten Bahn, um Zeitpuffer einzubauen. Das gleiche gilt via Auto.

2Helferlein: So bleibt man im Meetingmarathon gepflegt und erfrischt

Angenommen man reist direkt morgens an. Welche kleinen Helferlein sollten Geschäftsreisende im Gepäck haben, die einem Gegenüber im Meeting nicht anmerken lassen, dass man schon 4 Stunden oder länger auf den Beinen war?

Da gibt es viele Helferlein. Auf jeden Fall empfehle ich immer ein zweites schickes knitterarmes Hemd oder Shirt aus Baumwolle zum Wechseln dabei zu haben, insbesondere wenn man an dem Tag mehrere Meetings hat. Und falls erforderlich, rate ich Männern mehrere Krawatten mitzunehmen, falls mal ein Kaffeefleck oder Ähnliches darauf landet.

Ich empfehle immer ein gutes, dezentes und sehr lang anhaltendes Deodorant, dabei zu haben, z.B. für Männer das Deo Spray Heat Protect von L’Oreal. Es bietet wirksamen Schutz gegen Schweiß selbst bei sehr hohen Außentemperaturen. Von weiblichen Geschäftsreisenden höre ich öfter, dass sie auf Deo-Cremes setzen, etwa auf die von Rexona. Diese verhindert, dass man überhaupt schwitzt. Perfekt! Auch erfrischende Reinigungstüchlein wie z.B. von Sagrotan mit Refresh-Effekt helfen. Vom Benutzen von starken Parfüms rate ich ab; das überdeckt nur, ist zu aufdringlich und erfrischt nicht wirklich.

Darüber hinaus helfen Bodysplashes/Themalsprays über den Tag hinweg, um sich zu erfrischen, z.B. von Avene oder Roche-Posay. Gut sind auch Sprays mit leichten Duftnoten wie Zitrus oder Orange. Damit assoziiert man Energie. Düften wie Grapefruit oder auch Limone sagt man nach, dass diese konzentrationsfördernd seien. Eher anregend wirken Salbei, Minze und Nelke.

Frauen empfehle ich immer, sich ein kleines Täschchen mit Lippenstift und diversen weiteren Schminkutensilien zu zulegen, damit diese sich nicht in der Tasche verteilen. So etwas passt immer auch gut in die Laptoptasche.

Grundsätzlich rate ich allen, nach der Anreise noch schnell einen Waschraum aufzusuchen, um sich entsprechend zurecht bzw. nochmal den letzten Check im Spiegel zu machen.

3Dresscode: Mit dieser Businesskleidung beweisen Sie Stil

Was trägt man passend zum Business-Termin, was nicht? Daran scheiden sich immer wieder die Geister. Ein Dresscode gibt Orientierung.

Wie ist das denn mit dem Outfit für Geschäftstermine bzw. Meetings. Was ist da besonders zu beachten und was empfehlen Sie?

Für Geschäftstermine muss das Outfit einfach stimmen. Die Kleidung drückt aus, wie ernst Sie den Termin und die Angelegenheit nehmen und Ihren Respekt vor dem Gegenüber. Schließlich ist man ja nicht zum Spaß da und möchte eine gewisse Ernsthaftigkeit an den Tag legen. Das Outfit für das Meeting sollte natürlich dem Anlass angepasst werden. Hier gibt es große Unterschiede je nach Anlass der Besprechung und Branche. Je formeller es wird, um so „korrekter“  möchte man erscheinen, denn es geht ja um etwas. Und das sollte sich dementsprechend auch in der Kleidung ausdrücken.

Dresscodes sind eigentlich Kleidervermerke, die man auf Einladungskarten findet. Oft wird aber im alltäglichen Sprachgebrauch auch die Geschäftskleidung, die getragen wird, mit dem entsprechenden Code benannt. Es ist aber darauf hinzuweisen, dass Geschäftskleidung unterschiedlich ausfallen kann. Die Geschäftskleidung eines Handwerkers ist der ordentliche „Blaumann“. Würde dieser eine Einladung erhalten, auf der der Dresscode „Business“ vermerkt wird, so erscheint er in Anzug mit Hemd und Krawatte und einem entsprechenden schicken Schuh, was eben dieser Code ausdrückt. Und würde er bei einer wichtigen Besprechung seines Unternehmens dabei sein, so wird er gewiss den Anzug vorziehen. Die Situation spielt eine Rolle. Hier einige Beispiele für Dresscodes:

Dresscode „Business“
In klassischen Branchen bei formellen Meetings ist der Dresscode „Business“ angesagt. Für den Herrn bedeutet es klassischerweise ein Anzug, Hemd, Krawatte. Für die Frau gilt Hosenanzug mit Bluse oder schickes Shirt, Kostüm oder ein Etuikleid. Ich bin der Meinung, dass man mit Accessoires wie Krawatten, Einstecktüchern, Schals und Gürteln ein Outfit, speziell in gedeckten Farben, aufpeppen kann. Achten Sie aber bei Farben und Accessoires auf den klassischen Rat „Weniger ist mehr“. Ein „Zuviel“ an Farben und Accessoires kann nämlich genau das Gegenteil bewirken, was man in einem klassischen Gespräch erzielen möchte, da Farben und Accessoires eine Signalwirkung haben. Turnschuhe sind bei diesem Dresscode tabu.

Dresscode „Business Casual“
Je nach Charakter der Besprechung kann auch ein lockerer Kleidungsstil angesagt sein. Hier gilt der Dresscode „Business Casual“. Wichtig ist, dass das Geschäftliche immer noch den Rahmen bildet. Der Dresscode bedeutet, dass die Jeanshose auch hier noch „fehl am Platz“ ist. Sie sollte durch eine schicke Stoffhose ersetzt werden. Jackett bzw. Blazer sowie Hemd beim Herrn gehören dazu. Ein Anzug beim Herrn mit entsprechendem Hemd wird immer noch gerne gesehen, allerdings darf die Krawatte fehlen, da dieser Kleidungsvermerk eine lockere geschäftliche Situation vermittelt. Gegen ein schickes farbiges Einstecktuch beim Herrn ist aber nichts einzuwenden. Die Frau trägt Kostüm, einen Hosenanzug oder ein Business-Kleid. Ein schickes Shirt unter einem Blazer ist hier möglich. Auch mit Rock und Bluse oder mit einer Stoffhose und einem Twinset kann „Frau“ in dieser Situation perfekt gekleidet sein. Turnschuhe oder Sandalen kommen bei diesem Dresscode nicht in Frage.

Dresscode „Smart casual“
In der Freizeit begegnet uns oft auch der Dresscode „Smart Casual“; er entspricht der gehobenen Freizeitkleidung. Ein „Must“ ist aber ein Jackett bzw. ein Blazer. Die Hose dazu darf aus einem edlen Jeansstoff bestehen. Eine Krawatte beim Herrn kann außen vor bleiben. Frauen können eine Stoffhose oder eine edle Jeans mit beispielsweise einer Bluse oder einem Shirt und einem Blazer kombinieren. Auch hier sind Turnschuhe ein „No Go“. Übrigens: Bei den Vermerken„smart casual“ und „business casual“ ist ein Mann mit einem Anzug und Hemd ohne Krawatte auch immer top gekleidet.

Ach, und noch ein Tipp, was die Farben betrifft: Früher galt immer die Regel „no brown in town“. Das stand für Kleidung aus dem Landleben (Naturtöne) und Braun als Farbe war nicht für Business-Termine in der Stadt geeignet. Ich persönlich finde aber, dass man sehr wohl auch Naturtöne im Business-Meeting tragen kann, wenn es die entsprechende Situation hergibt (z. B. bei alltäglichen Besprechungen) und das Business Outfit stimmt. Je förmlicher die Besprechung, desto eher sollte aber die klassische Businesskleidung mit gedeckten Farben gewählt werden.

Zum Schluss fehlt nur noch eine passende Jacke oder ein angemessener Mantel, damit der erste Eindruck sitzt. Er sollte wenig knittern und auch strapazierfähig sein. Ich denke da an die Ablage im Zug oder auch im Flugzeug über mir. Da wird die Jacke hineingelegt und der nächste packt seine Tasche darauf. Da kann es schon passieren, dass Kleidung verschmutzt wird oder auch Fäden zieht. Also, Obacht bei der Auswahl!

4Mit diesen Accessoires hinterlassen Sie einen richtig guten ersten Eindruck im Meeting

Gibt es kleine Helferlein, die beim Gegenüber einen sehr guten bleibenden Eindruck hinterlassen?

Ein sehr positiver erster Eindruck wird beeinflusst vom Äußeren, von der Haptik (mittelfester Händedruck, gut anfühlbare Visitenkarte), vom Duft sowie von der verbalen und nonverbalen Sprache. Da wir in den ersten Sekunden mit unserem Äußeren zu über 55 Prozent wirken, sollten wir das Augenmerk darauf legen. Neben der Wahl des richtigen Business Outfits sollten Sie dabei auf folgende stilsichere Accessoires setzen:

  • Visitenkartenetui inklusive Visitenkarten
    Sie sind das Aushängeschild Ihres Unternehmens und Ihrer Person und sollten gepflegt aussehen, d.h. keine Eselsohren haben. Schutz bietet das Visitenkartenetui. Diese kleinen Etuis gibt es in allen Preislagen und können eine sehr gute Wirkung erzielen, insbesondere für den aufkommenden Smalltalk vor dem Meeting.
  • Schreibutensilien
    Sie notieren sich damit wichtige Inhalte aus dem Meeting; deshalb sollte auch der Stift eine gewisse Hochwertigkeit zum Ausdruck bringen. Ihre Mappe sollte gepflegt sein, ein klassischer Stift oder Kugelschreiber können dem ersten Eindruck gute Dienste erweisen.
  • Business-Tasche
    Die Tasche sollte zum Anlass und zum Outfit passen. Sie sollte nicht verbeult sein und nicht aus allen Nähten platzen. Dennoch erwarten wir von einer Business-Tasche, dass alles hineingeht. Oftmals verstaue ich Geldbörse und Unterlagen in einer schönen größeren, gepolsterten Laptoptasche von Samsonite, so dass ich gar keine Handtasche mehr mitnehmen muss, oder ich nehme alternativ noch eine kleine Umhängetasche mit. 

5Checkliste: Auf welche Regeln Sie sonst noch im Meeting achten sollten

Noch ein paar Fragen zum Meeting selbst. Gibt es so etwas wie einen Meeting-Knigge? Auf was sollte man grundsärtzlich achten?

Ja, gewiss, gibt es Dinge, auf die man im Meeting achten sollte, schließlich möchte man in einer Besprechung effizient zu einem erklärten Ziel kommen:

  • Zur professionellen Vorbereitung gehört immer eine Agenda, die etwa ein- bis eineinhalb Wochen vorher verschickt wird. Den Punkt „Sonstiges“ bei den Tagungspunkten halte ich für überflüssig, da im Meeting all das zur Sprache kommen muss, was angedacht wird.
  • Zur guten Vorbereitung gehört auch, dass Technik und Co. abgestimmt sind und funktionieren.
  • Bei Meetings mit vielen auswärtigen Gästen und längeren Anfahrtszeiten bietet eine Bewirtung mit Getränken eine gute Atmosphäre. Es ist eine willkommene Geste. Damit einhergehend ist eine gute Platzierung immer von Vorteil. Ich habe es schon erlebt, dass Gastgeber bereits in Meetings die Plätze mit Tischkarten belegen.
  • In einem größeren Meeting mit einem Moderator erwarte ich von eben diesem Neutralität und einen roten Faden.
  • Da Meetings effektiv sein sollen, sollten auch zeitliche Aspekte beachtet werden. Insbesondere wenn weitere Termine an diesem Tage anstehen, ist gutes Zeitmanagement gefragt. Das gilt für Gastgeber und Gast. Daher folgend muss eine Besprechung immer ein Ergebnis haben, ein mindestens „Wer macht was bis wann“ muss auf jeden Fall herauskommen.
  • Wichtig ist mir auch, dass jemand Protokoll führt oder man selbst auch noch mit schreibt. Das Protokoll sollte dann im Rahmen der Nachbearbeitung innerhalb der folgenden Woche nach der Besprechung zur Prüfung an alle Teilnehmer herumgeschickt werden.
  • Dass im Nachhinein ein Meeting reflektiert wird, ist denke ich nur konsequent.

6Abreise: So planen Sie diese richtig

Gutes Zeitmanagement ist auch ein Stichwort. Es gibt Menschen, die planen die Abreise nicht ein, weil sie nicht wissen, wann Besprechungen beendet sind. Was raten Sie?

Ich versuche, mir auch für die Abreise Zeitpuffer einzubauen. Da es sein kann, dass Meetings immer mal etwas überzogen werden können, plane ich die Rückfahrt immer eine Stunde später ein. So hetzte ich mich nicht ab. Ich buche dann z. B. bei der Bahn den flexiblen Tarif. Bin ich mit via Flug unterwegs, buche ich immer den letzten Flug. Den aktuellen Fahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel habe ich immer via App oder ausgedruckt parat, für den Fall, dass man sogar früher als geplant mit der Arbeit fertig ist. So ist auch die Rückreise entspannt.

7Wie geht man am besten mit richtigen Pannen und Fettnäpfchen um?

Es menschelt überall. Wie geht man am besten mit „Pannen“ vor einem Meeting um?

Ja, Pannen können immer auftreten und sind menschlich. Hier mal eine kleine Auswahl an Situationen und wie man diesem möglicherweise begegnen kann:

Kaffeefleck oh Schreck
Da holt man sich noch vor einem Meeting zur Überbrückung der Wartezeit noch einen Coffee to go, setzt sich noch einige Minuten ins Auto, und dann passiert es: Der Kaffee schwappt über das Hemd oder die Bluse. Das ist ärgerlich, die Welt geht aber davon nicht unter. Sollte ein Waschraum in der Nähe sein oder sich im Gebäude in der Nähe der Rezeption befinden, so könnten Sie sich entweder schnell umziehen, sofern man eine Alternative zum Wechseln dabei hat. Ansonsten kann man versuchen, den Fleck etwas herauszuwaschen. Dennoch bleibt ein Fleck, und wenn es nur Wasser ist.
Wenn er auffällig ist und jeder darauf schauen könnte, dann werden Sie doch zum Storyteller: Sagen Sie doch ganz klar, am besten mit Humor – was Ihnen passiert ist. Und Sie haben die Kuh vom Eis.

Nicht einkalkulierte Verspätungen der öffentlichen Verkehrsmitteln
Das kann nervenaufreibend sein, insbesondere für Pünktlichkeitsfanatiker. H
ier gilt: Ruhe bewahren, denn erstmal können Sie die Situation nicht ändern. Kontaktieren Sie Ihren Ansprechpartner für die Besprechung um zu avisieren, was passiert ist und dass Sie später kommen. So wissen Ihre Gastgeber schon einmal Bescheid und können sich danach richten.

Wie heißt nochmal diese Person?
Tritt die Situation ein, dass Sie einen Namen vergessen haben, dann stehen Sie doch einfach dazu. Geben Sie höflich zu, dass Ihnen leider der Name entfallen ist. Das kommt besser an, als die Person den ganzen Tag nicht mit Namen anzureden. Ich denke mir immer „Der Name ist das Wichtigste einer Person“.
Tipp: Um sich Namen besser zu merken, versuche ich mir Bilder zum Namen bezüglich einer Person vorzustellen. Beim Nachnamen Ostertag verbinde ich zu diesem Namen und zur Person einen schönen sonnigen Tag im Frühling.

Was sind Ihre Erfahrungen mit der Etikette in Meetings von der An- bis hin zur Abreise? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

* Karin H. Schleines ist Dozentin und selbständige Beraterin. Neben betriebswirtschaftlicher Beratung berät und coacht sie CEOs, Fach- und Führungskräfte und deren AssistentInnen auf dem Gebiet der modernen Umgangsformen unter Business-Etikette-Aspekten.

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10 Kommentare

  1. Mit der Abreise ist es wie bei der Anreise. Kann das Meeting länger dauern als geplant? Bin ich nicht schon in Gedanken bei der Heimfahrt anstelle in wichtigen Gesprächen? Gerade am Freitag: Volle Verkehrsmittel und keine Ruhe das Meeting gedanklich „abzuarbeiten“. Warum nicht noch eine Nacht länger bleiben? Das nimmt viel Hektik heraus. Manche Orte haben gerade am Abend auch noch ihren Reiz. In Ruhe kann das Meeting im Hotel dann auch noch nachbereitet werden. Ausgeruht geht es am nächsten Tag zurück. Letzte Arbeiten können dabei auch noch erledigt werden. Ich und die Familie darf sich erholt auf die Rückkehr freuen.

  2. Guten Tag
    ich kommentiere mal aus der einer „retirierten“ Management Experience von mehreren 100 Mio Eu Geschäftsvolumen (68-iger Generation). Tendenziell sind ihre Vorschläge OK.

    • Voll daneben: Zu fragen, wie heißen Sie (eigentlich), genauso grausam wie Herrrrr ähhh. Wenn ich einen Gesprächspartner treffe, weiß ich vorher wie er heißt – und schreibe es mir auf! Oder ich frage vorher „einen anderen“: Wie heißt denn eigentlich der …
    Auch ein: „Könnten Sie mir Ihren Namen nochmals bitte buchstabieren“ wäre OK.

    • Das Business-Outfit von Herr Zetsche war nie mein Fall, für den Sportplatz eher OK.

    • Probleme hat zumindest meine Generation mit der auch Ihrerseits verwendeten „Duz-Form“.

    Mit freundlichen Grüßen
    Norbert L. Brodtmann

    • Guten Tag Herr Brodtmann, vielen Dank für Ihren Input. Nach dem Namen zu fragen kann insbesondere bei sehr großen Gruppen schon sinnvoll sein und stößt bestimmt auf Verständnis. Das ist aber wie alles im Leben auch immer Ansichtssache und kann ja jeder halten wie er möchte. Bei den aktuellen Trends der Umgangsformen kristallisiert sich allerdings heraus, dass man ehrlich sein sollte, wenn man den Namen nicht mehr weiß. Ihre Tipps sind natürlich auch gut, z.B. sich den Namen buchstabieren zu lassen. Clever! Viele Grüße, Christina von HRS

  3. Ich habe gegen Flecken immer ein Fleckenstift und ein Fleckentuch aus der Drogerie in der Laptoptasche.
    Die Dinger sind wahre Wunderwaffen, ich hatte noch keinen Fleck, den diese nicht ganz schnell rausbekommen haben – egal ob Kaffee oder Fett (z.B. Mayo).

  4. Grundsätzlich gehe ich konform mit den 7 Tipps. Beim Dress-Code erlaube ich mir gerne etwas mehr Freiraum in Richtung „nicht ganz so förmlich“, was bisher noch nie negativ angekommen ist. Ich meine damit aber nicht zerrissene Jeans, zu kurze Röcke oder zu tief ausgeschnittene Oberteile oder High Heels mit 15cm Absatz. Nach dem Namen zu fragen, wenn man es mit einer Gruppe von 10 oder mehr Meeting-Teilnehmern zu tun hat, von denen nur 50% ihre Business Karte dabeihaben, die anderen 50% ihren Namen unverständlich nuscheln, keine Namensschilder aufgestellt sind und die Teilnehmerliste trotz Nachfrage im Vorfeld nicht übermittelt wurde, halte ich für absolut richtig. Und das leidige Thema mit der „Duz-Form“ ? Nun ich bin froh, dass meine Meetings hauptsächlich in englischer Sprache stattfinden und selbst in Russland nur ganz wenige auf den „Mr. …“ /die „Miss oder Mrs. …“ großen Wert legen und man beim Vornamen angesprochen wird. Allzu empfindlich sollte Mann / Frau da nicht sein, denn in vielen Ländern ist es durchaus üblich auch seinen eigenen Chef zu Duzen, was bei uns in Deutschland in der Regel nicht denkbar ist.

  5. Sehr geehrte Frau Karin H. Schleines,

    Eigentlich ist das sehr einfach.
    Natürlich ist das zeitliche, und die planerische Arbeit auf ein Meeting als eine Grundvoraussetzung.(Tip 1)
    Die Helferlein, Businesskleidung, Accessoirs, (Tip 2,3,4,5), laufen bei mir unter dem Thema: Ich will mich gut fühlen die anderen sollen Sich gut fühlen, meine Botschaft bzw. Thema soll ankommen.
    Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. So ist das auch mit „Meetings“. Im Idealfall sind Meetings effektiv wenn gut vorbereitet, ist das nicht der Fall (mehr wie 2-3 h) so artet das Meeting eher zur Mediation aus. Dann ist das so eine Sache.
    Tip 7: Na ja, wir sind Menschen und keine „Menschinen“ wenn ich das dem Gegenüber so zu verstehen gebe, dann werde ich auch normalerweise fair behandelt. Selbst wenn ein Missgeschick eines Kellners wie schon passiert mir die Flasche Wasser über mein Hemd kippt, … in diesem Fall hat es sogar zur Entspannung beigetragen und nach 2 Stunden sind alle wie geplant, abgereist.

    Nun gut Sie haben schon recht ein paar Regeln, sind schon zu beachten aber 7 ist eine magische Zahl und die paar Regeln kann man sich schon merken.

    Übrigens als Berechnungsingenieur freiberuflich berate ich eher im technischen Bereich, aber das menschlich zählt halt doch, und schließlich sind wir keine „Menschinen“.
    (Much credit to Abdoulaye Mbaye a great thinker from Senegal of pure math now living in Dakar for this good term „we are not menschinen“)

  6. In der Betrachtung auf wen treffe ich / Kleidung…
    In meinem Verantwortungsbereich habe ich es in Konzernen und auch in mittelgroßen Firmen mit Entscheidern zu tun. Die Auswahl der Kleidung ist die Wertschätzung dem Anderen Gegenüber.
    In einer Konzernzentrale ist aus meiner Sicht, Anzug in den meisten Fällen „pflicht“, bei Entscheidern in mittelgroßen Betrieben, ist ein Auftreten durchaus auch in Jeans mit Hemd und Sakko OK. Hier kann ein Anzug überzogen wirken.

    Vorstellung immer Mit Vor- und Nachnamen, Firma …. Verantwortung z.B. Geschäftsführer / Gesellschafter / Prokurist.. etc.

    Bei Neukontakten mit mehreren Personen am Tisch, beschrifte ich die getauschten Virsitenkarten mit L=Links M=Mitte R=Rechts. Es erleichtert im Nachgang, auch nach einiger Zeit die Erinnerung an die Gesichter der am Meeting beteiligten Personen und somit die Erkennung bei wiederaufnahme der Kontakte.

  7. … anscheinend haben wir alle kein Niveau, dass man uns über die Verwendung von Deos, die Einplanung von Pufferzeiten oder das Verhalten bei nicht selbst verschuldeter Verspätung etc. aufklären muß. Wertvoll verschwendete Zeit diesen Artikel zu lesen.

    • Hallo Siglinde, Kniggetipps wie diese sollen helfen, das Miteinander untereinander zu verbessern. Wenn Sie alles schon beherzigen, um so besser!:) Haben Sie sonst noch weitere Tipps für uns? Viele Grüße, Christina

Christina
Christina ist die HRS Expertin für berufliches Reisen. Sie kennt stets die neusten Businesshotels und Restaurants, hat immer die besten Travel Hacks parat und weiß, wie man auf dem Businesstrip am effektivsten seine knappe Freizeit nutzt. Christinas Lieblingshotels sind das Hotel Zoo Berlin, das QVEST in Köln, das Boutique-Hotel Constanza in Barcelona und das Design-Hotel Ekies all senses in der griechischen Region Chalkidiki. Was ihrer Meinung nach bei keiner Reise fehlen darf? Am Abend ein schönes Steak im Hotelrestaurant und ein Moscow Mule an der Hotelbar.