Urtümliche Natur im Bayrischen Wald

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Nachdem sich die Grenzen zur Tschechischen Republik geöffnet haben und sich somit auch der Schengener Raum erweitert hat, ist auch der Bayrische Wald unter anderen Gesichtspunkten zu sehen.

Zum Bayrischen Wald gehören nicht nur der Oberpfälzer Wald und der sogenannte „Sauwald“ an der österreichischen Grenze, sondern eigentlich auch die Waldbereiche im westlichen Tschechien. Früher hieß es Böhmen und es ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Bayerns. Der Bayrische Wald geht somit auch über die Grenzen von Niederbayern und Oberpfalz hinweg. Große, beeindruckende Felsen, tiefster Wald, eingebettet in sanfte Wiesen und Felder – dies ist eine urtümliche Landschaft, deren höchste Erhebungen bis über 1400 Meter hoch werden können. Der höchste Berg, der Große Arber, thront über dem Naturpark Bayrischer Wald, der mit seiner unberührten Natur einen Eindruck von längst vergangenen Zeiten vermittelt.

Wald mit Geschichte

Schon in den Zeiten der ersten Aufzeichnungen der Griechen und Römern wurde dieser besondere Wald beschrieben. Adalbert Stifter, einer der berühmten Dichter Böhmens, beschrieb seine Heimat so: es ist weder bayerisch, noch böhmisch oder österreichisch, oder tschechisch – sie war und ist eine Waldregion. Auch wenn nicht nur zwei Weltkriege politische Grenzänderungen nach sich gezogen haben, ist dieses uralte Mittelgebirge trotzdem ein Ganzes geblieben, der „Wald“ eben.

Hier kann man seinen Urlaub genießen

Es ist schon lange kein „Insidertipp“ mehr – im Bayrischen Wald kann man mit und in der Natur leben und „urlauben“. Inmitten von schönster Natur, alten Schlössern, Burgen und Klöstern kommt man zur Ruhe und kann die besondere Gastlichkeit der hiesigen Gastronomie und Beherbungsbetrieben genießen. Gerade auch Ferien auf dem Bauernhof sind für Familien mit Kindern eine interessante Urlaubsvariante. Viele Sehenswürdigkeiten können hier auf dem Tourenplan stehen. Zum Bayrischen Nationalpark gehört inzwischen auch der tschechische Nationalpark Šumava, zusammen entsteht so das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas.

Große Freigehege

Auch wenn der Wald unter dem Waldsterben oft gelitten hat – hier sind wieder vielfältige Naturwälder herangewachsen, die der Luftverschmutzung und dem Borkenkäfer getrotzt haben. Viel kann man hier lernen, über die Natur, den Umweltschutz und die Kulturgeschichte dieser Gegend. Unter anderem gibt es die Besucher-Informationszentren „Hans-Eisenmann-Haus“ in Neuschönau oder das „Haus der Wildnis“ in Ludwigsthal am Fuße des Großen Falkensteins mit ihren großen Freigehegen für Wölfe, Bären, Luchse, Urrinder, Wildschweine und Wildpferde. Ausgiebiges Wandern, Pilze- und Beerensuche – der Wald- und Naturliebhaber kommt hier auf seine Kosten.

Ruhe und Gelassenheit

Der bayrische Wald war einst verrufen – als eine arme „Waldlergegend“. Heute ist auch – oder vor allem – eine touristisch erschlossene Gegend, die trotzdem ihren eigenen Charme behalten hat. Wer sich für Glas und Kristallglas interessiert, kann sich in Zwiesel informieren, oder aber auch in tschechischen Landstrichen das berühmte Kristallglas finden. Die Küche und die Gastronomie sind hier besonders reichhaltig und auch deftig. Gerade auch Bier ist hier nicht nur ein „Grundnahrungsmittel“, sondern hat hier auch eine besondere Qualität, denn die vielen sauberen Quellen ergeben auch einen besonders guten Gerstensaft. Wer also in Deutschland, oder auch in Bayern, einen vielseitigen aber auch ruhigen Urlaub genießen möchte, sollte hier anhalten.

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Christina
Christina ist die HRS Expertin für berufliches Reisen. Sie kennt stets die neusten Businesshotels und Restaurants, hat immer die besten Travel Hacks parat und weiß, wie man auf dem Businesstrip am effektivsten seine knappe Freizeit nutzt. Christinas Lieblingshotels sind das Hotel Zoo Berlin, das QVEST in Köln, das Boutique-Hotel Constanza in Barcelona und das Design-Hotel Ekies all senses in der griechischen Region Chalkidiki. Was ihrer Meinung nach bei keiner Reise fehlen darf? Am Abend ein schönes Steak im Hotelrestaurant und ein Moscow Mule an der Hotelbar.