My home is my … hotel: Fünf-Sterne-Einrichtungsideen fürs Zuhause

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Während wir uns im Hotel neuerdings ganz wie Zuhause fühlen sollen, richten wir unser Heim wie ein Designhotel ein. Zwar wollen wir es gar nicht untervermieten, aber theoretisch könnten wir jederzeit! Wir zeigen Ihnen Tipps und Tricks, wie Sie sich stylischen Hotelcharakter in Ihre vier Wände holen.

Ace Hotel Portland

„Fühlen Sie sich wie Zuhause– das ist in Hotels heute gar nicht mehr so schwer, da immer mehr Häuser beim Einrichten auf bunt gemixte Vintage-Stücke und eine persönliche Note setzen – Vorreiter waren kleine Ketten wie die Ace-Hotels oder 25hours. Gleichzeitig richten wir unsere Wohnung zunehmend repräsentabler ein – weil wir anfange, sie im Netz zu zeigen, oder um jederzeit Gäste empfangen zu können. Dabei lassen wir uns von den Hotels inspirieren, die wir auf unseren vielen Reisen kennenlernen.

Hotels im Wohnzimmer-Chic und Wohnzimmer im Hotel-Chic – ja, beides kann sich gegenseitig befruchten!

Modern Sophisticate - Kitchen & Living Room

1. Barflair zuhause
Kücheninsel, Barhocker, Ambiente wie in ein schicken Cocktailbar? Welcome home! Denn an netten Abenden gehört es zum guten Ton, den Gästen einen Drink anzubieten wie in einer Hotelbar – passenderweise direkt am Küchentresen. Für den Hausherrn selbst gehört es zur allabendlichen Freude, in der geräumigen Küche einen Wein zu öffnen.

Die Küche selbst muss dafür nicht aus poliertem Edelstahl gebaut sein. Großzügig, weitläufig und offen zum Ess- oder Wohnzimmer wäre sie schon ein Traum. Schließlich geht unser Badezimmer auch en suite vom Schlafzimmer ab. So fühlen wir uns in der eigenen Wohnung wie in einer riesigen Luxussuite, in der alle Räume direkt miteinander verbunden sind.

Kitchen Renovation for a Professional Chocolatier

2. Barista-Ausstattung
Siebträgermaschine, elektrische Mühle, Milchkanne und Barista-Zubehör wie in einem italienischen Kaffeeladen gibt es mittlerweile in vielen Küche. In manch einem Schlafzimmer steht gar die Kaffeepad-Maschine für den Espresso am Morgen, und im Kühlschrank warten diverse Milch- und Sojavarianten auf ihren Einsatz.

Für Gäste gibt es Amarettini und Zuckertütchen wie im echten Café, und nach jedem Dinner wird zelebriert, was man im letzten Barista-Workshop gelernt hat. Filterkaffee und Kaffeesahne für den Besuch, wie damals? Undenkbar!

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3. Besondere Seifen und Spülmittel
In der Küche steht kein normales Spülmittel mehr herum, es muss schon ein stilvolles, selbst abgefülltes in einer Art Apothekerflasche sein. Wo früher Marken und Produktnamen zählten, wird heute auf schöne Flaschen, besondere Mischungen und Dezenz gesetzt. Lebensmittel wie Müsli, Brot und Säfte werden in schicke Boxen und Flaschen umgefüllt; Geschirr, Gläser und Besteck sind zurückhaltend, aber hochwertig.

Frische Blumen, Gemüse vom Markt, Obstschalen – das alles wirkt wie zufällig und ist doch genau durchdacht.

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4. Hotelbad-Charme
Alte Holzleitern oder Handtuchheizkörper haben längst Einzug in deutsche Badezimmer gehalten. Man hängt seine Handtücher einfach lieber auf Stangen, statt wie früher an den Haken (wo sie ewig zum Trocknen brauchen).

Vorgewärmte Handtücher sind ein fast alltäglicher Luxus geworden, sind sie einheitlich bringen sie dazu Stil und Eleganz ins Badezimmer. Hier und da eine Pflanze, schlichte Teppiche, Aromaöle, Duftkerzen und die Festlegung auf nur wenige Farbtöne tun ihr übriges, damit die Nasszelle jener in einem Fünf-Sterne-Hotel ähnelt. Ach so, und die obligatorische gläserne Duschkabine nicht vergessen!

white open bathroom

5. Amenities im Bad
Früher war es gang und gäbe, verschiedene Markenprodukte im Bad zu versammeln. Heute legt man sich auf ein Label fest, vorzugsweie schlicht edles. Ansprechend und schlicht gestaltete Pflegeserien, die möglichst nur vegane und ökologisch kontrollierte Inhaltsstoffe enthalten, sind besonders beliebt.

Die Fläschchen, Spender und Seifen wirken wie selbstgemacht und von Hand abgefüllt. So passen sie sich ideal an das zurückhaltende Einrichtungskonzept des Bades an, das mit schlichten, weißen Handtüchern und unaufgeregten Details besticht.

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6. Korrespondenz
Jedes gute Hotelzimmer verfügt über einen kleinen Schreibtisch, an dem der Gast auf dem Hotelbriefpapier Nachrichten schreiben oder seine Reiseunterlagen sortieren kann. Neben Notizblöcken und Stiften liegt hier meist nichts Ablenkendes herum, und so sollte es auf dem heimischen Schreibtisch auch aussehen.

Auf dem schmalen Tisch gibt es nur Schreibutensilien, den Computer und eine Tischleuchte. Das Arrangement suggeriert, dass man sich nur kurz setzt, um wichtige Korrespondenzen zu erledigen (auf schönem Briefpapier), ehe man sich wieder anderen Tätigkeiten widmen kann.

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7. Nachttisch
Statt der Hotelbibel gibt es auf unserem Nachttisch im Schlafzimmer Wasser und einen Wecker. Goodies wie Pantoffeln und eine Wärmflasche liegen in den Schubladen bereit. Dazu Magazine und Zeitungen und vielleicht noch eine Handcreme. Wie in einem Sterne-Hotel eben.

Die Bedienung für den Fernseher gehört da nicht unbedingt dazu, denn auch in Hotelzimmern ist das Pay-TV-Programm schon lange nicht mehr der Hauptgrund zur Freude, sondern vielmehr das weiche, gesunde Bett. Vielleicht ein modernes Boxspringbett mit breitem Bettgestell und Ablagefläche, dicken, weichen Kissen und einer schönen Aussicht aus dem Fenster. Davor natürlich dezente cremefarbene Vorhänge, die den Straßenlärm der Großstadt schlucken.

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8. Schick aufdecken
Auf einem Hotelbett gibt es Kopfkissen, Dekokissen, Bettdecken, eine Tagesdecke und in französischen Hotelzimmern verschiedene Lakenvarianten. Zuhause entscheiden wir uns meistens für Kopfkissen, Bettdecke und eine Überdecke, die wir nur tagsüber auf das Bett legen, damit es schicker aussieht.

Wer sein Bett wirklich täglich macht und allabendlich wieder die Dekokissen beiseite räumen will, der freut sich über den Hotelcharakter. Der Wille zur Ordnung lohnt sich, denn wenn wir Besuch bekommen, wird garantiert über die gebügelte und gestärkte Bettwäsche und die akkurat gefalteten Kissenknicks in der Mitte gestaunt.

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9. Sofa am Fußende
Sei es nun eine Bank, eine alte Truhe oder ein kleines Sofa, das am Bettende steht: In jedem schicken Hotelzimmer ist dort jedenfalls eine Ablage für Kleidung und Koffer vorgesehen. Diesen Luxus kann man sich auch im eigenen Schlafzimmer zugestehen.

Während in Hotels der Kleiderschrank oft kaum genutzt wird, weil man für die paar Tage aus dem Koffer leben kann, haben wir ihn zuhause natürlich in Benutzung. Man könnte abends die Kleidung auf ein Sofa oder die Bettbank werfen. Noch stilvoller nutzt man diese Ablagefläche indem man sich zum Beispiel die frische Kleidung darauf zurechtlegt. Das hat tatsächlich etwas Nobles und lässt einen am Morgen leichter aus den Federn springen.

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10. Kleiderstange
Eine offen im Raum hängende Kleiderstange hat immer etwas Temporäres, Flüchtiges. Sie ist das Symbol für im Nu gepackte Koffer und den spontanen Aufbruch in die Fremde.

Nicht nur im Hotel packen wir den Koffer selten komplett aus, auch zuhause leben wir gern auf dem Sprung. Vielleicht ist das ja unser eigentlicher Antrieb, um moderne Hotels wie Wohnzimmer und moderne Wohnzimmer wie Hotels einzurichten?

Finden Sie weitere inspirierende Einrichtungsideen für Ihr Zuhause!

Dieser Artikel wurde zuerst veröffentlicht auf Houzz.

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2 Kommentare

  1. Ein Hotel, dass Interesse auf eine Buchung weckt. Besonders der Stil und das individuelle Ambiente begeistern

Christina
Christina ist die HRS Expertin für berufliches Reisen. Sie kennt stets die neusten Businesshotels und Restaurants, hat immer die besten Travel Hacks parat und weiß, wie man auf dem Businesstrip am effektivsten seine knappe Freizeit nutzt. Christinas Lieblingshotels sind das Hotel Zoo Berlin, das QVEST in Köln, das Boutique-Hotel Constanza in Barcelona und das Design-Hotel Ekies all senses in der griechischen Region Chalkidiki. Was ihrer Meinung nach bei keiner Reise fehlen darf? Am Abend ein schönes Steak im Hotelrestaurant und ein Moscow Mule an der Hotelbar.