Was darf ich im Hotel und was nicht? Mit unserem Knigge-Guide glänzen Sie mit perfekten Manieren und Stil in jeder Situation. Karin Schleines, renommierte Etikette-Beraterin für Unternehmen und CEOs und HRS Gastautorin, beantwortet die häufigsten Kundenfragen zum Thema Hotel-Knigge im Interview.

#1: Frau Schleines, Was darf man aus dem Hotelzimmer mitnehmen?

Karin Schleines: Hätten Sie vielleicht nicht gedacht, aber aus Hotelzimmern darf man generell gar nichts mitnehmen. Viele Hoteliers möchten ihren Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten, indem sie ihnen Duschgels, kleine Shampoofläschchen oder auch Nähkits, wie auch Kugelschreiber oder Notizblock bereitstellen. Diese Dinge dürfen im Zimmer genutzt werden, das heißt aber nicht, dass man sie mitnehmen darf. Die Einmalschuhe sind für die Nutzung im möglich vorhandenen SPA gedacht und verbleiben nach Nutzung im Hotel. Deshalb hier meine Tipps:

  • Nachfragen ist besser als mitnehmen: Fragen Sie doch am besten an der Rezeption nach, ob Sie die kleine Seife oder das angebrochene Shampoofläschchen mitnehmen dürfen, wenn Sie das Hotel verlassen. In den meisten Fällen wird es Ihnen gestattet. Fragen kostet nichts, es ist nur höflich, und Sie sind auf der sicheren juristischen Seite.
  • Kosmetik im Hotelshop nachkaufen: Große internationale Hotelketten bieten Shampoo und Duschgel in 100 Milliliter-Größe zum Kauf an, wenn Sie den schönen Duft auch zu Hause genießen möchten. Ich habe mir schon einmal einen Raumduft über den  Hotelshop bestellt. Es ist herrlich, weil ich immer mit dem Duft den schönen Hotelaufenthalt assoziiert habe.

[Nachtrag 22.03.2018: Aufgrund vieler Leserrückfragen zur detaillierten rechtlichen Einschätzung des Themas empfehlen wir Interessierten den Artikel der Deutschen Anwaltsauskunft „Recht oder falsch?! Darf man Shampoo-Fläschchen aus Hotels mitnehmen?„]

Recht oder falsch?!

Darf man Shampoo-Fläschchen aus Hotels mitnehmen?

]

#2: Darf man etwas vom Frühstücksbuffet mitnehmen und wenn ja, was, es ist doch bezahlt?

Karin Schleines: Sämtliche Lebensmittel verbleiben im Frühstücksraum oder im Restaurant, unabhängig davon, ob Sie „nur“ Müsli zum Frühstück zu sich nehmen, oder Ihr Frühstück ausgefallener ausfällt. Jedes Hotel kalkuliert die Preise für das Frühstücksbuffet, was heißt, dass ein Brötchen, dass Sie sich schmieren und mitnehmen möchten, nicht inkludiert ist.

Mein Tipp: Möchten Sie gerne ein Lunchpaket mitnehmen, weil Sie z. B. vor einer längeren Reise stehen, dann fragen Sie doch einfach am besten im Restaurant oder in der Hotelküche nach und klären das so ab. Ich habe es sogar schon erlebt, dass man mir für die Wegzehr einen kleinen Joghurtdrink angeboten hat, den ich mitnehmen durfte.  Das war aber dann ein Goodie vom Hotel.

#3: Wie spät darf man zum Frühstück kommen?

Karin Schleines: Beachten Sie die Frühstückszeiten. Beginnt das Frühstück um 7 Uhr, und Sie möchten aber schon früher frühstücken, weil Sie ziemlich früh aus dem Haus müssen, dann fragen Sie vorher nach, ob Sie eine Viertelstunde vorher schon in den Frühstücksraum dürfen. In den meisten Fällen geht das seitens der Küche okay. Kommen Sie bitte auch nicht 5 Minuten vor Ende der Frühstückszeit ins Restaurant, um ausgiebig Ihr Frühstück einzunehmen. Bedenken Sie immer, dass das Personal einen straffen Plan hat und für das Mittagessen eindecken möchte.

#4: Kann ich den Wellness- und Fitnessbereich auch nach dem Auschecken benutzen?

Karin Schleines: Erhebt das Hotel für die Nutzung des Wellness- und Fitnessbereichs eine Eintrittsgebühr, auch für Hotelgäste, so könnten Sie sich bis zur Abfahrt eine Eintrittsmarke kaufen und dann die Bereiche nutzen. Sind die entsprechenden Bereiche im Hotelaufenthalt inkludiert, so verhält es sich grundsätzlich so, dass man  nach einem Check-Out diese Bereiche nicht mehr nutzen kann. Allerdings gibt es viele Hotels, die Gästen, die z. B. einen späten Transfer haben, den Aufenthalt im SPA oder Fitnessbereich ermöglichen, insbesondere wenn diese Bereiche nicht so hoch ausgelastet sind. Zumeist wird dies proaktiv vom Hotelier angeboten.

Mein Tipp: Auch hier gilt „Fragen kostet nichts“. Klären Sie ab, ob es nach dem Auschecken möglich ist, noch das SPA zu nutzen. Viele Hotels sehen das als Goodie für ihre Gäste an und haben nichts dagegen.

#5: Kann ich mit dem Bademantel ins SPA gehen? Und wie pünktlich ist eigentlich pünktlich bei einem Massagetermin im hoteleigenen SPA?

Karin Schleines: Müssen Sie auf dem Weg zum SPA die große Lobby des Hotels durchqueren, dann sollten Sie sich erst in der Kabine im SPA-Bereich umziehen. Es gibt aber viele Hotels, die einen direkten Aufzug bzw. Zugang zum SPA anbieten (inklusive „Bademantelzugang“), ohne dass man die anderweitigen öffentlichen Bereiche des Hotels betritt. Hier könnten Sie dann auf direktem Wege in legerer Kleidung in den SPA-Bereich gelangen, auch im bequemen Bademantel. Und sollten Sie einen Massagetermin haben, dann ist es höflich, sich wenigstens eine Viertelstunde vor dem jeweiligen Termin an der SPA-Rezeption eingefunden zu haben. Viele SPAs bieten nach dem Einchecken noch einen Tee an, um Ihnen die restliche Wartezeit zu versüßen.

#6: Kann ich fremdes Essen mit aufs Zimmer nehmen?

Karin Schleines: Mitgebrachte Speisen verzehren Sie bitte nicht auf dem Zimmer. Bewahren Sie diese auch nicht in der Minibar auf.  Bietet Ihr Hotel einen Gastroservice an, dann nutzen Sie bitte diesen. Sollten Sie dennoch auf dem Zimmer speisen möchten, dann nehmen Sie den Roomservice in Anspruch, den viele Hotels anbieten.

#7: Wie nutze ich stilvoll die Minibar?

Karin Schleines: Wenn Sie sich ein Getränk oder einen Snack aus der Minibar gönnen, dann notieren Sie auf dem Notizblock, der zumeist auf der Minibar liegt, welches Getränk oder welchen Snack Sie entnommen haben. So erfolgt die Abrechnung der Minibar einfach und schnell. Wenn Sie auschecken, geben Sie an, dass Sie Getränk x herausgenommen haben und bezahlen Sie dieses.  Nichts ist peinlicher, als die Minibar zu vergessen.  Zumeist werden Sie beim Auschecken auch gefragt, ob Sie die Minibar genutzt haben.

#8: Zimmer gefällt nicht, wie oft darf ich umziehen?

Karin Schleines: Wenn Ihnen Ihr Zimmer aufgrund von Mängeln, wie z.B. Schimmel oder ähnliches nicht gefällt, dann informieren Sie das Hotel und bitten höflich um ein alternatives Zimmer. Wie oft Sie umziehen dürfen,  das hängt m. E. dann davon ab, ob es auch in den anderen Zimmern Mängel gibt oder nicht. Haben Sie über einen Reiseveranstalter gebucht, sollten Sie diesen auch informieren. In der Regel kommt die Reiseleitung ins Hotel und klärt Ihre Anliegen mit dem Hotelier.

#9: Wie viel Trinkgeld gibt man im hotel?

Karin Schleines: Ein Trinkgeld für die Zimmerreinigung sollte sich m. E. danach richten, wie viel Arbeit man mit der Säuberung des Zimmers hat. Einen konkreten Betrag möchte ich hier nicht ausmachen, allerdings kann für eine Woche Aufenthalt ein Betrag von 10 EUR Trinkgeld für das Zimmermädchen drin sein. Ich mache es dann so, dass ich das Geld in einen Umschlag stecke, und mich für den Service kurz schriftlich noch bedanke. Trinkgelder im Restaurant belaufen sich bei uns etwa auf 10 % der Rechnung. Auch hier kommt es natürlich darauf an, wie es Ihnen geschmeckt hat, und wie zufrieden Sie mit dem
Service gewesen sind. Jeder kann ein Trinkgeld erwarten, der für Sie persönlich Wege macht, also etwas trägt (2 Euro pro Gepäckstück) oder das Auto parkt und bringt (2 bis 3 Euro).

#10: Darf ich Freunde mit aufs Zimmer nehmen und, dürfen die auch übernachten? Muss ich da jemanden anmelden?

Karin Schleines: Ich sehe es so, dass dies allein das Hotel zu entscheiden hat. Melden Sie Ihren Besuch an der
Rezeption an und fragen Sie, ob es erlaubt ist, dass am Nachmittag zum Beispiel ein Freund oder eine Freundin mit auf Ihr Zimmer darf, etwa wenn jemand sich das Hotelzimmer einmal anschauen möchte. Kann tagsüber möglicherweise ein Kurzbesuch erlaubt sein, ist das Übernachten von Dritten nicht gestattet. Sie können aus einem Zweibettzimmer durch zwei weitere Gäste also kein Vierbettzimmer machen.  Es gibt auch eine juristische Seite.  Mitreisende Gäste müssen laut dem Bundesmeldegesetz angemeldet werden. Möchte also ein Freund oder eine Freundin oder ein befreundetes Ehepaar gerne in Ihrem Hotel übernachten, so sollten sie einfach nach einem weiteren Zimmer fragen.

#11: Darf ich in einem Nichtraucherhotel auf dem Balkon rauchen?

Karin Schleines: Ein Nichtraucherhotel ist eine komplett rauchfreie Zone, dazu gehört auch der Balkon. Aus diesem Grunde sollten Sie auch dort, wie auch in allen anderen Bereichen des Hotels, den Glimmstengel auslassen. Befinden Sie sich in einem Hotel, in dem im Zimmer Rauchverbot herrscht (Sie sehen das durch das Schild „Rauchen nicht gestattet“) so rate ich Ihnen, im Hotel nachzufragen, ob auf der Terrasse oder dem Balkon geraucht werden darf. Bedenken Sie, ein Zimmernachbar könnte sich durch den Rauch  auf dem Balkon gestört fühlen.

#12: Wann ist ein Rausschmiss gerechtfertigt? 

Karin Schleines: Ein Rausschmiss ist dann aus meiner Sicht gerechtfertigt, wenn sich der Gast nicht an die Hausordnung hält, andere Gäste beeinträchtigt und belästigt und sich nicht an Regeln und Gesetze hält. Ein Gast ist zwar Kunde, allerdings  kann er nicht schalten und walten wie er möchte. Das Personal in Hotels und Restaurants möchte dem Gast jeglichen Service bieten, allerdings hat sich der Gast auch zu benehmen. Sehen Sie als Kunde das Servicepersonal bitte nicht als Ihre „Dienerschaft“ an. Kommunizieren Sie auf Augenhöhe, und dann kommt auch  der folgende Ausspruch gut zur Wirkung: „Wie Du kommst gegangen, so wirst Du empfangen“.
Machen Sie es dem Hotelpersonal auch so einfach wie möglich. Sonderwünsche, wie Zimmerart, sollten Sie bereits bei der Buchung anfragen bzw. angeben. Geben Sie beim Check-In auch sämtliche Informationen preis, die für die Abrechnung und den Check-Out relevant sind. Beurteilen Sie auch fair. Sollten Sie Ihr (Business) Hotel im Internet beurteilen, dann denken Sie bitte daran, eine ehrliche und differenzierte Beurteilung abzugeben. Sollten Sie Beanstandungen haben, so klären Sie übrigens alles direkt vor Ort, denn nur so kann auch schnell Abhilfe geschaffen werden. Und denken Sie daran, es gibt auch positive Kritik!

Karin H. Schleines ist selbstständige Unternehmensberaterin und Dozentin. Ihr Spezialgebiet: aktuelle Umgangsformen. Da sie ständig unterwegs ist, widmet sie sich insbesondere Reiseknigge-Themen und weiß genau, wie man sich unterwegs im Hotel, im Flieger und Co. angemessen verhält. Zu ihren Kunden gehören CEOs, Führungskräfte und deren Assistenten vor allem aus dem Mittelstand, von Ministerien und Verbänden.

was fehlt ihnen noch im hotel-knigge? welche Frage haben Sie und möchten sie unbedingt beantwortet wissen? Wir freuen uns auf ihre Kommentare. Unter allen verlosen wir eine kostenlose telefonische Knigge-Beratung von Frau Schleines.

Es gibt 95 Kommentare zu diesem Artikel

  1. (Zu 1.) Ich würde niemals etwas aus einem Hotel mitnehmen außer dem „Leckerli“, das auf dem Bett liegt (Gummibärchen, etc.) und den Fläschchen, sofern es sich wirklich um „Pröbchen“ handelt. Da fehlt mir ein Unrechtsbewusstsein, weil ich es nicht als Diebstahl empfinde (im Gegensatz zum Nähzeug oder anderen Dingen). Wenn der Hotelier das vermeiden möchte,kann er in den Zimmern Shampoo-/Gel-Spender installieren.
    Alles andere ist für mich Diebstahl und völlig inakzeptabel.

  2. „Machen Sie es dem Hotelpersonal so einfach wie möglich“ ist der passende Grundtenor für diese Knigge. Wer ist hier bitte Kunde und wer Dienstleister?

  3. Alles was ich hier gelesen habe sollte eigentlich selbstverständlich sein. Aber dennoch ist es sicher hilfreich es allen Reisenden noch einmal nahe zu bringen.
    Schade, dass diesen Artikel jedoch nicht alle lesen können. Ich denke gerade für ausländische Gäste z.B. aus dem asiatischen, indischen oder arabischen Raum wäre eine Übersetzung sehr hilfreich. Dort geht man mit Bediensteten offensichtlich anders um und bringt diese Haltung dann auch entsprechend mit in die Hotels.
    Ich habe mich schon häufig für das Benehmen dieser Gäste geschämt.

  4. Man merkt es wurde von jemand geschrieben der zu viel Geld hat, ob ich mir ein Brötchen dort mitnehme oder sie es in einer Lunchbox packen bleibt das selbe, meist wird eh genug weggeschmissen!

  5. Als Flugbegleiterin bei Lufthansa bin ich bis vor einigen Jahren viel gereist und habe in zahlreichen Hotel übernachtet. Viele Gäste verhalten sich leider so, als hätten sie zuhause keine Handtücher, Duchgels, Shampoos etc. und müssten auch ziemlich sicher verhungern, wenn Sie nicht vom Frühstücksbuffet den transportablen Tagesbedarf an Nahrungsmitteln mitnehmen. Diese Unart(en) haben sich teilweise zum Volkssport entwickelt mit den o. g. „Trophäen“ in Form von Miniatur-Seifen, Bademänteln etc.
    Es ist sehr schön, dass mit dieser kleinen Hotel-Knigge daran erinnert wird, dass man auch als Gast darauf achten sollte, sich so zu verhalten, wie man es sich von seinen eigenen Gästen zuhause auch wünscht und nicht zum Betrüger und Dieb mutiert. Auch im Sinne der Nachhaltigkeit und dem sinnvollen Umgang mit Ressourcen sollte man sich bei jedem Hotelaufenthalt darauf besinnen, dass auch ein Hotel seine Preise kalkulieren muss und durch die Vielzahl von Diebstählen (etwas anderes ist ja die Mitnahme von hoteleigenen Utensilien nicht) durch die eigenen Gäste sehr wahrscheinlich zukünftig höhere Zimmerpreise berechnet werden müssen, um diese Verluste zu kompensieren.

  6. Darf man, wenn man Allergiker ist, und das Hotel in Bar,Restaurant oder Mini-Bar die passenden Lebensmittel bereithält, das selber mitgebrachte verzehren?

  7. Liest sich gut; vielen Dank. Auch Selbstverständliches darf ja wiederholt werden.
    Vlt. noch etwas zur Kleiderordnung in den Hotelrestaurants ergänzen (Frühstück im Bademantel oder gar Badeshorts), Verhalten bei selbst organisierten Gruppenreisen (Kegel- und sonstige Clubs) oder Hinterlassenschaften/Chaos auf dem Frühstückstisch. Und auch umgekehrt: ich bin manchmal erstaunt über die Unkenntnis und auch Hilflosigkeit mancher Rezeption bei so banalen Fragen wie Entfernungen zu fußläufig erreichbaren Punkten (nächster Geldautomat, Fahrplänen der öffentlichen Verkehrsmittel – ja klar, steht alles in den absolut barrierefreien Webseiten …

  8. Einen wunderschönen guten Tag. Es tut mir sehr leid Ihnen mitteilen zu müssen, dass der hier verfasste Artikel nur eine Sache fördert; -die Unlust auf ein Hotelauhenthalt mit diesen tollen Regeln. Es gibt nicht nur Gäste sondern auch Gastgeber, die einen Aufenthalt sehr angenehm gestalten können. Mein abschließender Kommentar: 17 vergeudete Minuten und viele Fragezeichen ?????????!
    Gruß ok

  9. Ein Artikel wie ich ihn im Sommerlich erwartet hätte. Nichts neues, alles in allem wird über einen Sack Reis beriechet der irgendwo umgefallen ist.
    Trinkgelder gebe ich nie nach Pauschalsätzen, sondern nach erbrachter Leistung. Ich klatsche nicht im Flugzeug nach der Landung, da ich auch im Taxi nicht klatsche wenn ich mein Fahrziel erreicht habe.

    Sollte (!) die Zimmerreinigung spektakulärer ausfallen als erwartet, das Essen oder der Service außergewöhnlich sein dann honoriere ich dies.
    Ansonsten denke ich sind die Leitungen im Preis inkludiert – kein Grund mehr zu bezahlen. Nachgekartet wird nicht 😉

  10. Was Zimmertrinkeld betrifft, da muss ich was dazu sagen: ein Zimmer wird oft von wechselnden Zimmermädchen gereinigt. Bekommt die letzte 10 Euro, ist das den anderen ungerecht. Seit Jahren praktiziere ich das so, dass ich nach jede Nacht 1 Euro auf mein Bett lege. Dann wird das Geld auch gerecht verteilt.

  11. Ich denke, dass es sich bei diesen Regeln doch eher um Selbstverständlichkeiten als um eine Knigge handelt..
    Verwunderlich, dass so etwas zum Thema gemacht werden muss.. aber wahrscheinlich doch notwendig..

    also keine Kritik gegen HRS, sondern über Reisende, die sich nicht zu benehmen wissen.. leider immer wieder
    Alltag bei Hotelbesuchen..

  12. Was passiert denn mit den angebrochenen Duschgel-oder Shampoofläschen, wenn ich sie nicht mitnehme? Werden diese dann fortgeworfen?

  13. Ich schlafe gern länger aus. Oft klopft dann der Zimmerservice an wegen der Zimmerreinigung. Muss ich dann das Zimmer verlassen?

  14. Sehr interessanter Kommentar ( Knigge ). Vieles ist zwar bekannt was man darf bzw. nicht aber es gab doch auch interesantes zu erfahren. So zum Beispeil wenn man im Hotel Besuch erwartet, dies war mir neu.

    Weiter so…

    Freue mich schon auf die nächste Hotelknigge.

  15. Leider kennen nicht alle Hotel-Gäste diese Regeln. Wenn ich mir überlege was ich so alles sehe – vom Bademantel an der Rezeption noch ganz zu schweigen bis hin zum „mit den ungewaschenen Händen das schönste Frühstücks-Brötchen aus dem Korb suchen“ – da bleibt mir oft die Spucke weg.
    Oder sich den Teller beim Frühstück mit allem voll laden und dann am tisch entscheiden was gegessen wird und was nicht.

    Die kleinen, dann angebrochenen Probe-Dusch-Behälter nehm ich oft mit. wird doch eh weg geschmissen, hätte ich sonst immer nur volle im Bad stehen? Hab noch nie ein angebrochenes Duschgel usw. gefunden.

  16. Ich finde den Artikel sehr gut, leider gibt es noch immer Menschen die sich nicht an die Regeln der Gesellschaft halten, was ich persönlich sehr schade finde. Eigentlich sollte dieser Artikel an alle Kunden von HRS gesendet werden, so das ein größeres Verständnis für das gemeinsame verbringen unserer Zeit in Hotels geweckt wird.

    Weiter so

  17. Das eine oder andere geht über das Ziel hinaus. Es wäre wünschenswert, wenn der Gast die angefangenen Pröbchen mitnimmt – allein schon, weil sie sonst vernichtet würden. Und natürlich in eingeschränktem Masse ist ein Gast (natürlich nicht zur Übernachtung) im Zimmer selbstverständlich. Auch mitgebrachte Speisen und Getränke können natürlich im Zimmer konsumiert werden …

  18. Meistens bin ich viel zu schüchtern um nach einem alternativen Zimmer zu fragen wenn ich z.B. nur eine Nacht bleibe. Dann halte ich es meistens für übertrieben. Vielleicht sollte ich das ändern?

  19. Meine erste Ausbildung habe ich in einem 5* Hotel absolviert. In meiner Zeit als Zimmermädchen habe ich oft feststellen müssen, das die Hausdame als erstes durch die Zimmer gelaufen ist und das Trinkgeld eingesammelt hat. Wir haben davon nichts gesehen. Diese Ungerechtigkeit hat mich so geprägt, das ich dem Zimmermädchen immer persönlich das Trinkgeld gebe. Ich empfehle das auch grundsätzlich auch in den anderen Bereichen des Hotels. Geben Sie ihr Trinkgeld immer direkt der Person, die Ihnen gutes getan hat. Der sogenannte Trinkgeld-Topf landet leider allzu oft bei den Abteilungsleitern.

  20. Ich sehe in der Mitnahme von Duschgels, Shampoo-Fläschchen oder auch Nähzeug absolut kein Problem. Angebrochene „Goodies“ im Badezimmer werden ja mit 200 prozentiger Sicherheit weggeworfen und wir sollten diesen Verschleiss an Resourcen ja nicht noch unnötig fördern, ausserdem bezahlt man in den meisten Hotels ja eh einen stolzen Preis für die Unterbringung!
    Da hab ich auch kein schlechtes Gewissen und kann das so für mich absolut voll verantworten!

  21. Als zahlender Gast, werde ich wann ich will w a s ich will auf meinem bezahlten Zimmer essen!
    Da kann auch diese Knigge Dane nichts daran ändern, im Restaurant ist es selbstverständlich, dass man nur dort bestelltes isst…

  22. Frau Schleines betet die Hausordnung vieler Hotels herunter. Klar, so hätten das viele Hoteliers gerne. Wie gut, dass das wahre Leben anders läuft – und die Hoteliers das alles längst eingepreist haben.

  23. Ein sehr hilfreicher und informativer Hotelknigge für Gäste.
    Die Vorgabe angebrochene Kosmetikfläschchen und Einmalschlappen nicht mitzunehmen, kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Diese werden von den Zimmermädchen definitiv entsorgt. Da ist es doch wesentlich sinnvoller diese zu benutzen. Nicht nur im Umweltsinne durch Nutzen der Ressourcen, sondern auch im Sinne von Marketing als Werbeträger.
    Hilfreich und manchmal leider nötig wäre sicherlich auch ein „Hotelknigge“ für Hoteliers und Hotelmitarbeiter, nicht nur Gäste benehmen sich manchmal daneben. Dies erlebt man leider immer mehr in allen Hotelkategorien.

  24. Meines Erachtens ist es kein Diebstahl, wenn ich Shampoo- und/oder Duschgelfläschchen mitnehme. Die werden dem Gast zur Verfügung gestellt und sind somit im Preis inkludiert, will heißen, die habe ich im Zimmerpreis mitbezahlt. Wenn der gesamte Inhalt aufgebraucht wäre, wäre das Fläschchen doch auch nicht mehr da. Also, wo ist der Unterschied zwischen Aufbrauchen und Mitnahme in diesem Fall? Was ich immer schrecklich finde, ist, dass es Gäste gibt, die sich im Speisesaal den Teller bis zur Erschöpfung voll beladen und dann die Hälfte stehen lassen. Anstatt sich eine kleinere Portion zu nehmen und dann nochmal los zu gehen. Das ärgert mich immer gewaltig, wie so mit Lebensmitteln umgegangen wird.

  25. Eigentlich alles Selbstverständlichkeiten… Aber, dass die Mitnahme der Mini-Zahnpasta-Tuben oder Mini-Duschgel-Fläschchen nicht gestattet ist, ist mir – ehrlich gesagt – neu. Ich frage mich nur, was das Hotel mit den angebrochenen, kleinen Behältnissen nach dem Auszug der Gäste anstellt. Eine Verteilung an das Personal kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Vermutlich landet das Zeug im Müll. Hier tut Aufklärung not.

  26. Beim Thema Trinkgeld muss man m.E. ein wenig differenzieren. In Japan, wo ich häufiger bin, wird Trinkgeld eher als Affront gesehen. Nach dem Motto: Übe nochmal Deinen Service, hier haste mal nen Yen für die Kosten Deiner Ausbildung. In den Vereinigten Staaten hingegen leben die Servicekräfte mehr oder weniger davon. Also, differenzieren und den örtlichen Gegebenheiten anpassen. Notfalls einfach fragen oder sonst wie schlau machen.

  27. Wie angebracht ist es, in einem Hotel, das ich bereits häufiger besucht habe zu bitten, meine persönlichen Daten auf dem Meldeblatt schon mal vorzumerken, um das immer wieder ärgerliche Eintragen zu vermeiden. Meistens hat man ja wegen der Koffer etc. die Brille nicht parat… Und so startet der Aufenthalt beschwerlich, obwohl man sich wegen der wiederholenden Aufenthalte vielleicht bereits zu Hause fühlt
    Die gleiche Frage auch bei Online-Buchungen, wo ich ja in der Regel bereits alle Daten geliefert hatte

  28. Zu Punkt 6: Nicht nur Diabetiker möchten / wollen auch außerhalb der Restaurantzeiten etwas essen. Daher halte ich (Restaurant-, Hotel- und Servicetester) es für legitim, kalte Speisen (z.B. Obst) im Zimmer zu verspeisen. Nach Absprache mit dem Hotel sollte es auch gestattet sein, einen Wasserkocher für heiße Getränke (falls nicht vom Hotel bereits gestellt) zu nutzen. Keinesfalls darf auf dem Zimmer gekocht werden, was ich bei einem amerikanischen Ehepaar im Hotel einer großen Kette in London beobachtet habe.
    Zu Punkte 9: Splitten Sie das Trinkgeld, z.B. 5 Euro am 2. oder 3. Tag und 5 Euro am letzten Tag. Einerseits wird der Service aufmerksamer, falls er es nicht schon ist. Andererseits wechseln in großen Hotels die Housekeeping-Teams häufig die Etagen oder haben freie Tage. So bekäme ihr Zimmermädchen evtl. die gesamten 10 Euro für 2 Tage Arbeit.

    Zu Mario: Zu kühlende Medikamente in Absprache mit dem Hotel durchaus in der Zimmerbar lagern. Evtl. einen Zettel mit Informationen für das Housekeeping hinlegen, damit nicht bei der Barkontrolle die Medikamente ausgelagert werden.

    Zu Katja: Hotels haben in der Regel Anhänger („Bitte nicht stören“, hängen innen am Türgriff oder an der Garderobe), die Sie außen an den Türgriff hängen.

    Zu Karin: Seien Sie ruhig selbstbewusst und fragen Sie freundlich, auch wenn Sie nur eine Nacht bleiben. Beispiel: Ich hatte gerade in Augsburg ein Zimmer, das mit der Wand an die Lüftung eines Schnellimbiss-Restaurants grenzte. Es dröhnte die gesamt Zeit. Das Hotel hatte zu den Badezimmer-Utensilien auch Ohrstöpsel gelegt (!). Auf meine Nachfrage erhielt ich ein ruhiges Zimmer. Auch Unsauberkeit sollten Sie bemängeln.
    In einem Hotel überraschte ich den Rezeptions-Chef mit meinem Spruch: „Unter meinem Bett liegt eine Leiche“. Den fassungslosen, erbleichten Mann beruhigte ich mit dem Hinweis: „Er ist bereits du dickem Staub zerfallen. Lassen Sie ihn doch bitte bei Gelegenheit wegsaugen und angemessen bestatten“. Es wirkte.

  29. Ich halte es seit Jahren so das ich immer gefragt habe und bin sehr gut damit gefahren.Wenn ich gefragt habe ob ich für die Enkelin ein Vesperbrot machen darf fragte man mich ob ich auch eine Tüte möchte .Da viel das Trinkgeld auch dementsprechend aus ,

  30. Ein besonderes, hier nicht erwähntes Ergärnis sind Hotelgäste, die nachts -häufig alkoholisiert- zurück ins Hotel kommen und sich auf den Fluren laut unterhalten und Zimmertür laut zufallen lassen.

  31. Die Empfehlung das man auf dem Hotelzimmer nicht essen soll empfinde ich als unpassend. Ich verbringe nahezu jede Woche meinen Abend von Montag bis Freitag in Hotelzimmern. Da kann und möchte ich nicht immer Essen gehen und schon gar nicht den, aus meiner Sicht, überteuerten „Room-Service“ in Anspruch nehmen.

    Auch, was ist dabei, wenn ich die Getränke, welche ich eh nicht trinke, aus der Minibar entferne und dafür meine persönlichen Getränke dort einlagere? Das 0,33er-Bier für 5 € geht schon nicht gleich kaputt wenn es mal vier Tage „draußen“ steht.

    Natürlich räume ich die Minibar, nach meinem Aufenthalt wieder ein und hinterlasse auch sonst keinen Abfall durch meine Mahlzeiten auf dem Zimmer. Außer dort wo er hingehört: in den Mülleimer. Bisher hat sich auch noch kein Hotel bei mir beschwert. Ganz im Gegenteil: Als ich mal mein Besteck zu Hause vergessen hatte wurde mir eins vom Hotel kostenfrei bereitgestellt.

    Mit den restlichen Empfehlungen allerdings kann ich mich voll und ganz identifizieren. Die Duschgels etc. fass ich meist nie an und nehme ich auch nicht mit, was meinen Sie wie es sonst zu Hause bei mir ausssehen würde?

  32. Trinkgeld sollte zwar eine gute Leistung honorieren. Die Zimmerreinigung bekommt – im eigenen Interesse – das Trinkgeld aber nicht erst am Ende des Aufenthalts. Wenn ich die Reinigungskraft, beispielsweise nach dem Frühstück, sehe, dann gerne auch persönlich mit einem Dank.

  33. … als Gast sollte Mann/Frau sich wie bei Bekannten oder Freunden zu Hause verhalten:
    auch dort stecke ich nicht den Hausstand, wie Seife, Gästehandtücher und Lebensmittel ein!

    Im Hotel stellt diese eine gewisse Bevorratung und Service dar.

    Letztendlich erhöht es für uns alle den Endpreis als Gäste/Hotelkunden und ist auch
    unverschämt gegenüber den Hotelbetreibern.

    Unbenommen ist natürlich jedem im Hotel um etwas zu bitten/nachzufragen.

    Viele Grüße aus Bremen und weiterhin ein angenehmes Reisen …!

  34. Dieser Knigge ist wirklich hilfreich sich selbst an die guten Sitten zu erinnern, dennoch möchte ich mich in meinem Hotelzimmer wohlfühlen können ohne als Dieb oder Betrüger beschuldigt zu werden. Die Hotelkosten werden inkl. dem Service, d.h. auch Gebrauchsgegenstände wie Shampofläschchen, Nagelfeile, Nähset etc. bezahlt. Angebrochene Produkte dürfen aus hygienischen Gründen nicht dem nächsten Gast untergejubelt werden. Manche Hotels erlauben Frühstücksprodukte bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit zum Tisch zu bringen. Ein angebissenes Croissant muss die Küche wegwerfen. Mit deutscher Sparsamkeit erzogen würde der Mundraub nicht strafbar sein. Vorher den Service oder an der Rezeption höflich um Erlaubnis bitten, zeigt Respekt zur Tätigkeit des Personals. Ein Kugelschreiber dient als ein Werbeprodukt und wird oftmals verschenkt. Eine persönliche Rücksprache ist sinnvoll, aber nicht zwingend. Diese Gegenstände bleiben oft liegen oder werden beim Einpacken versehentlich eingesteckt, so wie Socken in schmutzigen Handtüchern liegen bleiben, kann auch ein Handtuch in der eigenen Schmutzwäsche liegen und wird erst zuhause beim Wäscheauspacken gesehen. Die Hotels werfen Fundstücke weg und telefonieren den Gast nicht an, muss der Hotelgast nach der Abreise den Hotelier verständigen?

  35. Apropos Trinkgelder:
    In Deutschland werden die Angestellten versicherungspflichtig bezahlt und der Service ist in den Hotelkosten inkludiert, sodass ein Trinkgeld nicht zwingend erforderlich ist. Im Ausland sind die üblichen Gepflogenheiten des Landes zu beachten. Persönlich habe ich beobachtet wie ein Hotelgast mit dem Hotelbus von einer Angestellten zum Bahnhof gefahren wurde und beim Ausstieg die Hand aufhielt. Das Verhalten des Personals ist fordernd gierig und unprofessionell.

  36. Hallo Alfred, vielen Dank für Dein super Feedback. Shampoo- und Gel-Spender finden wir auch eine ideale Lösung, so kommt es gar nicht erst zu der Diskussion, ob man etwas mitnehmen darf oder nicht. Unser Guide zeigt an dieser Stelle auf, was gesetzlich erlaubt ist und was nicht. Am besten ist immer, einfach an der Rezeption nachzufragen… das ist am höflichsten. Der Hotelier hat ja immer die Möglichkeit, dir hier entgegen zukommen. Es sagt bestimmt niemand Nein, wenn du das angebrochene Fläschchen mitnehmen möchtest.

  37. Hallo Beate, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ziel des Guides ist das höfliche Miteinander von Gast und Hotelier zu unterstützen. Darunter verstehen wir ein gegenseitiges Geben und Nehmen aller Seiten. Herzliche Grüße, Christina

  38. Hallo Bernd, vielen Dank für Dein Feedback. Es freut uns, dass Dir der Artikel gefällt. Zu Deinem Kritikpunkt: Jedes Land ist anders und hat oft seine eigenen Verhaltensregeln, die einem manchmal vertraut, manchmal vielleicht auch fremd vorkommen mögen. Verständnis dafür ist sicher immer gut, schlecht benehmen möchte sich sicher niemand mit Absicht. Wir nehmen Deinen Vorschlag auf jeden Fall mit! Herzliche Grüße, Christina

  39. Ich halte viele dieser sogenannten Ratschläge für überflüssig – das sind doch keine brauchbaren Tipps für die HRS Klientel. Geradezu lächerlich ist es an der Hotelrezeption über ein angebrochenes Schampoofläschchen zu berichten – den Hotellier, der sagt „Mitnahme nicht erlaubt“ würde ich gerne mal kennenlernen……das Lesen dieses Artikel bezeichne ich als reine Zeitverschwendung.

  40. Hallo David, vielen Dank für Dein Feedback. Wir empfehlen, in dieser Situation dann einfach höflich zu fragen, ob man sich etwas mitnehmen kann. Viele Grüße,
    Christina

  41. Hallo Gabriele, vielen Dank für Deinen Kommentar. Wir freuen uns, dass Dir der Artikel gefällt! Viele Grüße, Christina

  42. Hallo Eberhard, vielen Dank für Dein Lob. Wir freuen uns! Danke auch für Deine Anregungen, dazu werden wir hier etwas ergänzen! Viele Grüße, Christina

  43. Ich finde diesen Hotelknigge sehr gut.Es gibt genügen Leute die sich im Hotel benehmen wie die Axt im Walde und damit nicht nur das Hotelpersonal stressen sondern die anderen Gäste belästigen.
    Natürlich sollte so ein Knigge auch für Hoteliers eingeführt werden. Es passiert so oft, dass die Unterkünfte in den höchsten Tönen beschrieben werden, man sich nicht zu schade ist die Hotels mittels Photoshop ins Grüne zu zaubern und wenn man dort eintrifft einfach nur eine böse Überraschung erlebt. An Stelle dem neuem und abgebildeten Zimmer man das alte Zimmer bekommt. Das Hotel nicht auf einer Wiese sondern im belebtem Gewerbegebiet steht und das reichhaltige Frühstück aus Brötchen und Marmelade besteht. Beim Thema Photoshop sind die Schweizer führend. Wenn man einmal hinters Licht geführt wurde fährt man dort nicht mehr hin. Dann lieber ehrlich sein, die Gäste wissen worauf sie sich einlassen und kommen bestimmt eher wieder, als wenn man mit falschen Erwartungen in ein Hotel gelockt wurde.

  44. Hallo Oli, vielen Dank für Deine Feedback. Es geht ja immer um das gegenseitige gute Miteinander. Wo sind denn Deine Fragezeichen, was möchtest Du denn wissen, worauf hättest Du gerne Antworten? Viele Grüße, Christina

  45. Hallo Eva, vielen Dank für Deinen Kommentar. Das ist sicher eine sehr faire Lösung für die Vergabe von Trinkgeld und Du hast da einen guten Weg gefunden! Viele Grüße, Christina

  46. Ich übernachte sehr oft im Businesshotel und muß feststelen der Service ist sehr differenziert zu betrachten. Als Aussendienstmitarbeiter ist es mir nicht möglich 10% Trinkgeld zu geben wenn ich Kunden im Hotel einlade, so eine Position in der Höhe wird bei der Spesenabrechnung einfach gestrichen.

  47. Hallo „Kauch“, vielen Dank für Dein Feedback. Wir empfehlen einfach vorher an der Rezeption zu fragen, das ist am höflichsten. 🙂 Viele Grüße, Christina

  48. Ich stimme größtenteils zu. Allerdings habe ich von vielen Hotels gehört, dass sie froh sind, wenn die Gäste, die günstigen „Einmal“- SPA- Schlappen mitnehmen. So vermeiden sie tonnenweise Müll. Diese werden nicht wiederverwendet, sondern dann weggeworfen.

  49. Warum darf man keine angebrochenen Shampoofläschchen mitnehmen oder das kleine verwendete Seifenstückchen? Das wird doch sowieso weggeworfen oder hat schon jemand ein Stück gebrauchte Seife im Bad gefunden?
    Zum Service im Frühstücksraum eines Hamburger 4* Hotels hatten wir auch ein neues Erlebnis. Wenige Tische waren besetzt. Als wir uns an einen vermeintlich leeren Tisch für 4Personen setzten ,bemerkten wir eine Teekanne und ein leeres Marmeladeschälchen. Der Kellner schwebte vorbei, ich fragte ob schon jemand an dem Tisch sitzt weil noch das Kännchen dort steht ,wenn ja ,hätten wir uns an einen anderen freien Tisch gesetzt. Da meinte er ,er hat soooo viel zu tun, er hatte noch keine Zeit die zwei Teile abzuräumen. Wir stellten Fest, der hat auf einem Kreuzfahrtschiff keine Chance zu arbeiten bei der Geschwindigkeit die er an den Tag legte.
    Was wir auch gerne hätten ,wenn neben dem Buffet ein Behälter für neues Besteck zur Entnahme wäre. Es ist nicht einzusehen wenn man zum Beispiel Spiegel oder Rührei mit Speck isst mit diesem Besteck(meistens dem Messer) dann ein Gebäck mit Butter oder Marmelade streichen muss.

  50. Hallo Sonja, vielen Dank für Dein Feedback. Oft werden bei hochwertigeren Kosmetika die kleinen Fläschchen einfach wieder aufgefüllt. Vor der Mitnahme einfach kurz fragen ist am höflichsten. 🙂 Liebe grüße, Christina

  51. sicherlich ist die Autorin keine Rechtsanwältin, denke eher sie betreibt ein Hotel oder ist wirtschaftlich mit der Branche verbunden.

  52. Hallo Joachim, der Guide soll helfen, gegenseitig gut und höflich miteinander umzugehen. Bevor man etwas mitnimmt, lieber fragen. Das kostet nichts. Herzliche Grüße,
    Christina

  53. Ich denke, bei besseren Hotels, allemal bei all-inclusive-Arrangements, ist wirklich alles drin. Das schlägt sich ja dann auch im Preis nieder. Und was passiert denn mit den angebrochenen Shampoo- und Duschgelfläschchen und den Einmalschlappen für die Sauna, wenn ich weg bin? Die werden doch sowieso entsorgt. Und wenn ich Vollpension gebucht habe und auf eine Wanderung gehe, kann ich mir doch meine Lunchbox selbst füllen mit dem, was ich auch esse. Klar sollte man signalisieren, daß man das auch macht, aber darum betteln? Außerdem wird eh so viel weggeschmissen. Und klar ist auch, daß man sich gesittet benimmt, wenn man mit anderen vorübergehend in einer Zwangsgemeinschaft lebt, ein Hotel ist ja schließlich kein Knast. Daß man für Selbstverständliches eine Kniggeberaterin braucht, das ist das Traurige!

  54. Wenn man Kinder dabei hat, die einfach nicht Frühstücken wollen, wird sicher jedes Hotel Verständnis haben, wenn man eine Kleinigkeit mitnimmt, denn wie oft kommt es vor, dass gefühlte 5 Min. nach dem Frühstück das Kind was essen will. Aber wir haben es schon öfters erlebt, dass die Leute sich Brote schmieren und das halbe Büffet räumen. Das geht einfach nicht. Das Hotel muss auch planen können. Und die anderen Gäste stehen vor dem leeren Büffet. Wenn das dann auf die Hotelpreise niedergeschlagen wird ist der Aufruhr auch wieder groß. Ich nehme auch mal ein Shampoo oder Duschgel im Pröbchengröße mit, weil es einfach schade ist, den Rest weg zu leeren. Ein Handtuch hat allerdings nichts im Koffer zu suchen! Das ist definitiv Diebstahl!
    Beim Essen auf dem Zimmer bin ich zwiespältig eingestellt. In Amerika war es üblich, sich sogar das Essen aufs Zimmer liefern zu lassen. Das kannte ich so nicht. Fand ich aber auch mal klasse, weil ich bei einem 3 Wochen Trip nicht wirklich Lust hatte, jeden Tag im Restaurant zu essen. Vielleicht sollte man da etwas großzügiger sein. Es gibt viele Geschäftsreisende die die ganze Woche unterwegs sind und einfach auch mal nur ihre Ruhe im Zimmer genießen wollen. Vielleicht sollte der Knigge da etwas angepasst werden.

  55. Kommunikation auf Augenhöhe ist Wertschätzung pur.

    Ich nehme auch nie etwas „einfach so“ mit.

    Das ist nicht nur unhöflich, sondern u. U. strafbar.

    Einfach getreu dem Kantschen Imperativ handeln, und alles ist gut.

  56. Alles eigentlich klar, aber was macht der Kunde (Gast) bei muffigem, unfreundlichem und inkompetentem Personal, vor allen beim Empfang. Ich könnte Seiten damit füllen, was ich da schon alles erlebt habe.

  57. Nun, die guten Ratschläge sollten doch wirklich für Hotelgäste, welche sich wie Gäste benehmen, nicht notwendig sein.
    Das Mitnehmen von angebrochenen Shampoos etc. finde ich nicht sonderlich tragisch, das von Handtüchern, Badetüchern etc. schon!
    Gegenstände, welche im Hotel vergessen wurden, werden normalerweise in ein Fundbuch eingetragen und aufbewahrt.Nachsenden ist oft problematisch,wenn zum Beispiel das Nachthemd nicht der Gattin gehört!
    Und ganze Lunchpakete vom Frühstücksbuffet mitnehmen ist sicher ein „no go“!
    Danke für die guten Tips, die hoffentlich berücksichtigt werde!

    Peter
    (habe 40 Jahre in der Hotellerie gearbeitet, und da erlebt man viel mehr, als Sie aufgezeigt haben!)

  58. Wegen der Fläschchen muss ich Herrn Geipel recht geben. Es wäre lächerlich, an der Rezeption zu fragen, ob man das angebrochene Fläschchen Duschgel/Shampoo oder das Minipäckchen Gummibärchen mitnehmen darf, weil ich es nicht gleich esse. Da haben die Mitarbeiter an der Rezeption sicher Wichtigeres zu tun. In einem Café nehme ich auch mal ohne schlechtes Gewissen den Zuckerwürfel oder den Keks mit. Dafür bezahle ich schließlich.
    Auch Höflichkeit hat ihre Grenzen, und wir wissen, wie dünn die Grenze vom Erhabenen zum Lächerlichen ist. Im privaten Bereich macht man ja bei Kleinigkeiten auch gewisse Konzessionen.
    Wie gesagt: Alles andere ist für mich Diebstahl. Das nicht.

  59. Alles schön und gut, allerdings bin ich überhaupt nicht einverstanden mit dem Punkt bezüglich des Essens auf dem Zimmer.
    Ich möchte mich in meinem Zimmer so wohl wie möglich fühlen, ersetzt es mir immerhin für eine Weile mein zuhause. Dazu gehört, dass ich mir jederzeit einen Tee machen kann oder dass ich eben auch eine Kleinigkeit esse. Das bedeutet nicht, dass ich auf dem zimmer einen Campingkocher installiere, wohl aber meine mitgeführte Tasse und den Reisewasserkocher benutze. Desweiteren gibt es diverse Unverträglichkeiten oder einfach auch nur Gewohnheiten, die nicht jedes Hotelrestaurant bedienen kann oder möchte. Allein ein laktosefreies Frühstück zu bekommen ist mitunter schon ein anstrengender Akt und ehrlich, das möchte ich mir nicht jeden Tag 3x zumuten müssen.
    Ich werde also auch in Zukunft auf meinen Zimmern essen. Wenn ich damit schon ein unhöflicher Gast bin, dann ist es halt so.

  60. Das ist nicht Ihr Ernst, oder? Sorry – nach meiner Erfahrung geht Ihre Beschreibung der „Regeln“ doch ein wenig an der Praxis vorbei. Denn benutzt Einmalschläppchen dem Hotel zur Entsorgung zu hinterlassen, sorgt nur für unnötigen Müll, statt langfristigerer Nutzung. Ich werfe sie – je nach Qualität – bis zu viermal in die Waschmaschine und nutze sie statt der „neuen“, die im Hotel auf mich warten. Ich halte das für eine Ressourcen schonendere Lösung. Ein Nämliches gilt für die angebrochenen Fläschchen an Shampoo oder Duschgel – hier wäre eine Leerung des noch vorhandenen Inhalts samt hygienischer Reinigung und Neubefüllung sicher deutlich zu teuer – es wird einfach ein neues Fläschchen hingestellt. Und wenn der Gast das angebrochene mitnimmt und aufbraucht ist das definitiv sinnvoller. Zudem ist es Werbung für das Hotel, wenn das heimische Bad eine „Aufwertung“ durch schöne Probenfläschchen erhält und der ehemalige Gast die schönen Flaschen lange stehen lässt und mit anderen Produkten sogar nachfüllt.

    Sich am Frühstücksbuffett zu üppig – und zum Mitnehmen – zu bedienen, halte ich hingegen oft für unangemessen. Wenn ich mir ein (!!!) Brötchen für eine längere Bahnreise schmiere und es dezent in eine Serviette packe, sollte das der Gastgeber verschmerzen können. Wer aber gleich fünf der leckeren Brötchen einsammelt und offen rausträgt, der sollte auch angehalten werden. Denn DAS preist kein Hotelier mit ein.

    Wenn ich das Nähzeug benutze, wird es ebenfalls nicht nachgefüllt, sondern erneuert. Also darf ich die angefangene Packung sicher auch mitnehmen – das würde wohl kein Hotel zur Anzeige bringen. Und wenn ich oben in den Kommentaren lese, dass ich „auf meinem bezahlten Hotelzimmer alles und immer das esse, was ich mag – auch Mitgebrachtes, dann ist das mehr als diskutabel. Denn wenn ich im Hotel für ein Mikrotütchen Chips 3 € zahlen soll, dann ist das einfach Eigenverschulden des Hotels, welches sich die Bevorratung bezahlen lässt (und daran gut verdient!). Wenn Menschen sich einen Hammel mitbringen und im Hotelzimmer grillen (kein Witz, in Zell am See/ Österreich) ist das in den Sommermonaten öfter der Fall….), dann ist das eine Nutzung des Raumes, die den Beherrbergungsvertrag bei Weitem überschreitet. Wie immer ist das alles eine Frage der #Angemessenheit.

    Ja, vieles lässt sich mit einer netten Frage an der Rezeption „auf kleinem Dienstweg“regeln. Doch in letzter Zeit erlebe ich es zunehmend häufig, dass Hotels wirklich für ALLES eine Extragebühr kassieren wollen. Beispielsweise Spätabreise (also 17 statt 12 Uhr!) = 20 € – pro Person. Es ist und bleibt der gleiche Job, das Zimmer nach der Abreise zu reinigen – nur eben später. Warum wird da jede Person einzeln verrechnet??

    Nun denn – wenn wir uns alle wieder mehr an die „guten Manieren“ erinnerten, wären wir einen großen Schritt weiter. Wenn wir dem Personal auf Augenhöhe begegnen, würde vieles besser gehen. Und die Anregung, bei ständig wechselndem Roomservice-Personal täglich den Obulus aufs Bett zu legen, finde ich für mich überdenkenswert. Denn in der Tat – es bekommt nur noch selten der, der es auch wirklich verdient hat.

    Ich wünsche mir ein besseres Miteinander und eine höhere Flexibilität, statt eines Beharrens auf sture Regeln. Doch dass es sie gibt zeigt wohl, dass es dafür klare Notwendigkeiten gibt. Sehr schade.

    PS: Ich möchte hier nix gewinnen – doch ich merkte beim Lesen, wie mir die Galle überging ob rechtlich korrekter und dennoch weltfremder Darstellung. Und deshalb war mir der Kommentar wichtig.

    Viel ärgerlicher aus Sicht des Co-Gastes finde ich andere „Mitbewohner“, die nächtens laute Rollkoffer über unbeteppichte Flure rollen und Frauen, die mit Stöckelschuhen im Stakkatoschritt ihre Koffer auspacken. Menschen, die die Türen knallen oder im SPA so laut schnarchen, dass alle anderen flüchten.

    Ich hätte jetzt mal richtig Freude daran, einen Artikel aus Sicht des Gastes zu schreiben, wie er sich das Hotelpersonal wünscht. Denn auch da gäbe es wunderbare Anekdoten und Zoten…ebenso über Gäste im Nachbarzimmer. Doch das…steht auf einem anderen Blatt.

  61. Lustiger Artikel!
    Falsch ist schon allein die Aussage, dass man den Kühlschrank nicht für eigene Lebensmittel nutzen darf.
    Von juristischer Seite habe ich das Zimmer einschließlich Kühlschrank (wenn überhaupt vorhanden)
    gemietet. Dementsprechend kann ich diesen selbstverständlich auch zur Kühlung eigener z.B. Getränke
    nutzen.

  62. Hallo Jodoku, danke dir für dein Feedback! Das ist vielleicht ein Missverständnis: es geht nicht um juristisch erlaubt oder verboten, sondern wie man sich nicht gegenseitig das Leben schwer macht, also um menschliches Miteinander. LG, Juliane

  63. Vieles in diesen Empfehlungen ist schlicht Unfug. Warum soll ich z.B. auf dem Zimmer nichts essen? Viele Hotels vermitteln doch sogar den Pizza-Service und verleihen Besteck. Frau Schleines sollte mal im einundzwanzigsten Jahrhundert ankommen und einfach mal ausprobieren, wie sich so ein Hotelshampoo zu Hause oder auf der nächsten Reise anfühlt.

  64. Natürlich zahle ich für die Nutzung des Zimmers. Für mich gehört es aber zum guten Umgang, mein Bett morgens so zu verlassen, wie ich es aus zuhause tue: Die Schlafwäsche wird zusammengelegt. Das Bett wird ordentlich aufgeschlagen.Kein großer Aufwand, aber auch eine Wertschätzung dem Personal gegenüber.

  65. Tja, da kommt die Sicht des Gastes und die des Hotels über kreuz.
    Viele Gäste sind der Meinung, dass Hotelzimmerpreis überteuert sind, dadurch Sie auch das Recht haben,
    einiges einzupacken und mitzunehmen. Ich betreibe selber ein kleines Stadthotel, in dem sich überwiegend Reisende,
    Handwerker und Schulungeteilnehmer einbuchen. Viele sind der Meinung, das ein oder zwei eingepackte Bröten am Frühstückstisch
    gut geeignet sind für die erste (kostenlose) Pause. Dazu ist es unheimlich billig – nur nicht für den Hotelier.
    Wenn ein Hotel wie meines 40 Frühstück am Tag hat, 20 davon was einpacken, wie bitte soll sich das rechnen?
    Ich glaube das viele Gäste sich überhaupt keine Geanken machen, was für ein Aufwand ein Hotel betreiben muss,
    das sich Gäste wohl fühlen und vor allem wieder kommen.
    Nur sagt man was, ist es unhöflich und es wird mit einer schlechten Bewertung im Internet gedroht.

    Es wäre ein Traum für jeden Hotelier, wenn sich Gäste an den Knigge orientieren würden.
    Es ist richtig, wenn der Gast nachfragt, wird das Hotel alles mögliche machen um den Gast zufrieden zu stellen.

    Jedes Hotel lebt und freut sich über einen zufriedenen Gast.

  66. Allein die Vielzahl an Kommentaren zeigt, wie z. T. doch differenziert und distanziert die sicher gut gemeinten Ratschläge von Frau Schleines beurteilt werden. Viele der Hinweise sind berechtigt, aber eigentlich überflüssig, weil selbstverständlich. Ein paar Dinge müssen aber kritisch hinterfragt werden: Warum soll ich mich eine Viertelstunde vor einem vereinbarten Massagetermin an der Rezeption des SPA einfinden? Ich halte fünf Minuten vorher für reichlich angemessen, entweder habe ich einen Termin oder nicht. Und dieser lächerliche Hinweis auf das Erwirken einer Erlaubnis zum Mitnehmen eines angebrochenen Shampoofläschchens, ich mach mich doch nicht an der Rezeption zum Kasper! Also das Einhalten von Regeln der Höflichkeit und des Anstands sollte selbstverständlich sein, aber hin und wieder ein wenig Augenmaß darf dem i. d. R. gutsituierten Hotelgast durchaus zugestanden werden.

  67. Die kleinen Shampoofläschchen für den Einmalgebrauch werden wieder aufgefüllt? Das kann ich mir nicht vorstellen! In diesem Fall kann das Hotel einen Hinweis geben, dass der Gast NICHTS aus dem Zimmer entfernen darf. Der neue Hotelstil ist oftmals mit offenen Regalen für die Garderobe gehalten – das ist unangenehm, wenn die Unterwäsche offenliegt – aber so hat das Personal Einblicke bis in das Intimleben ohne etwas zu berühren, um die Schranktür öffnen zu müssen.

  68. Darf ich im Hotelzimmer atmen oder muss ich an der Rezeption nachfragen, ob die Luft inkludiert ist?
    Also sorry, aber ich bin im Hotel in erster Linie nicht Gast, sondern ZAHLENDER KUNDE. Natürlich ein höflicher, respektvoller Kunde der die Zimmer im sauberen Zustand hinterlässt, das Personal nicht herumscheucht und andere Gäste nicht durch Lärm stört. Aber: Ich muss fragen, ob mich jemand auf meinem Zimmer besuchen darf? Ich soll auf meinem Zimmer nichts eigenes essen dürfen? Ich soll angebrochene Seifen und Duschgelpröbchen lieber wegschmeißen lassen statt mitnehmen? Hoteliers, welche mir gegenüber solche Forderungen stellten würden als Letztes von mir den Vogel sehen, den ich ihnen beim Verlassen des Betriebs zeige.

  69. Zur Frage 1:
    Aus Gründen der Hygiene sollten in Badezimmern Seifenspender installiert sein. Wenn nicht, sollte der Gast benutzte Seifen, Shampoo-Fläschchen selbst in den Müllkübel werfen oder mitnehmen, um eine Ansteckung mit Hautkrankheiten o.Ä. bei den nächsten Gästen zu vermeiden.

  70. Hallo,
    ich nutze diese Gelegenheit, mich bei allen, auch einigen der hier vertretenden Kommentatoren und Kommentatorinnen dafür zu bedanken, dass ich jetzt in vielen Hotels keine Minibar mehr finde, sondern Getränkeautomaten, oder ich mir das Getränk von der Bar bringen lassen muss. Wie mir erklärt wurde, liegt es daran, dass in den letzten Jahren die Gäste immer häufiger „vergaßen“ den Minibar-Verbrauch anzugeben. Danke dafür. ;-(
    Ach ja, Getränkeautomaten, manche dieser kognitiven Tiefflieger wollen sich zwei Flaschen Getränk aus dem Automaten holen, die erste Flasche fällt in den Ausgabeschacht – die sollte jetzt entfernt werden, doch weit davon entfernt, wird umgehend die nächste Flasche gezogen. Jetzt sind nicht etwa zwei Flaschen im Ausgabeschacht, sondern jede Menge Scherben, und vielleicht eine Flasche. Auch hier gilt, ich war’s nicht, schnell weg, und die Sauerei für den nächsten Gast liegen lassen. Auch dafür Dank. 😉

  71. Angefangene Proben von Shampoo etc. werden, soweit ich das weiß, nach Benutzung weggeschmissen. Es macht in meinen Augen keinen Sinn, kleine Fläschchen, die kaum mehr als Shampoo für zwei Mal Haarwäsche etc. beinhalten, wegzuschmeißen. Das finde ich Verschwendung und ist aus meiner Sicht ökologisch nicht vertretbar. Angefangene Flaschen findet man in keinem vernünftigen Hotel. Warum sollte man also diese kleinen bereits angefangenen Flaschen nicht mitnehmen? Dass man weder Handtücher noch Bademäntel oder sonstige Dinge mitnimmt, versteht sich in meinen Augen von selbst. Auch vom Frühstückstisch würde ich mir keine „Verpflegung für den ganzen Tag“ mitnehmen, habe aber kein Verständnis, warum man einem Kind, das paar Jahre alt ist und mit Sicherheit den Rahmen eines Frühstücks nicht ausschöpft, keine Breze oder einen Apfel mitnehmen darf. In den meisten Fällen essen Kinder bis zu einem gewissen Alter eher wenig und da ist es wohl nicht so schlimm, eine Breze mitzunehmen. Ich spreche hier ganz klar nicht von einer ganztägigen Verpflegung für eine vierköpfige Familie, sondern lediglich einer Kleinigkeit für ein Kleinkind. Dass man dem Reinigungspersonal ein Trinkgeld zukommen lässt, finde ich absolut normal und auch gerechtfertigt, da diese Menschen dafür sorgen, dass ich mich in einem Zimmer wohlfühle und meistens der Verdienst des Reinigungspersonals eher weit unten angesiedelt ist. Wenn ich mir ein Hotelzimmer leisten kann, dann sollte auch ein Trinkgeld für das Personal drin sein 🙂

  72. Ja, es gibt schon die seltsamsten Verhaltensweisen von Hotelgästen.
    Unerfindlich ist für mich jedoch der „Knigge“-Ansatz, die Badeschlappen, die ohnehin dem Abfall überantortet werden (oder muss ich davon ausgehen, ich bekomme als Gast „gebrauchte“ ?) oder angebrochene Miniflächen nicht einfach einer Weiterverwendung zuführen zu dürfen, nicht mitnehmen zu dürfen. Ich denke, wenn ich im Empire Riverside Hamburg oder im Waldorf Astroria in Berlin mit der Frage aufschlagen würde, ob „ich darf“, wäre dies wohl nur noch peinlich. Ich denke, am besten sollte man sich noch jemand von der Hotelleitung telefonisch auf das Zimmer kommen zu lassen zu dem Thema um sich völlig zu entblöden…..

  73. Hallo Frau Schleines,
    ihr Knigge ist in manchen Bereichen diametral zum Rechtsanwalt der Sendung ZDF Wiso. Frage: wo kommt ihr „Knigge“ Wissen her?
    Das ZDF behauptet: Shampoos, Rasierer, Kaffeepads, Einweg-sandalen, etc. im Zimmer wurden bereits in die Übernachtungspauschale eingepreist.
    Es ist okay, wenn ich diese Kleinigkeiten nutze und mitnehme. Dagegen Diebstahl ist: Handtuch, Bademantel, Fernseher mitnehmen- das passiert anscheinend auch.
    Der Gast kann im Zimmer trinken bzw. verzehren was er will, wenn es im normalen Rahmen bleibt.
    Ob das aus Kostengründen, wegen der Gesundheit oder aus religiösen Gründen ist- das Hotel hat das nicht zu interessieren.

    Wenn ein Zimmer mängelbehaftet ist (Sauberkeit, Schimmel, Zigarettengeruch) dann macht das Hotel etwas falsch, mit Knigge hat das nichts zu tun, eher mit Leidensbereitschaft, erneut die Rezeption zu kontaktieren. Da muss ich eh öfter hin als mir lieb ist, weil der elektronische Schlüssel mich mal wieder aussperrt.
    Wann ich dem SPA-Bereich vorher-nacher nutzen darf ist nicht Knigge. Das ist Vertragsfreiheit vom Hotel, die sind frei, was sie anbieten möchten. Als Kunde kann man nicht alles immer kostenlos erwarten. Ich hatte bisher immer großzüge Hotels- nutzen tut es kaum einer, sind keine Mehrkosten, man kommt dann gerne wieder.
    Ich halte es bei Reisen relativ einfach.
    Wenn sich das Hotel Mühe gibt, mir das Leben so angenehm wie möglich zu machen spricht nichts dagegen, dass ich das selbstverständlich spiegele.
    Als zahlender Gastes komme ich gerne wieder. Da können beide Seiten gut mit leben.

  74. Ich finde die Ratschläge sehr gut. Einiges versteht sich von selbst.
    Das man nicht mit Bademantel durch die Rezeption geht, oder sich Essen vom Buffet mitnimmt.
    Aber winzige Shampoo Fläschchen nach Gebrauch mitzunehmen finde ich normal. Da ist sowieso nur eine Portion drin. Die Zurück zu lassen wäre eklig. Nimmt das mit was für die eigene Person auf dem Zimmer stand. Ich finde gutes immer wichtig.
    Und das ist hier zwar nicht das Thema, aber JA, es sollte unbedingt auch einen Knigge für Hotel Angestellte geben. Was ich da an Unfreundlich keit und Arroganz erlebt habe, ist kaum zu beschreiben. Man kann sich sehen einsam fühlen wenn man allein in einer fremden Stadt in Hotel sitzt und so behandelt wird. Jeder kann sich da mehr bemühen.

  75. Das liest sich so:
    Der Gast sollte den Hotelbetrieb möglichst wenig stören und das Personal nicht behelligen. Die Bettwäsche soll nicht unnötig zerkniittert werden, und die Duschgels dienen der Dekoration. Zur Entlastung des Hotel sollte der Gast die Kosten für die 10 Minuten Zimmerreinigung per Trinkgeld selbst übernehmen und sich nicht über schlechte Gerüche und zugeschraubte Fenster beschweren. Blockierte Duschköpfe, undichte Duschkkabinen und unterdimensionierte Sparlampen dienen dem Umweltschutz.Ein gutes Hotelzimmer ist düster! Für ein Getränk pro Tag sollte man auf die Reinigung ganz verzichten, aber nicht erwarten, dass es eine Vorrichtung zum Hängen der Handtücher gibt. Dafür gibt es beim Frühstück aufgebackene Knatschbrötchen, verdünnten Saft in winzigen Gläsern, bitteren Kaffee, eine Verpackungsorgie mit industriellen Billig-Lebensmitteln und Tassen ohne Untertassen. Grössere Koffer gehören beim Packen auf den Boden. Anspruch auf eine vorbereitete einwandfreie Rechnung besteht in der Regel nicht. Mehr sollte der Gast für 150 Euro nicht erwarten. Man ist ja nicht zuhause! Und dann auch auf dem Zimmer Essen! Wo kommen wir da hin?

  76. Wie unrealistisch diese „Regeln“ sind, haben die meisten Kommentatoren erwähnt, ich teile deren Meinung. Reichlich merkwürdig finde ich, dass der HRS uns Gäste mit so einem wahrhaftig weltfremden und unzutreffenden Regelwerk bevormunden will. Zum Teil ist das Gegenteil der „Regel“ der Fall. Nur ein Beispiel: Bei angebrochenen Fläschchen (besonders Body Lotion) finde ich es gut, wenn die Gäste den Anbruch mitnehmen, weil ich es sehr eklig empfinde, eine gebrauchte klebrige Flasche vorzufinden – leider gibt es keine neue, wenn das Housekeeping nicht der Lage (oder willens) ist, den Anbruch zu erkennen und eine neue hinzustellen. Manchmal wird ja gar vom Hotel aus mehreren Anbrüchen wieder eine „neue“ Flasche gemacht – man glaubt ernsthaft, dabei zu sparen.
    Was ich aber gut fände, wäre ein Knigge für Hoteliers. Was sich manche erdreisten, wie unverschämt einige mit ihren Gästen umgehen und vor allem wie hochgradig unorganisiert viele sind, das macht den Gästen schon das Leben schwer. Genau wie bei den Gästen will ich nichts verallgemeinern, aber es gibt einfach bestimmte Regionen in Deutschland, wo die schlechten (aber teuren) Hotels ganz besonders schlecht sind. Also, wie wärs mit einem Knigge für Hoteliers (aber bitte nicht wieder so unrealistisch wie obiger Knigge)?

  77. Ich habe jetzt schon einige male erlebt: Die Minibar ist inclusive. Da befanden sich zwei Flaschen Mineralwasser und Kola. Finde ich super. Ansonsten nehme ich mir immer eine Flasche Mineralwasser mit aufs Zimmer.

  78. Hallo Tobias, vielen Dank für Deinen Kommentar. Im Leben lässt sich über alles diskutieren und wie man sich im Hotel am besten verhält und was gute Umgangsformen sind, darf ja jeder anders sehen. Sieh den Artikel als Empfehlung; was man daraus macht, weiß ja jeder selbst für sich am besten. Es gilt wie immer: Leben und leben lassen. Grundsätzlich sollte man sich aber, egal ob Gast oder Hotelier, so seinem Gegenüber verhalten, als wäre es ein Freund. Wenn man sich unsicher ist, ob man da etwas aus dem Kühlschrank/der Minibar räumen darf usw., fragt man ja auch. Es geht einfach um ein höfliches Miteinander. Danke auch für die Anregung für den Hotelier-Knigge, die Idee nehmen wir gerne mit. Herzliche Grüße, Christina

  79. Da Rauch ja bekanntlich nach oben steigt, empfinde ich es als extrem unhöflich unmittelbar vor einem (Nichtraucher-)Hotel zu rauchen, wenn das dann alles in die Zimmer zieht. Leider sind viele Hotels nicht darauf eingestellt und lassen „Raucherversammlungen“ direkt vor dem Eingang zu, womit sich alles noch vielmehr konzentriert. Da sich die Raucher auch gerne unterhalten, entstehen weitere Störungen, wenn andere schon schlafen möchten. Hier wäre eine Raucherzone einige Meter vom Hauptgebäude weg und akkustisch abgeschirmt eine gute Lösung. Der Bereich darf ruhig attraktiv ausgestattet sein, es geht ja nicht darum Raucher zu diffamieren oder zu bestrafen.

  80. Viele der Ratschläge betrachte ich als selbstverständlich.
    Bei dem Thema Trinkgeld und Besuch des hoteleigenen Restaurants bin ich aber anderer Meinung. Am vergangenen Wochenende war ich auf einer Messe in Bologna und habe in einem durch die Familie geführten Hotel statt der sonst üblichen 45 Euro immerhin 360 Euro für die Übernachtung, 20 Euro für den Parkplatz und 10 Euro für die Internetnutzung bezahlen dürfen. Hier habe ich auf den Besuch des hoteleigenen Restaurant und auf das Trinkgeld für die Mitarbeiter verzichtet. Das grenzt für mich an Abzocke und ich bezahle dann auch nur die gebuchte Leistung, nicht mehr und nicht weniger.

  81. Ich hänge nach meiner Ankunft das schild nicht stören an die Tür und lass es bis zur abreise hängen. Frühstück nach Möglichkeit nicht im hotel. So komme ich gut zurecht.deutsche Hotels leider zu teuer.

  82. Immer wieder interessant wie manch ein Gast alles für selbstverständlich hält. Ich arbeite selbst seit 30 Jahren in dieser Branche und muss leider feststellen dass es heutzutage offensichtlich nicht mehr In ist sich zu benehmen. Selbstverständlich zahle ich als Gast für einen gewissen Rahmen, trotzdem gibt es aber auch gewisse Grenzen. Stellen sie sich vor ein privater Gast bei ihnen zu Hause würde morgens ihr Badezimmer überfluten, die Handtücher in die nasse Dusche werfen, danach um elf Uhr im Unterhemd zum Frühstück kommen wenn sie eigentlich schon längst fertig sind und der Tisch anschließend aussieht als wäre eine Horde Heuschrecken darüber geflogen. Würden sie sich über diesen Besuch feuen? Viele Gäste denken dass dies alles eine Inklusivleistung wäre……..Der Gast erwartet einen höflichen und zuvorkommenden Service….und das Personal erwartet Gäste die sie nicht wie Menschen zweiter Klasse behandeln.

  83. Schade das man solche Selbstverständlichkeiten manchen Leuten erklärten muß …und es auch noch Experten & Dozenten dafür gibt.

  84. Ich bin viel in Hotels unterwegs, so auch gerade jetzt! Die Trinkgelder auf dem Bett bleiben in guten Hotels liegen! Viel zu oft allerdings sind nicht einmal die Zimmer bzw. Sanitären Räume sauber genug um diese gefahrlos benutzen zu können. Ein paar mal musste ich das Hotel wechseln weil die Betreiber nicht in der Lage waren wenigstens saubere Bettwäsche zu haben wenn man anreist. Aber leider gibt es auch viel zu viele „Gäste“ die sich daneben benehmen. Ich für meinen Fall versuche mich so zu benehmen das ich andere Gäste nicht unnötig störe durch zu laute Musik, Türen schlagen usw. Ich persönlich finde was in diesem „Knigge“ steht als selbstverständlich.

  85. Zum Thema appetitliches Frühstückbuffet und Hygiene:
    Leider oft in vielen Hotels auch höherer Kateorie beobachtbar: Gäste niessen/husten vor offenen Speisen, nehmen Brot in die Hand, obwohl Brotzange oder/und Tücher da sind. Laden sich unheimliche Mengen auf den Teller und lassen viel stehen. Hier ist auch das Hotel gefordert, wo mit Fingerspitzengefühl das Personal darauf achten sollte und mit den Gästen in Kontakt treten sollten. Weiterhin sollten die Hotels auf Plastikverringerung mehr achten…

  86. Angebrochene Probefläschchen mitzunehmen halte ich für legitim und sinnvoll.
    Mich stört am meisten die heute überall (auch in besten Hotels und auf Kreuzfahrtschiffen) verbreitete Unsitte, das Brot von den Gästen selber schneiden zu lassen. Manche benutzen die Serviette, andere nicht. Zudem wird die Serviette oft gewendet und verliert damit weitgehend den Sinn. Auch die Qualität der Brotscheiben wird durch die Kreativität der Schnittführung einiger Gäste nicht verbessert. Warum gibt es diese „Unsitte“?
    Noch schlimmer ist allerdings das Benehmen auch mancher erwachsenen Gäste, Brötchen anzufassen, prüfend zu drücken und wieder zurückzulegen.
    Unmögliches Verhalten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte Gerät um 90° drehen!