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„Nach Rügen reisen heißt nach Sassnitz reisen“ stellte schon einst Theodor Fontanes Romanheldin Effi Briest fest. Das Seebad an der malerischen Ostseeküste kann auf eine lange Tradition als beliebter Urlaubsort auf der Insel Rügen zurückblicken. Als der Bäderbetrieb auf Rügen im 19. Jahrhundert langsam Fahrt aufnahm, war Sassnitz sogar das beliebteste Urlaubsziel auf der Insel. Noch heute verströmt der Ort ein ganz besonders maritimes Flair. Die schöne Strandpromenade führt vorbei an den rauschenden Wellen des Meeres und lädt zum Schlemmen oder Shoppen ein. Auf der kleinen hölzernen Seebrücke kann man weit auf die Ostsee hinaus schreiten. Im Fischerhafen können Fischliebhaber die Gaben des Meeres direkt vom Kutter in einem frischen Brötchen kaufen und fangfrisch genießen. Der Stadthafen beherbergt schöne Läden von Kunsthandwerkern, die zum Schauen und Kaufen einladen. Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Sassnitz gehören die weißen Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund. Im ortseigenen Kreidewerk werden aus dem kostbaren Naturmaterial allerhand Schönheitsmittel für den ganzen Körper hergestellt.
Sassnitz liegt im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern im Nordosten der Ostseeinsel Rügen. Die zweitgrößte Stadt der Insel erstreckt sich malerisch auf der Halbinsel Jasmund bis hin zu den bewaldeten Hügeln der Schmalen Heide. Bahnreisende können mit der Regionalbahn im Stundentakt von dem Ort nach Stralsund aufs Festland fahren. Wer mit dem Auto anreist, kann zwischen der Überfahrt auf dem Rügendamm und der neu gebauten Rügenbrücke wählen. Beide Verbindungen führen über den Strelasund. Der nächstgelegene Flughafen befindet sich in Rostock-Laage.
Für Wissbegierige hat der Erholungsort Sassnitz viele Sehenswürdigkeiten und Museen zu bieten. Etwas ganz Besonderes ist beispielsweise das U-Boot, das im Sassnitzer Stadthafen vor Anker liegt. In ihm können Besucher hautnah erleben, wie der Alltag in einem Unterseeboot im Zweiten Weltkrieg aussah. Alles Wissenswerte zur Fischerei- und Hafengeschichte bietet das Fischerei- und Hafenmuseum, das sich ebenfalls im Hafen befindet. Vor dem Museum befindet sich ein Original-Kutter, der natürlich auch besichtigt werden kann. Im Museum für Unterwasserarchäologie lassen sich Originalexponate aus den Tiefen der Meere und vieles mehr bestaunen.
Seit dem Jahr 2012 gilt der Nationalpark Jasmund mit seinen Buchenwäldern bei Sassnitz als UNESCO-Weltkulturerbe. Jedes Jahr ist er das Sehnsuchtsziel vieler tausender Touristen. Durch den Nationalpark führen gut ausgeschilderte Wanderwege durch eine einzigartige Landschaft. Der Hochuferweg gehört dabei zu den beliebtesten Wanderwegen, da er immer wieder die Sicht freigibt auf die von der Kreide türkis gefärbte Ostsee. Wanderer sollten unbedingt einen Fotoapparat bei sich tragen, um diese einzigartige Kulisse für die Ewigkeit zu bannen. Ein mystischer Ort im Nationalpark, um den sich viele Sagen ranken, ist der Herthasee. Früher soll er Schauplatz von Opferungen gewesen sein. Heute fasziniert er durch sein urzeitähnliches Aussehen. Der Hauptanziehungspunkt im Nationalpark ist der Königsstuhl, der eine wunderbare Aussicht auf das Meer und die Küste bietet. Im Nationalparkzentrum erfahren Besucher alle Hintergründe zur Entstehungsgeschichte der Kreideküste.