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Die älteste Rügener Gemeinde Ralswiek am Jasmunder Bodden verzaubert Jung und Alt mit einer wunderschönen Natur, die von Wäldern, Hügeln und Feldern durchzogen ist. Zahlreiche Wander- und Fahrradwege laden dazu ein, die Umgebung näher kennenzulernen. Ein echtes Naturschauspiel erleben Besucher im Nationalpark Jasmund, der auf ausgewiesenen Pfaden bestaunt werden kann. Eine artenreiche Tierwelt sowie die berühmten Kreidefelsen machen den besonderen Reiz des Nationalparks aus. Die Besucher erwartet in der Gemeinde ein beschaulicher Ort, an dem die Bewohner viel Energie in die Erhaltung seiner Geschichte investieren. Direkt am Ortseingang stoßen sie zum Beispiel auf eine zauberhafte schwedische Holzkirche, die bildlich für die liebevoll erhaltene Architektur in der Gemeinde steht. Der örtliche Hafen hat einige maritime Schätze zu bieten. Besucher können sich Jachten, Segelboote und sogar Dampfer aus der Nähe angucken und teilweise sogar selbst steuern.
Ralswiek ist eine kleine Gemeinde im Nordosten der Insel Rügen und liegt 8 Kilometer von Bergen entfernt. Ab Ralswiek gibt es eine direkte Busverbindung nach Binz und Stralsund. Innerhalb der Insel können Besucher im Sommer das verzweigte Busliniensystem nutzen, das alle 30 Minuten die großen Bäder Bergen, Sassnitz und Göhren anfährt. Mit dem Auto ist der Ort über Bundesstraße 96 erreichbar, auf der Besucher in nur 35 Minuten Stralsund erreichen.
Die ganze Region auf Rügen ist schon während der Steinzeit besiedelt worden. Von Slawen wurde Ralswiek im 8. Jahrhundert gegründet. Der Ort war ein mittelalterlicher Hafen, der eine sehr wichtige Bedeutung für den Handel hatte. Zahlreiche Funde sowie die zahlreichen zugänglichen Hügelgräber belegen den damals hohen Status der heute kleinen Gemeinde. Das größte Hügelgräberfeld Rügens mit über 400 Gräbern finden Interessierte in den sogenannten „Schwarzen Bergen“, die nordöstlich von Ralswiek liegen. Historiker fanden die Bezeichnung der Gemeinde erst in einer Urkunde von 1311, als der Ort schon lange ein wichtiger Stützpunkt war.
Im Sommer werden alljährlich seit 1993 die Störtebeker Festspiele auf der Naturbühne aufgeführt. Über 150 Mitwirkende, 30 Pferde und vier Schiffe schaffen ein opulentes Werk mit vielen Abenteuern, aufregenden Kämpfen und einen abschließendem Feuerwerk. Zusätzlich zeigt eine Greifvogelshow die Flugkünste von Adlern und Falken. Die Festspiele sind das kulturelle Highlight des Ortes, das den ganzen Sommer über omnipräsent ist. Eine Abwechslung der Piraten und Haudegen bietet das aus dem 20. Jahrhundert stammende Schloss von Hugo Sholto Graf Douglas, das nach dem Vorbild eines Renaissance-Schlosses errichtet worden ist. Heute befindet sich in dem Schloss ein Hotel. Sehenswert ist die Flora des Schlossparks, die abwechslungsreich und außergewöhnlich ist. Am besten lassen sich die botanischen Besonderheiten bei einem entspannten Spaziergang entdecken.