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Besucht man Geisenfeld, dann kommt man nicht darum herum, das Benediktinerinnen-Kloster Geisenfeld zu besichtigen. Gestiftet wurde das Bauwerk von Graf Eberhard II. mit seiner Gemahlin Adelheidis im Jahre 1030. Den damaligen Prachtbau und den spätromanischen Baustil kann man heute noch erahnen, wenn man die bestehende Rundkapelle, den sogenannten "Karner" des Klosters besichtigt. Aber das Ehepaar stiftete auch die sehenswert Stadtpfarrkirche. Sie hat mit ihren beiden Türmen eine Besonderheit zu bieten. Während einer der Türme ein romanischer "Stifterturm" ist, überzeugt der Südturm durch einen Aufbau im Renaissancestil, gekrönt von einer Zwiebelkuppel und einer schwungvollen Laterne. Besonders sehenswert sind die farbenfrohen Deckenfresken vom Schongauer Barockkünstler Melchior Buechner.
Geisenfeld ist eine Stadt in Bayern. Sie liegt etwa 20 Kilometer von Ingolstadt sowie 70 Kilometer von München entfernt. Über die A 9 sowie A 93 erreicht man die Stadt mit dem Auto, mit der Bahn hat man über Ingolstadt, Nürnberg und Rohrbach einen Anschluss.
In Geisenfeld und der umliegenden Region hat der Hopfenanbau Tradition. Über den Anbau und seine Kultur kann man sich im Hallertauer Hopfen- und Heimatmuseum informieren. Zu sehen gibt es Exponate zu den Themen Hopfenanbau, Landwirtschaft, Handwerk und Brauchtum. Ein ganz besonderes Kleinod birgt die Kirche Ainau. Dort kann man das ehemalige romanische Portal besichtigen, das eines der größten Sehenswürdigkeiten im ganzen Landkreis ist.
Geisenfeld liegt in der Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt. Außerdem wird heute auf dem besonders lehmhaltigen Boden auch Spargel angebaut. Diesem Erbe begegnet man immer wieder, sei es in den traditionellen Volksfesten in Hallertau oder den Spargelwochen. Mit etwas Glück begegnet man auf einer Festlichkeit einem Mann oder einer Frau in der Holledauer Tracht, die erstmals um 1800 beschrieben wurde. Die Tracht der Männer zeichnet sich durch eine schwarze Leinen- oder Wollhose mit blauen Strümpfen aus, die zu einer roten Weste und einem schwarzen oder blauen langen Rock getragen wird. Besonders auffällig sind die großen Silberknöpfe und die Faltenstiefel. Frauen tragen gepolsterte Röcke und ein enges Mieder, darüber eine kurze Jacke. Verheiratete Frauen konnte man früher an den Otter-Mützen erkennen, unverheiratete Frauen trugen eine blaue Stoffhaube. Ein Spaziergang oder eine kurzweilige Wanderung kann durch die Nöttinger Heide führen. Dabei handelt es sich um eine für die Region typische Heidelandschaft, die unter Naturschutz steht. Inmitten der Landschaft liegt das Badertaferl . Hier können ambitionierte Sportler Wasserski fahren, aber auch das Motorboot fahren mit Gas ist möglich.