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Schon zur Keltenzeit befanden sich in der Nähe von Manching zwei wichtige Handelsstraßen von Nord nach Süd und von Ost nach West. In der Umgebung des Ortes gibt es viele Hinweise auf die lange Geschichte der Region. Im Kelten-Römer-Museum veranschaulichen Exponate einen guten Eindruck vom damaligen Leben der Bevölkerung. Besonders sehenswert sind die fast komplett erhaltenen Römer-Schiffe aus der Zeit von Kaiser Trajan. Zum Ausklang des Sommers wird in der Gemeinde alljährlich der Bartelmarkt gefeiert, der als einer der ältesten Märkte in Bayern gilt. Bei dem Volksfest werden alte Traditionen wie das Pferderennen und der Rossmarkt gepflegt. Auf dem Flugplatz in Ingolstadt-Manching finden regelmäßig Testflüge statt, bei denen neueste Modelle auf ihre Praxistauglichkeit hin untersucht werden. Bekannt ist Manching auch als Unternehmensstandort der Firma EADS, die den Prototyp des Eurofighters herstellt.
Manching liegt im Freistaat Bayern ganz in der Nähe von Ingolstadt. Der Ort befindet sich am Fluss Paar, der wenige Kilometer weiter in die Donau fließt. Die Stadt im Landkreis Pfaffenhofen liegt verkehrsgünstig an der A 9 von München nach Nürnberg. Der nahegelegene Ingolstädter Bahnhof bietet Regional- und Fernverkehrsverbindungen in fast alle Regionen von Deutschland.
Mit der Manchinger Friedenskirche besitzt Manching ein eindrucksvolles Mahnmal für mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit in der Welt. Wo früher auf Gefangene oftmals nur der Tod wartete, erinnert jetzt eine Kirche an vergangene Unmenschlichkeit und gemahnt zu mehr Menschlichkeit in der Gegenwart. An der Stelle der Kirche stand einst die Festung Fort VIII, die in den Jahren 1875 bis 1883 als Festungsgürtel um Ingolstadt herum errichtet wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus sperrte man hier französische und russische Gefangene ein. Am 20. Juli 1958 wurde auf dem Areal die Friedenskirche geweiht, die nach den Plänen von Münchner Regierungsbaumeisters Olaf Andreas Gulbransson errichtet wurde. Gulbransson war der Sohn des bekannten Simplicissimus-Karikaturisten.
Durch Manching führen viele reizvolle Rad- und Wanderwege, die zu schönen Ausflügen in die Natur einladen. Entlang der Paar erstreckt sich beispielsweise der gleichnamige Radweg, der durch idyllische Donau- und Paarauen führt. Für Geschichtsinteressierte lohnt sich eine Wanderung zum Keltenwall. Startpunkt der etwa acht Kilometer langen Tour ist das Kelten-Römer-Museum. Der Wall diente einst als Ringanlage um das heutige Manching herum und besaß vier Zugangstore. Empfehlenswert ist auch eine Radtour zur Nöttinger Heide und dem dortigen Wasserskipark. Unterwegs passiert man schöne Heidelandschaften mit den typischen Gewächsen. Im Wasserskipark bietet der Laurenziweiher Wassersportlern die Möglichkeit zum Wasserski- oder Motorbootfahren.