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Manaus befindet sich inmitten des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes, die Flugdauer von Deutschland beträgt etwa elf Stunden und die Zeitverschiebung sechs Stunden. Im Rahmen der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014 musste das Estádio Vivaldão den Platz für eines der schönsten Stadien Brasiliens räumen. Das optisch auffälligste und nördlichste der WM-Stadien ist eins von sechs, die anlässlich des Events völlig neu errichtet wurde. Die netzartige Struktur der am Reißbrett eines deutschen Architekturbüros entworfenen Fassade erstrahlt bei Dunkelheit weithin sichtbar und ist dem Aussehen der landestypischen Strohkörbe nachempfunden. Der Standort in Manaus bedeutet eine direkte Nachbarschaft zum weltgrößten zusammenhängenden Regenwaldgebiet. Um Achtung und Schutz dieser empfindlichen Biosphäre zu gewährleisten, finden die Baumaßnahmen unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit statt. Auch das Stadion spiegelt die einzigartige Fauna und Flora des tropischen Regenwaldes wieder. Für die Toilettenanlagen und die Rasenbewässerung wird ausschließlich Regenwasser genutzt, Solartechnik gewinnt den Strom. Die Fassade sorgt dank raffinierter Konstruktion und Beschichtung für einen verringerten Energiebedarf und wirkt wie ein natürliches Ventilationssystem im Stadioninneren. Für den Bau wurden Teile des ursprünglichen Stadions verwendet und nahezu alle Baumaterialien direkt vor Ort produziert. Die Anreise der bis zu 42 374 Besucher erfolgt wahlweise per Einschienenbahn, über den eigens angelegten Omnibuskorridor oder per Pkw mit Stellplatz in der Tiefgarage. Da der Fußball in Manaus sonst eine eher untergeordnete Rolle spielt, verfügt der Gebäudekomplex neben der Fußball-Arena über einen Sportpark mit einem Fitnessstudio, Schwimmhalle und Leichtathletikanlagen. Nach dem Sport kann man in einem der Restaurants Platz nehmen und für den Sambódromo in der Amazônia-Arena sind bereits Feste geplant.