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Vom Kohleförderer zum Migrationsmuseum: Der Malakow-Turm von Bottrop Malakow-Turm oder Malakoffturm in Bottrop ist einer von insgesamt vierzehn Malakofftürmen im Ruhrgebiet, die bis heute erhalten sind. Die Türme stammen aus dem Bergbau und werden auch als Schachttürme bezeichnet. Sie lösten als Halterung der Seilscheiben zur Förderung von vorwiegend Steinkohle die früheren Holz- und Gusseisenkonstruktionen ab, nachdem in immer tieferen Schächten gegraben werden musste und diese die Belastungen der schweren Fördermaschinen nicht mehr Stand hielten. Das bis zu drei Meter dicke Mauerwerk der Malakow-Türme sowie deren spezielle Innenkonstruktion konnten hingegen die zusätzliche Belastung abfangen. Der Malakow-Turm von Bottrop gilt unter den Türmen als einer der Schachttürme der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der aufwendigsten Architektur. Er stammt aus dem Jahr 1873 und war über einhundert Jahre in Betrieb. Um seinem Verfall vorzubeugen, sollte der Turm nach seiner Sanierung neu genutzt werden. Zu diesem Zweck ist das Nutzungskonzept „Migration-Integration“ entwickelt worden. Besucher können sich nun auf dem Gelände über Migration im Ruhrgebiet, Bergbau und andere Aspekte aus der Historie der Gegend informieren und interessante Dinge erfahren.