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Besucher schätzen in Niefern vor allem die einladende Landschaft der Umgebung, die durch den Bruchtalsee ihr charakteristisches Aussehen erhält. In dem Ortsteil Öschelbronn kann man hingegen historische Fachwerkhäuser besichtigen. Rund um die Kirnbachgemeinde liegen mit den Enzauen, dem Gaisberg und dem Bruchtal wunderschöne Orte, durch den sich Kirn- und Hungerbach schlängeln. Naturfreunde können hier brütende Stockenten im Schilf, Greifvögel am Himmel und Fische und quakende Frösche im See entdecken. Nachdem im Jahr 1933 ein Brand den historischen Kern der Gemeinde Öschelbronn fast vollständig zerstörte, wurde der Ort im fränkisch-alemannischen Fachwerkstil wiederaufgebaut.
Niefern ist eine Gemeinde im Norden des Schwarzwaldes. Die nächstgrößere Stadt ist das etwa sieben Kilometer östlich gelegene Pforzheim. Mit der Bahn erreicht man die Gemeinde am besten über Karlsruhe und Stuttgart, denn zu diesen Städten gibt es eine direkte Verbindung. Über die A 8 erreicht man Niefern mit dem Auto.
Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört die evangelische Kirche St. Marien. Aus dem 14. Jahrhundert stammen das spätgotische Schiff und der Turm, etwa 1490 wurde aus der Werkstatt von Hans Spryß von Zaberfeld der hochgotische Chor hinzugefügt. Im Altarraum sollten Besucher einen Blick auf die Ausmalung werfen, die auf die Zeit zwischen 1430 und 1440 zurückgehen. Sehenswert sind auch das Chorgestühl sowie die barocken Altargeräte. Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten gehört die Niefernburg mit ihren Anfängen im 12. Jahrhundert. Der ehemalige Stadel wurde Mitte des 16. Jahrhunderts in ein Schloss umgebaut, in den kommenden Jahrhunderten wurde der Prachtbau unter anderem als Herrensitz der Ertingener, als Jagdschloss und als Pfarrhaus genutzt. Bei einem Spaziergang an der Nieferner Waldschanze kann man bereits von weitem einen nachgebauten Wachturm erspähen. Dieser hölzerne Turm ist ein originalgetreuer Nachbau eines Chartaque. Mit diesem Bauwerk wird auf einen besonderen historischen Umstand hingewiesen. Der Turm befindet sich an den sogenannten Eppinger Linien. Ende des 17. Jahrhunderts baute man hier eine Verteidigungslinie gegen die immer wieder einfallenden Franzosen auf, die Chartaques dienten dem Ausspähen des nahenden Feindes.
In Niefern überzeugen vor allem die vielen Möglichkeiten für Radwanderungen und Spaziergängen durch ein etwa 530 Hektar großes Waldgebiet. Besonders beliebt sind wegen ihrer Atmosphäre der Eichelbergwald, der Herrenwald und der Grübenhauwald in Öschelbronn sowie der Tannenberg und der Hagenschieß in Niefern. Das Kloster Maulbronn im Kraichgau ist eine der interessantesten Klosteranlagen des Mittelalters nördlich der Alpen und ein beliebtes Ausflugsziel.