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Sankt Andreasberg – Der ehemalige Bergbau ist noch immer präsent

Der Luftkurort Sankt Andreasberg inmitten des Harzes ist eine malerische Bergstadt, in der seit Jahrhunderten Bergbau betrieben und zu einem festen Bestandteil der Kultur geworden worden ist. Es wird zwar kein Silber mehr abgebaut, dennoch empfinden die Bewohner der Gemeinde eine starke Verbundenheit zum Bergbau. Die ehemalige Grube „Samson“ ist ein Schaubergwerk, in der von 1521 bis 1910 Silber und andere Mineralien gefördert wurden. Hier zeigt ein Museum Exponate aus vergangener Zeit und bietet Führungen durch das Bergwerk an. Daneben ist der Harz ein perfekter Ort, um sich zu erholen oder die Natur aktiv zu erleben. Im Winter wird der Nationalpark zu einer weißen Schneelandschaft, in der alle Arten von Wintersport betrieben werden können. Im Sommer lässt sich die herrliche Natur am besten auf den Wander- und Radwegen erkunden.

Lage: Auf der Jordanshöhe im Harz

Sankt Andreasberg gehört seit 2011 zur neu gebildeten Stadt Braunlage. Der Stadtteil liegt circa 700 Meter hoch auf der Jordanshöhe und wird von den Bergen Galgenberg, Beerberg und dem Matthias-Schmidt-Berg umgeben. Mit dem Auto ist der Stadtteil über die Bundesstraße 27 von Göttingen aus in einer Stunde erreichbar. Nach Goslar benötigen Autofahrer nur 35 Minuten. Bahnfahrer reisen bis nach Herzberg, Braunlage oder Clausthal-Zellerfeld und dann mit dem Bus bis in den Ort.

Kultur: Über 400 Jahre Bergbau

1487 taucht der Name des Ortes erstmals in einer Urkunde auf. In dieser Zeit nahmen auch die ersten Silber-Bergwerke ihre Arbeit auf. Ungefähr ein Jahrhundert später erhielt Sankt Andreasberg die Stadtrechte, als immer mehr Bergleute hinzuzogen. Über 400 Jahre wurde aktiv Bergbau in mehreren Hundert Gruben betrieben. Heute können Interessierte die Museen besuchen oder zum Beispiel auf dem gesteinskundlichen Lehrpfad übriggebliebene Denkmäler entdecken. Das Wahrzeichen der Bergstadt ist der Glockenturm auf dem Glockenberg, der ursprünglich 1688 erbaut und im 19. und 20. Jahrhundert erneuert und umgestellt wurde. Die Glocken dienten dazu, die Bergleute um 4 Uhr morgens zu wecken, damit sie die Schicht pünktlich begonnen.

Freizeitaktivitäten: Wandern zu den Dreibrodesteinen

Im Winter wird die gesamte Region im Harz von einer meterhohen Schneedecke bedeckt, die zum Wintersport einlädt. Bei Sankt Andreasberg befinden sich zwei Skizentren, am Sonnenberg und am Matthias-Schmidt-Berg, die jeweils Schlepplifte und Doppelsesselbahnen betreiben, um die Wintersportler auf die Pisten zu bringen. Außerdem sind über 40 Kilometer Loipen für Skilangläufer rund um den Stadtteil angelegt. Im Sommer bietet der Harz für Wanderer, Radler und Outdoorsportler attraktive Bedingungen. Die Sesselbahnen sind auch im Sommer in Betrieb und bringen Besucher zum Beispiel zur Sommerrodelbahn oder zusammen mit dem Rad zum Downhill-Mountainbike-Parcours auf den Matthias-Schmidt-Berg. Gewandert wird im Harz auf mehreren Hundert kilometerlangen Wegen. Einladend sind unter anderem der Harzer Hexenstieg oder der Weg nördlich von Sankt Andreasberg an den Dreibrodesteinen vorbei, einer sagenumwobenen Felsformation aus Granit. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch der Sternenwarte, von der aus Besucher den häufig sternenklaren Himmel beobachten können.