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Das Ostseebad Bansin, das neben Ahlbeck und Heringsdorf zu den drei Kaiserbädern gehört, wurde bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Badeort gegründet und schon bald als die Badewanne von Berlin bezeichnet, denn mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz im Jahr 1911 war der Ort in weniger als drei Stunden erreichbar. Damals wie heute war Bansin auf Grund des breiten und weißen Sandstrandes und der prächtigen Villen im Stil der Bäderarchitektur beliebt. Die Kaiserbäder bilden seit dem Jahr 2006 die Gemeinde Heringsdorf und sind mit den benachbarten Badeorten und dem polnischen Seebad Świnoujście über eine zwölf Kilometer lange Strandpromenade verbunden, die damit die längste Promenade Europas ist.
Wenn auch das Seebad Bansin auf einer Insel liegt, ist die Anbindung an das Festland über das Blaue Wunder, eine Brücke bei Wolgast und die Zecheriner Brücke bei Anklam doch ausgezeichnet. Aus Berlin beispielsweise erreichen Autofahrer den Ort in rund drei Stunden über die Autobahnen A11 und A20 und die Bundesstraße B 109. Auch mit der Bahn oder dem Fernbus gibt es gute Verbindungen aus allen Regionen Deutschlands, zum Beispiel mit dem InterCity UrlaubsExpress Mecklenburg-Vorpommern. In der Saison gibt es zudem Flugverbindungen zum Regionalflughafen Heringsdorf von mehreren deutschen Städten und aus der Schweiz.
Wer Urlaub in Bansin macht, muss nach kultureller Unterhaltung nicht lange suchen: Das Spektrum reicht vom Puppenspielfest über das Sandskulpturenfestival bis zum Baltic Sping Break, einem Festival für elektronische Musik am Strand von Ahlbeck. Theaterfreunde haben von Juni bis September im Theaterzelt Chapeau Rouge in Heringsdorf die Gelegenheit, Schwänke, Komödien und Kabarett mit bekannten Darstellern zu genießen. Daneben finden regelmäßig Feste, Konzerte und Lesungen in allen drei Kaiserbädern statt. Für Leseratten dürften die Hans Werner Richter Literaturtage in Bansin ein Highlight sein, die seit dem Jahr 2008, dem 100-jährigen Geburtsjahr des Schriftstellers, stattfinden.
Wenn auch der gepflegte Bansiner Strand zum Schwimmen, Sonnenbaden und zu ausgedehnten Strandwanderungen einlädt, gibt es doch so viel mehr auf der Insel Usedom zu erleben. So kann man die Insel beispielsweise bequem auf dem Rücken eines Pferdes und mit dem Fahrrad erkunden oder Energie beim Nordic Walking oder beim Wandern im Hinterland tanken, das ein einzigartiges Naturgebiet mit einer Fülle von Pflanzen und Tieren ist, wie Flussregenpfeifern und Uferschnepfen, die es zu entdecken gilt.