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In Neukirchen treffen sich verschiedene Kulturgeschichten und zwei Landstriche, deren Kontrast besonders reizvoll ist. Die üppige Landschaft des Niederrheins trifft hier auf das Ruhrgebiet und die Bergbaukultur. Besucher können dieses ganz besondere Flair bei einem Rundgang spüren. Zu sehen gibt es die niederrheintypischen Mühlen, deren Geschichte teilweise bis in das 18. Jahrhundert zurückreicht, Bergbaukolonien und das Wasserschloss Bloemersheim. Kunst und Kultur der modernen Form werden in der Neukirchener Kulturhalle geboten. Regelmäßig zieht es auch das überregionale Publikum zu den klassischen Schlosshofkonzerten nach Neukirchen. Sportlich aktiv kann man auf einem gepflegten Golfplatz werden, oder die reizvolle Umgebung auf einem der zahlreichen Reit- und Wanderwege kennen lernen.
Neukirchen-Vluyn befindet sich am unteren Niederrhein. Das fünf Kilometer östlicher gelegene Moers gehört zu den nächstgrößeren Städten. Neukirchen wird landschaftlich durch die Lage in der niederrheinischen Tiefebene geprägt. Genau zwischen dem Rhein und dem Niederrheinischen Höhenzug gelegen, hat die Region einige abwechslungsreiche Landschaftsbilder zu bieten. Mit dem Auto gelangt man sowohl über die A 40 wie auch die A 57 nach Neukirchen.
Der Bergbaukultur kann man in der „Halde Norddeutschland“ nachspüren. Dabei handelt es sich um die ehemalige Bergehalde des früheren Bergwerks Niederberg. Der Besuch lohnt sich vor allem in den Abendstunden. In der Dämmerung kann man von der rund 102 Meter hohen Aufschüttung die illuminierten Landmarken "Hallenhaus" und "Himmelstreppe" bestaunen – hier trifft sich Industriegeschichte und Kunst auf eine besondere Art und Weise. Die Himmelstreppe mit ihren 359 Stufen führt auf den Haldentrop, von wo aus man einen tollen Blick auf die Region hat. Interessant ist auch ein Besuch der Werkstattgalerie und des Uhrenmuseums Hubben. Das traditionsreiche Uhren-Unternehmen vom Niederrhein zeigt in einer eigenen Ausstellung Quarz-, Funk- und Solaruhren wie auch deren historischen Vorgänger. Highlight der Sammlung ist eine historische Turmuhr aus Sevilla von 1868. Bereits über vier Jahrhunderte früher, 1406, wurde das Wasserschloss Bloemersheim erstmalig erwähnt. Besonders bekannt ist die historische Anlage für seine Obstplantagen. Die süßen Äpfel, Birnen und Erdbeeren, aber auch Süßkirschen, Blaubeeren und Pflaumen kann man in den Hofläden an der Niederrheinallee erstehen. Neben den Bloemersheim Schlosshofkonzerten kommen auch viele Besucher zum Weihnachtsmarkt Bloemersheim, wo man frischgehauene Weihnachtsbäume aus dem eigenen Forstwald erstehen kann.
Inmitten des Stadtteils Vluyn gibt es eine ganz besondere Sehenswürdigkeit zu bestaunen. Hier findet sich der Handwerkerbaum der verschiedene traditionelle Handwerkerberufe darstellt. Zum Tanz in den Mai wird ihm die Maikrone mit den bunten Zierbändern aufgesetzt. Interessant ist ein Spaziergang durch die Zechensiedlungen „Alte Kolonie" und „Neue Kolonie". Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts für die Bergarbeiter erbauten Häuser stehen heute unter Denkmalschutz und sind ein lebendiges Symbol für die Geschichte des Steinkohlebergbaus.