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Die königlichen Kuranlagen und die heilsamen Quellen machen den Reiz von Bad Teinach aus. Bereits im 17. und 18. Jahrhundert reisten europäische Adelige in das Kurbad, um Linderung für ihre körperlichen Beschwerden zu finden. Einer Sage nach soll ein Hirsch die heilsame Wirkung der Quelle entdeckt haben, deswegen trägt sie auch den Titel „Hirschquelle“. Seit 1835 darf sich der Ort mit der Bezeichnung „Königliches Heilbad“ schmücken. König Wilhelm der Erste war es, der nach Entwürfen des Baumeisters Nikolaus von Thouret ein Bad-Hotel, das Trinkhaus und das Badehaus errichten ließ. Das kohlensäurehaltige Heilwasser aus tausend Meter Tiefe stärkt Herz und Kreislauf. Von der heilsamen Wirkung können sich Besucher in den verschiedensten Kureinrichtungen und Hotels am eigenen Leib überzeugen. Heute zählt das Quellwasser des kleinsten Heilbads von Baden-Württemberg übrigens zu den beliebtesten in ganz Deutschland.
Bad Teinach liegt im Bundesland Baden-Württemberg im Landkreis Calw. Der Ort erstreckt sich malerisch im Teinachtal im Norden des Schwarzwalds. Nur etwa 40 Kilometern entfernt befindet sich die Landeshauptstadt Stuttgart. Bahnreisende können vom Bahnhof mit den Zügen der Bahn nach Calw, Pforzheim und Horb am Neckar reisen. Über die Anschlussstelle der A 8 in Pforzheim gelangen Autofahrer nach Karlsruhe und Stuttgart.
Das Kurbad im Nordschwarzwald war einst ein wichtiger Verteidigungssitz der Staufer mit der Burg Zavelstein. Das Areal galt 600 Jahre lang als kleinste Stadt in Baden-Württemberg. Im Jahre 1632 wurde die Burg dann zerstört. Heute erinnert nur noch die über dem Ort thronende Ruine an diesen Teil der Historie des Ortes. Etwas Einmaliges ist auch die Kabbalistische Lehrtafel von 1673, die in der Dreifaltigkeitskirche besichtigt werden kann. Gestiftet wurde die Tafel von der württembergischen Prinzessin Antonia. Das ganze Jahr hindurch finden in Bad Teinach verschiedenste Feste und Feiern statt. Auf eine sehr lange Tradition kann der Hahnentanz zurückblicken. Der Tanz war früher vor allem bei Bauernhochzeiten gebräuchlich. Heute findet er im Rahmen des Straßen- und Lichterfestes statt und wird von einer Trachtengruppe vorgeführt. Bei dem Fest findet außerdem die Wahl der Wasserkönigin statt. Bei den Zavelsteiner Kellergesprächen in der kalten Jahreszeit diskutieren Prominente aus Wirtschaft, Kultur und Politik aktuelle Ereignisse unserer Zeit.
Für Erholungssuchende und Naturliebhaber lohnt sich ein Ausflug auf dem Naturlehrpfad der Stadt. 24 Informationstafeln bieten einen interessanten Einblick in die Flora und Fauna der Region. Der acht Kilometer lange Rundwanderweg führt vom Heilbad, über Zavelstein bis nach Rötenbach und wieder zurück in den Ort. Er eignet sich für Wanderer aller Fitnessgrade. Auf dem Ostweg, dem Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins, können Naturliebhaber den schönen Schwarzwald und viele interessante Sehenswürdigkeiten in der Umgebung entdecken.