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Was macht Adenau zur „Johanniterstadt“? Sicherlich nicht nur die Tatsache, dass 1162 ein Graf seinen in Adenau gelegenen Herrenhof den Johannitern schenkte, oder etwas doch? Zumindest wurde Adenau so zur drittältesten Niederlassung des Ordens. Die Mitglieder des Ordens sorgten sich um Kranke und Pilger. Bis Anfang des 16. Jahrhunderts war deren Vorsteher auch der Pfarrer in der katholischen Kirche, St. Johannes der Täufer. Die Kirche gibt es im Übrigen bereits seit 1224 und noch heute ist sie eine beliebte Sehenswürdigkeit. Durch Kriege zerstört und verändert, ist sie heute ein Stilmix aus Romanik und Gotik. Die Johanniter-Komturei erinnert im Übrigen bis heute an den Orden, der sich bereits in der frühesten Geschichte in Adenau niederließ. Das einstige Gebäude fungiert heute als Begegnungsstätte im Zentrum der Kommune. Auch das Johannitermuseum erinnert an anno dazumal.
Adenau liegt im Flusstal des Adenauer Baches. Das Gemeindegebiet umfasst ebenso das Landschaftsschutzgebiet „Rhein-Ahr-Eifel“. Adenau liegt in der Hocheifel, einem Teil des Mittelgebirges „Eifel“. Die Bundesstraße B257 führt durch den Ort; die B258 und die B412 sind nur unweit von Adenau entfernt. Die Gemeinde liegt circa 60 Kilometer westlich von Koblenz und circa 50 Kilometer südlich von Bonn.
Der Marktplatz der Kommune ist sehenswert! Denn dort gibt es ein historisches Ensemble von Gebäuden zu bewundern, die teilweise sogar unter Denkmalschutz stehen. Der Marktbrunnen besteht aus Basalt. Das beeindruckende Fachwerkhaus mit einem Dach aus Schiefersteinen, das Haus Stein am Markt, geht auf das Jahr 1630 zurück. Auch im Ortsteil Buttermarkt wird’s historisch. Dort befindet sich heute ein altes Fachwerkhaus, was von Adenau dorthin versetzt wurde. Woher der Ortsteil seinen Namen hat? Einst wurde dort Butter verkauft – und daran erinnert heute noch die Plastik der Butterfrau auf dem Platz.
PS-Fans kennen Adenau. Schließlich liegt der Ort nur unweit vom Nürburgring entfernt. Die Rennstrecke liegt auf dem Gebiet der Adenauer Verbandsgemeinde. Neben den sportlichen Events, die dort regelmäßig und PS-stark stattfinden, entstand ab 2007 ein Freizeitzentrum. Wessen Herz weniger für grölende Motoren schlägt, der nutzt Adenau als Ausgangspunkt für Ausflüge auf die Nürburg, die im gleichnamigen Ort noch als Burgruine zu bewundern ist. Und natürlich lockt auch die nahe Eifel Besucher und Einwohner in die Natur. Der höchste Berg, die Hohe Acht, bietet eine ganz besondere Attraktion: den Kaiser-Wilhelm-Aussichtsturm. Doch die Nähe zu Koblenz, empfiehlt sich auch ein Besuch am Deutschen Eck, einer Landzunge an der die Mosel in den Rhein mündet.