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Jülich ist eine Stadt, in der Geschichte und moderne Forschung aufeinandertreffen. Bereits in römischer Zeit als Straßenstation gegründet, erhielt der Ort im 13. Jahrhundert das Stadtrecht. Zahlreiche Bauwerke berichten von der Vergangenheit der Stadt, wie beispielsweise der Hexenturm, der im 14. Jahrhundert zur Stadtbefestigung gehörte und heute als Wahrzeichen von Jülich gilt. Unbedingt sehenswert ist auch die Zitadelle, die von Alessandro Pasqualini im 16. Jahrhundert erbaut wurde und als älteste Festungsanlage nördlich der Alpen gilt. Doch auch für Wanderer und Radfahrer ist die Stadt ein lohnenswertes Reiseziel. Die Jülicher Börde und die Rad- und Wanderwege an der Rur bieten gute Voraussetzungen für interessante Touren.
Innerhalb des Städtedreiecks Aachen, Köln und Düsseldorf gelegen und eingebunden in den Aachener Verkehrsverbund, ist die Stadt Jülich recht unkompliziert erreichbar. Flugreisende nutzen die Flughäfen Düsseldorf oder Köln/Bonn. Wer mit dem Auto anreist, fährt über die Autobahnen A4 oder A44 sowie die Bundesstraße B56. Sowohl die niederländische als auch die belgische Grenze ist nur etwa eine halbe Autostunde entfernt.
Über Landesgrenzen hinweg ist Jülich durch das Forschungszentrum bekannt geworden, in dem nationale und internationale Wissenschaftler vor allem in den Bereichen Energie, Information, Gesundheit und Umwelt forschen. Mit mehr als 5000 Mitarbeitern in neun Instituten und 56 Institutsbereichen gehört das Forschungszentrum nicht nur zu den größten Arbeitgebern der Region, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Die Zitadelle, der Brückenkopf-Park und der Kulturbahnhof sind nur einige Orte, an denen Kultur und Geschichte Jülichs bei traditionellen Festen erlebbar werden. Beliebt sind vor allem der Kunsthandwerkerinnenmarkt, der Weihnachtsmarkt und der Karneval mit dem Brauch des Lazarus Strohmanus, einer Strohpuppe, die am Fastnachtsdienstag durch die Stadt getragen und anschließend verbrannt wird. Wer tiefer in die Geschichte der Stadt eintauchen möchte, hat dazu im Stadtgeschichtlichen Museum und im Museum in der Zitadelle die Gelegenheit.
Rund um Jülich gibt es viel zu entdecken und zu erleben. Nur rund 15 Minuten ist beispielsweise das Bergbaumuseum in Aldenhoven entfernt. Interessant ist zudem auch die Abraumhalde des Braunkohletagebaus Sophienhöhe. Folgt man mit dem Fahrrad der ausgewiesenen Wasserburgenroute, trifft man häufig auf diese wehrhaften, steinernen Zeugen der regionalen Geschichte. Der RurUferRadweg hingegen führt entlang des Flusses Rur beispielsweise zum Barmener Baggersee und zur Aussichtsplattform Signal de Botrange.