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Bereits Johann Wolfgang von Goethe liebte sie. Die Rede ist von seiner Freundin Charlotte von Stein und natürlich von der Schweizer Hauptstadt Bern. Denn aus einem Briefwechsel mit seiner Liebsten aus dem Jahr 1779 geht hervor, wie sehr er Bern schätzte. In Bern finden Besucher Ruhe – und ein großes Erbe: Die Altstadt ist als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet und liegt malerisch von der Aar umgeben. Was darüber hinaus typisch für Bern ist? Laubengänge, die durch die Stadt führen, und über 100 Brunnen mit namhaften Figuren, die auf einer Stadtführung besichtigt werden können. Dabei ist jede Wasserstelle für sich eine Hommage an die Vergangenheit, denn der Gerechtigkeitsbrunnen und der Zähringerbrunnen erinnern an den Wohlstand der Bürger im 16. Jahrhundert. Doch nicht nur das: Brunnen sicherten in der Historie die Wasserversorgung der Stadt und boten gleichzeitig Raum, um sich auszutauschen.
Bern liegt zwischen den Hausbergen Gurten und Bantiger im schweizerischen Mittelland. Die Altstadt wird von der Aare umschlossen. Sowohl der Thunersee als auch der Neuenburgersee sind nur etwa eine halbe Autostunde von der Hauptstadt der Schweiz entfernt und gut über die Autobahnen A1 und A6 erreichbar. S-Bahnen und Züge komplettieren die Verkehrsinfrastruktur in der Stadt.
Goethe ließ sich in Bern inspirieren, Paul Klee ebenso. Und Einstein? Er lebte drei Jahre in Bern – und erlebte in der vergleichsweise kurzen Zeit viel in der Kramgasse 49. Er bezog mit seiner späteren Frau Mileva die erste gemeinsame Wohnung, wurde zum ersten Mal Vater und arbeitete an seinen bahnbrechenden Theorien. Grund genug für die Berner, Besucher ins Einstein-Haus zu laden, das dem Ausnahmegenie gewidmet ist. Es befindet sich im Übrigen in nächster Nähe zu einer weiteren Sehenswürdigkeit: dem Zeitglockenturm. Im 12. und 13. Jahrhundert war er das Westtor; die Turmuhr, die im 16. Jahrhundert nebst Spielwerk ergänzt wurde, gibt die Berner Stunden an. Ein weiteres Highlight ist das Berner Münster – und zwar nicht nur wegen seiner beeindruckenden Höhe, sondern auch wegen der enorm langen Bauzeit. 1421 wurde der Bau begonnen, 1893 erstmals fertiggestellt. Ein Highlight für Kunstbegeisterte ist zweifelsohne das Zentrum Paul Klee mit seiner faszinierenden, wellenförmigen Architektur.152
Natürlich ist Bern aufgrund seiner Lage ein Eldorado für Sportler und Naturfans. Auf schier endlosen Strecken kann hier vor malerischer Kulisse gewandert oder geradelt werden. Doch es gibt auch die andere Seite Berns, denn nachts achten nur die wenigsten auf die geografische Lage der Stadt, sondern genießen Las-Vegas-Feeling im Grand Casino Bern oder machen in Bars, Clubs und Discos die Nacht zum Tag. Zudem präsentiert sich die Stadt auch gerne von ihrer extravaganten Seite: Genächtigt wird dann in noblen Hotels wie dem Schweizerhof oder dem Bellevue Palace, geshoppt wird im Shopping- und Erlebniscenter Westside, das von dem weltberühmten Architekten Daniel Libeskind entworfen wurde. Auch gastronomische Vielfalt erstreckt sich in der Hauptstadt. Restaurants bieten Schweizer Spezialitäten oder haute de cuisine.