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Wo in der Stadt ist die Geschichte der Tuchmacher noch zum Greifen nahe? Sicherlich nahe den prunkvollen Tuchmacher-Villen, die einen krassen Unterschied zu den einfachen Häusern in den Webervierteln darstellen. Und was macht die Monschauer Tuche zu einmalig? Das wird erst bei der Tuchmacher-Stadtführung preisgegeben, die eines der kulturellen Highlights im Ort ist. Eins sei jedoch verraten: Das Rote Haus in Monschau steht sicherlich auch auf dem Sightseeing-Plan. Mitte des 18. Jahrhunderts muss das Patrizierhaus vom Tuchfabrikanten Scheibler erbaut worden sein. Lange Zeit war es der Unternehmenssitz des Familienbetriebs. Das Rote Haus liegt direkt an der Rur und teilt sich in ein linkes Wohnhaus und einen rechten Teil, in dem einst die Produktionsstätte war. Heute ist in diesem kulturhistorisch wertvollen Gebäude übrigens ein Museum zur bürgerlichen Wohnkultur untergebracht, das Stiftung-Scheibler-Museum.
Monschau liegt in der Eifel nahe der belgischen Grenze. Genauer gesagt befindet sich die Stadt zwischen den Bergen des Hohen Venn-Eifels und der Rureifel. Und damit kommt ein weiteres Indiz zur Lage hinzu: Die Stadt liegt an der Rur. Über die Bundesstraße B258 ist die 30 Kilometer nordwestlich gelegene Stadt Aachen schnell erreichbar.
In Monschau erwarten die Besucher Gaumenfreuden vor historischer Kulisse. Bereits seit 150 Jahren wird hier gebraut. Doch was macht das Monschauer „Felsquell“ wohl so schmackhaft? Angeblich sei der gute Geschmack auf die Qualität des Wassers zurückzuführen. Doch was genau dahinter steckt, erfahren die Besucher des Felsenkeller Brauerei-Museums. Ein leckeres Getränk ganz anderer Natur gibt es in der Caffee-Rösterei Wilhelm Maassen zu kosten: Seit 1862 wird hier Qualitätskaffee geröstet. Darüber hinaus gibt es weitere Themenmuseen wie das Druckerei-Museum, das Foto- und Filmmuseum und auch eine Glasbläserei im Ort. Tipp: Wer die Ausmaße der facettenreichen Stadt zu Beginn im Überblick erkunden will, dem sei zu einem Ausflug mit der Monschauer Stadtbahn geraten. 30 Minuten nur dauert die Fahrt, bei der Besucher mehr über die Geschichte der Tuchstadt erfahren und zur Burg Monschau gelangen, wo ein eindrucksvolles Panorama lockt.
Was ist das Charakteristische am Nationalpark Eifel? Das einzigartige Zusammenspiel von Wald- und Wasserlandschaften. So imposant die Größe der Buchen ist, so knorrig ist der alte Eichenbestand. Zudem war der Nationalpark Eifel der erste im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Das Gebiet, das vor 2004 noch wirtschaftlich genutzt wurde, dient heute Tieren und Pflanzen als geschützte Heimat. Knapp 1.000 verschiedene leben und wachsen heute dort. Mit einem erfahrenen Ranger wird die Nationalpark-Tour zum spannenden Naturtrip. Darüber hinaus gibt es zehn verschiedene ausgewiesene Wanderwege, die jeweils einen thematischen Schwerpunkt haben. Zudem bietet die Touristenregion mit dem Nature Fitness Park eine Nordic Walking Area für Profis und Neueinsteiger. Im Winter locken Pisten, Loipen und Rodelhänge in den Ort.