
Sortieren nach:
Die ehemalige Hansestadt hat eine bewegte Geschichte hinter sich, die noch heute am historischen Stadtbild nachempfunden werden kann. Der Kern besteht aus teils barocken Gebäuden, wie zum Beispiel das historische Rathaus. Der Straßenverlauf hat sogar noch seinen mittelalterlichen Grundriss beibehalten. Das historische Ambiente wird zusätzlich von den malerischen Fachwerkhäusern und Speichergebäuden aus der frühen Neuzeit erschaffen. Ein Spaziergang durch die verschiedenen Stadtteile lohnt sich, um die alten Gutshäuser und teils gut erhaltenen sakralen Gebäude wie die Dorfkirche Hohendorf aus dem 13. Jahrhundert zu besichtigen. Wolgast ist vom Naturpark „Flusslandschaft Peenetal“ umgeben, das aus rauen Moorlandschaften und aus wundervollen Wiesen und Wäldern besteht. Da die Peene noch unverbaut ist, bietet sie beste Lebensbedingungen für Tiere. Hier haben Besucher die Möglichkeit, Biber in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Für Wanderungen, Radtouren und Wassersport ist dieser Naturpark der ideale Ort.
Wolgast in Mecklenburg-Vorpommern liegt vor der Insel Usedom, am Westufer des Peenestroms, der zwischen Usedom und dem Festland verläuft. Der Stadtteil Mahlzow befindet sich auf der Insel Usedom und ist über die Wolgaster Brücken erreichbar. Die Stadt ist an die Bundesstraße 111 angeschlossen, die durch Usedom führt. In nur 40 Minuten erreichen Besucher den beliebten Badeort Heringsdorf. Nach Greifswald benötigen Autofahrer nur circa 35 Minuten. Bahnreisende gelangen mit der Usedomer Bäderbahn nach Wolgast.
Die wendischen Liutizen haben sich in der Umgebung niedergelassen und erste Ortschaften gegründet. In einer Urkunde taucht die Stadt erstmals 1123 auf. Fünf Jahre später ist die gotische St.-Petri-Kirche erbaut worden, die den Ursprung der Stadt markiert. Die restaurierte Kirche bietet auf ihrer Aussichtsplattform eine schöne Aussicht über die Stadt und ihre Umgebung. Bereits ein Jahrhundert später erhielt der Ort die Stadtrechte. Bis ins 17. Jahrhundert hinein waren die Herren der Stadt die Herzöge von Wolgast, die ein Schloss im Renaissancestil erbauten, das allerdings nicht mehr existiert. Es befand sich auf der herzoglichen Schlossinsel, einer kleinen, vor Usedom vorgelagerten Insel. Aus dem 15. Jahrhundert stammt die Gertrudenkapelle, die dem Heiligen Grab in Jerusalem nachempfunden wurde. Weitere historische Denkmäler dieser Stadt sind die Reste der Stadtmauer in der Altstadt sowie das Postgebäude aus der Gründerzeit. Informationen zur Stadtgeschichte erhalten Interessierte im „Museum Kaffeemühle“, einem ehemaligen Getreidespeicher aus dem 17. Jahrhundert. Über das Leben und Wirken des Malers Philipp Otto Runge kann in seinem Geburtshaus, dem Rungehaus, nachgelesen werden.
Eine sehenswerte Attraktion ist der Hafen in der Nähe der Schlossinsel. Hier reihen sich Jahrhunderte alte Fachwerkspeicher und ehemalige Kaufmannshäuser sowie Überbleibsel der alten Stadtmauer aneinander. Ein Erlebnis ist auch die Peenebrücke nicht weit von Wolgast, die zu den größten Wegebalken-Klappbrücken in Deutschland gehört. Sie ist sowohl eine Eisenbahn- als auch Straßenbrücke, die das Festland mit Usedom verbindet und sich alle 4 Stunden öffnet. Für Familien ist ein Besuch im Tierpark Wolgast empfehlenswert. Über 300 Tiere werden hier unter natürlichen Bedingungen gehalten. Kleinen Gästen stehen Spielplätze und eine Scooterbahn zur Verfügung. In dem Streichelgehege können ausgewählte Tiere hautnah erlebt und gestreichelt werden. In der Stadt selbst ist der Mühlen-Stein-Park der ideale Ort zum Entspannen. Der liebevoll angelegte Park beherbergt eine interessante Sammlung von Mühlen, Mühlensteinen und ähnlichen Gerätschaften, die zum Teil einige Jahrtausende alt sind. Wandern und Erleben können Besucher in der ländlichen Umgebung auf verschiedenen Pfaden. Im „Wald der Sinne“ beispielsweise können Besucher verschiedene Stationen wie ein Insektenhotel sowie ein Barfuß-Abschnitt erleben und erhalten viele lehrreiche Informationen.