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In einem langen Tal liegt die malerische Ortsgemeinde Sankt Martin. Flankiert wird sie von steilen Hängen, an denen Reben für besten Wein angebaut werden. Bewaldete Gebirgszüge rahmen den Ort ein und geben ihm einen märchenhaften Anblick. Doch erst mitten im Ort gibt es wahre Schätze zu entdecken. Nur zu Recht steht der charmante Ortskern unter Denkmalschutz. Romantische Fachwerkhäuser reihen sich hier wie Perlen auf die Schnur. Sie zeigen sich als Winzerhöfe mit Torbögen, die aus dem 16. bis 19. Jahrhundert stammen. An jeder Ecke gibt es zauberhafte Denkmäler zu bewundern wie Reliefsteine oder Renaissance-Torbögen. Der Ortsname ist hier am 11. November jedes Jahr Programm. Er ist lokaler Feiertag und viele Bräuche haben einen festen Platz wie der Laternenumzug oder die Martinsfeuer.
Die rheinland-pfälzische Ortsgemeinde Sankt Martin liegt westlich der Haardt und im Norden wird sie von der Kalmit, dem höchsten Berg des Pfälzerwaldes, begrenzt. Der Kropsbach fließt durch den Ort und östlich führt die Bundesautobahn A 65 vorbei. Damit sind die nahegelegenen Städte Neustadt an der Weinstraße und Landau in der Pfalz schnell erreichbar.
Hoch über der Stadt auf einem Hügel des Hochberges steht die Kropsburg. Wahrscheinlich hat das Herrschergeschlecht Staufer die Burg um das Jahr 1200 errichtet. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg im Jahre 1689 wurde die Burg fast vollständig zerstört. Aus den Resten baute Amandus von Dalberg 1771 ein herrschaftliches Wohnhaus, in dem heute ein Restaurant untergebracht ist. Der Ausblick von dort oben auf die Rheinebene ist legendär. Ebenfalls die Herrscher von Dalberg statteten die charmante Kirche St. Martin mit wunderbaren Kunstwerken aus. Sehenswert ist das spätgotische Steinrelief Die Grablegung Christi aus dem Jahre 1514. Ebenso einen imposanten Eindruck hinterlässt das sechs Meter hohe Sakramentshäuschen aus dem 16. Jahrhundert. Wunderschön sind auch die lebensgroßen Figuren der Dalberger, die vor dem Doppelgrab stehen.
Wer in Sankt Martin weilt, sollte sich unbedingt für eine der attraktiven Wanderstrecken entscheiden. Die Schönheit der Natur erblickt man sehr gut auf der Wanderung zur Villa Ludwigshöhe. Vom Tourismusbüro geht es zuerst den steilen Kreuzweg weiter zum Burgweg, der zur Kropsburg hoch führt. Weiter geht es in Richtung Friedensdenkmal. Der Pfälzer Keschdeweg geht direkt hinauf zur Villa Ludwigshöhe. Von dort aus fährt eine Sesselbahn zur Ruine Rietburg, die eine der höchstgelegenen Burgruinen der Pfalz ist. Hier öffnet sich der Blick auf das größte zusammenhängende Weinbaugebiet Deutschlands und bei klarer Luft reicht die Aussicht sogar bis nach Worms, Speyer und den Odenwald. Die Markierung mit der grünen Weintraube führt wieder zurück nach Sankt Martin.