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Inmitten Oberbayerns liegt die Stadt Amberg. Auf mehr 1000 Jahre Geschichte kann die Stadt am Flüsschen Vils zurückschauen. Das bekannteste Wahrzeichen Ambergs ist die „Stadtbrille“. Dabei handelt es sich um einen Wassertorbau der über die Vils führt. Früher diente der Bau als Stadtbefestigung, aber auch als Verbindung zwischen dem neuem Schloss und dem Zeughaus. Noch heute prägt die Stadt ihre mittelalterliche Geschichte. Sie ist durch den doppelt befestigten Stadtmauerring mit seinen Türmen und Toren, dem gotischen Rathaus mit Renaissanceanbau sowie den prachtvollen Kirchen immer präsent. Besuchermagneten sind vor allem die „Alte Veste“, das neue Schloss und das Zeughaus.
Amberg ist eine Stadt in Bayern. Sie liegt etwa 60 Kilometer östlich von Nürnberg sowie rund 55 Kilometer nördlich von Regensburg. Mit dem Auto erreicht man die Stadt über die A 6, mit der Bahn hat man einen Anschluss über Nürnberg, Schwandorf sowie Regensburg.
Eine wichtige wirtschaftliche Stellung in Amberg hat die Siemens AG, die hier elektromechanische Schaltgeräte und speicherprogrammierbare Steuerungen fertigen lässt. Ein weiteres großes Unternehmen ist die Grammer AG, die Fahrer- und Passagiersitze sowie Komponenten für die Pkw-Innenausstattung produziert. In Amberg befindet sich die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden. Am Standort Amberg kann man in den Fakultäten für Maschinenbau und Umwelttechnik sowie Elektro- und Informationstechnik studieren.
Einen Besuch wert ist das Stadtmuseum Amberg. Besonders sehenswert ist hier das "Prechtl-Kabinett". Es stell mehr als 100 Originalzeichnungen, Gemälde sowie eine Auswahl an Plakaten des Amberger Künstlers Michael Mathias Prechtl aus. Konnte man die Amberger Adlerapotheke bis 2007 selbst aufsuchen, steht sie heute im Museum. Die Einrichtung stammt aus den Anfängen der Apotheke um 1875. Zu sehen gibt es außerdem die Spezialsammlung "Amberger Fayence und Steingut". Die rund 1000 Exponate stellen die Vielfältigkeit der Fayenceerzeugnisse im 18. Jahrhundert und der Steingutwaren dar. Der Geschichte der Emailwarenfabrik Gebrüder Baumann wird ein eigener Bereich zugestanden. Das Unternehmen stellte zwischen 1872 und 1986 eines der größten Unternehmen der Oberpfalz dar und exportierte Produkte vom Kochtopf bis zum Nachttopf in alle Welt.
Unbedingt besuchen sollte man das einmalige Luftmuseum Amberg. Hier werden die verschiedensten Geräte, Erfindungen und Kunstwerke in Bereichen wie Design, Kunst und Architektur ausgestellt – allen gemein ist, dass sie mit dem Element Luft funktionieren. Von der Luftdusche über den fliegenden Teppich, dem Fifty-Fifty-Würfel oder Einkaufstütenorgel gibt es vieles zu entdecken und zu verstehen. Ein Erlebnis ist eine Fahrt mit der Plätte auf der Vils. Auf dem Vilskahn fährt man durch die Stadtbrille aus der Stadt und dem ehemaligen Landesgartenschaugelände entgegen.