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Obwohl Fröndenberg an der Ruhr eine eher junge Gemeinde ist, lassen sich die Spuren der Stadt bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Schon im 12. Jahrhundert wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Die Burgruinen Ardey und Hünenknüfer zeigen, wie wichtig die Region bereits damals war. Bei einem Spaziergang durch die Stadt lassen sich noch heute viele historische Sehenswürdigkeiten aus längst vergangenen Tagen entdecken. Sehr beeindruckend ist die Stiftskirche, die ab dem Jahre 1230 als Klosterkirche eines Zisterzienserklosters erbaut wurde. Sehenswert ist ebenfalls der Bismarckturm Unna, der von Professor Bruno Schmitz aus Düsseldorf entworfen und im Jahre 1900 eröffnet wurde. Er steht auf der höchsten Erhebung der Stadt und bietet auf fast 20 Meter Höhe einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt und ihre Umgebung.
Im Bundesland Nordrhein-Westfalen zwischen Ruhrgebiet und Sauerland liegt die Stadt Fröndenberg an der Ruhr. Die gut ausgebaute Infrastruktur in und um die Stadt herum führt ins Ruhrgebiet und in alle anderen Richtungen. Die nahegelegene A 1 bietet eine schnelle Anbindung nach Hamm und Münster, über die A 44 gelangen Autofahrer nach Dortmund, Soest und Kassel. Am Bahnhof der Stadt bieten der Sauerland-Express, die Hönnetal-Bahn und der Dortmund-Sauerland-Express schnelle Zugverbindungen in die nächsten größeren Städte.
Wer Kultur mag, der findet in Fröndenberg verschiedenste kulturelle Angebote. Seit 2002 gehört die Stadt zum Kulturprojekt Hellweg – ein Lichtweg mit einer lichtakustischen Skulptur in der Innenstadt. Geschaffen wurde sie vom Künstler Tilman Küntzel. Ein Video zeigt das fließende Ruhrwasser, welches von entsprechenden Geräuschen untermalt wird. Lange Zeit war die Stadt für die Produktion von schmiedeeisernen Ketten weitläufig bekannt. Im Kettenschmiedemuseum erfahren Besucher alles über diesen wirtschaftlichen Aspekt in der Vergangenheit des Ortes. Das Museum befindet sich in dem vormaligen Magazingebäude der Papierfabrik Himmelmann und zeigt ein Original-Schmiedefeuer aus dem Jahre 1910. Zwischen April und Oktober können Besucher immer am ersten Sonntag des Monats bei der Kettenproduktion am Schmiedefeuer zusehen. Ganz in der Nähe des Museums befindet sich das Industriedenkmal Fröndenberger Trichter, der früher das Wasser der Papierfabrik aufbereitete.
Obwohl Fröndenberg als Eingangstor ins pulsierende Ruhrgebiet gilt, hat es trotzdem viele grüne Oasen für Erholungssuchende und Naturliebhaber zu bieten. So führt der Ruhrtalradweg über 230 Kilometer von Winterberg bis nach Duisburg. Zu den Etappenorten gehört auch das nahegelegene Menden, in dem viele Sehenswürdigkeiten auf ihre Entdeckung warten. So ist der Hexenteich samt Skulpturenpark ein grünes Kleinod, das es zu besuchen lohnt. Auf dem Rodenberg können Reste einer mittelalterlichen Burg entdeckt werden. Die Schlossmühle gilt als älteste Mühle von Menden und stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert. In ihrem Inneren lädt ein gemütliches Restaurant zum Genießen und Verweilen ein.