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Die größte Gemeinde im Landkreis München, Sauerlach, umfasst 12 Ortsteile und erstreckt sich über mehr als 50 Quadratkilometer. Eine Keltenschanze lässt vermuten, dass das Gebiet von Sauerlach bereits vor Christus besiedelt war, die erste Urkunde ist jedoch erst auf das 8. Jahrhundert nach Christus datiert. Zuvor mussten wohl Bajuwaren vor Ort gesiedelt haben – in einem Gebiet, das sie Saulachenwald nannten. Und genau durch diese Siedlung verlief ein wichtiger römischer Handelsweg: die Salzstraße. An diese Zeit erinnert im Übrigen ein Römerstein an der Bundesstraße B13. In Anbetracht der langen Geschichte des Ortes, ist es nicht verwunderlich, dass es zahlreiche historische Gebäude gibt, die zur Erkundung einladen. Kapellen und Kirchen gibt es im Ort zuhauf und im Heimatmuseum gibt es weitere Relikte aus der Geschichte der Gemeinde Sauerlach. Zudem bietet die Gemeinde in nächster Umgebung 20 Anlaufstellen, die in der freien Natur sehenswert sind. Und wem das bayerische Idyll in Sauerlach zu wenig aufregend ist, dem sei gesagt: München liegt nur einen Katzensprung von der Gemeinde entfernt.
Ungefähr 20 Minuten trennen die Gemeinde Sauerlach von der bayerischen Hauptstadt München. Die S-Bahn-Linie 3 führt direkt in die vorgelagerte Gemeinde. Darüber hinaus gibt es Busse, die durch den Ort und nach München führen. Sauerlach ist über die Bundesstraße B13 und die Autobahn A8 verkehrstechnisch gut angeschlossen.
Die erste Anlaufstelle, um etwas über die Geschichte der oberbayerischen Gemeinde Sauerlach zu erfahren ist – das Heimatmuseum im Ort. Der Troadkasten wurde im Jahr 1667 erbaut. In vergangener Zeit war das zweistöckige Haus noch ein Nebengebäude eines Hofes – und diente als Lagerort für Getreide. Restauriert wurde der Troadkasten im Jahr 1987. Seither werden dort die Arbeit und das Leben auf dem bayerischen Land für die Besucher erlebbar. Wer Kultur aktiv erleben will, der sollte sich auf die Radtour zu den Sauerlacher Kapellen und Kirchen begeben. Die St.-Andreas-Kirche, die Zachäus-Kirche, die St.-Ulrich-Kapelle, die St.-Anna-Kapelle, die St.-Margaret-Kirche, die Nikolaus-Kapelle, die Dreifaltigkeits-Kapelle, die St.-Corona-Kapelle und St.-Michael-Kirche stehen dabei auf dem 21 Kilometer langen Tourenplan. Diese Kirchen und Kapellen sind gleichsam die schönsten Baudenkmäler im Ort.
Auf 22 Kilometern führt der Natur-Rad-Wanderweg zu 20 Aussichtspunkten in und um Sauerlach. Ausgangspunkt der Tour ist die siebenstämmige Linde, ein Naturdenkmal im Ort. Der Aichstetter-Brunnen ist die nächste Station, die angefahren wird. Ein verdecktes Bodendenkmal lässt vermuten, dass der Brunnen aus dem 11. Jahrhundert stammt. Weiter geht’s über die Sturmlack hin zur Friedenslinde, die nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges gepflanzt wurde. Die Allee der 40 Sommerlinden geht zurück auf das Jahr 1908 und eine Aktion zweier Sauerlacher Bürger, die die Linden angepflanzt haben. Mit dem Insektenhotel und dem Waldlehrpfad steht im Anschluss an die Linden noch mehr Flora und Fauna auf dem Programm. Die nächste Station, der Hirschbrunnen, ist ein Indiz dafür, dass einst in den Sauerlacher Wäldern Rotwild zuhause war – und stiftete den Namen. Als Tränke fungierte der Forstweiher, der ebenfalls ein Ziel des Natur-Rad-Wanderweges ist. Mit Bad(e)-Lack und Herren-Lack stehen anschließend zwei Laichgewässer auf dem Plan. Sie gelten ebenso als Relikte der Eiszeit wie die Schmelzwasser-Rinnen, die zwischen Eichenhausen und Altkirchen liegen. Streuobstwiesen, alte Eichen und ein Bodendenkmal können die Teilnehmer des Natur-Rad-Wanderweges anschließend bewundern. Die Keltenschanze geht auf das letzte Jahrhundert vor Christus zurück. Die Lack in Gumpertsham, der Ziegelweiher und ein Beobachtungsstand, der den Blick auf den Kiesabbau freigibt, stehen nun an nächster Stelle auf der Liste der Naturhighlights in und um Sauerlach. Die Route schließt mit einem künstlich angelegten Laichgewässer für Frösche und Kröten und einem Magerstaudenbeet, das für Insekten und Bienen das Nahrungsangebot sichert.