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In der brandenburgischen Stadt Templin ist die reiche mittelalterliche Vergangenheit noch an vielen Stellen sichtbar. Gegründet im 13. Jahrhundert an einer Handelsstrecke, wurde die Stadt mit einer imposanten Feldsteinmauer geschützt – noch heute kann man sie in der angenehm unaufgeregten Stadt im Stadtkern entdecken. Hinzu kommen die drei erhaltenen Stadttore, die die Templiner Stadtbefestigung wohl zur schönsten im norddeutschen Raum macht. Im Prenzlauer Tor ist das Museum für Stadtgeschichte untergebracht. Das Bauwerk ist das jüngste seiner Art in der Stadt, sein Vortor neben dem Haupttor und der Zwinger machen es zu einem besonderen mittelalterlichen Torturm. Im Museum erfahren Besucher mehr über den Waldemarsgang mit dem Waldemarstor, der seinen Namen von der Legende um den Falschen Waldemar hat.
Templin ist eine Stadt, die sich etwa 43 Kilometer nordwestlich von Eberswalde befindet. Sie befindet sich unweit der Norduckermärkischen Seenlandschaft und des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land. Berlin liegt etwa 76 Kilometer südlich. Über die Bundeshauptstadt erreicht man Templin mit der Bahn stündlich. Zur Anreise mit dem Auto nutzt man die A 11.
Über Templin erfährt am meisten bei einem Spaziergang durch die Altstadt. Dort sieht man das Historische Rathaus, das an diesem Ort einige Vorgänger hatte. Das letzte Rathaus wurde 1735 bei einem Stadtbrand zerstört, woraufhin der Neubau nach Plänen von Karl Samuel Schmidt und dem königlichen Hofbaumeister Johann Gottfried Kemmeter zwischen 1746 und 1748 erbaut wurde. Gekrönt wird der opulente Barockbau mit der Putzfassade und dem Walmdach von dem preußischen Adler auf der Spitze. Sehenswert ist auch die St. Georgen Kapelle nahe des Berliner Tors. Es ist das älteste Gebäude der Stadt und hat seinen Ursprung im 14. Jahrhundert. Im Inneren warten zwei besondere Kunstwerke: die Holzplastik des Schutzpatron Georg aus dem 16. Jahrhundert und ein Flügelschrein aus dem 15. Jahrhundert. Der älteste und zugleich kleinste Torbau von Templin ist das Mühlentor. Hier kann man an der Stadtseite des Tores ein Plattenfries mit Palmettenornament entdecken.
Über die Stadtgrenzen hinaus bis nach Berlin ist der Ruf der NaturThermeTemplin. Hier genießen die Großstädter und Besucher die jodhaltige Templiner Thermalsole die zwischen 32 und 36 Grad warm ist. Beliebt ist die Thermalsole-Badelandschaft aus Grottengang, Strömungskanälen, Whirlpools und Unterwassermassagestationen. Im Außenbecken kann man es sich mit der Wasserfallgrotte und den Geysiren gut gehen lassen. Zudem bietet die Therme eine Saunalandschaft mit Erdsauna und Finnischer Sauna, der Galerie- und Blockhaussauna, der Kräuterdunstbad und viele andere Saunaanwendungen. Im Wellness- & Therapiezentrum können Gestresste sich im Hamam, Rasul, bei Massagen und Ayurveda-Anwendungen erholen.