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Inmitten der Mecklenburger Seenplatte versprüht die Landstadt Mirow viel maritimes Flair. In dieser Region finden sich über 100 malerische Gewässer, die über zahlreiche Kanäle und Flüsse miteinander verbunden sind. Mirow wurde bereits im 13. Jahrhundert besiedelt, damals ließen sich hier die Johanniter nieder. Der Ortsname stammt aus dem Slawischen und bedeutet in etwa „Ort des Friedens“. Und auch heute noch finden Besucher in dem beschaulichen Ort Ruhe und können mal so richtig vom Alltag abschalten. Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört der Mirower See, an dessen Ufer Fischer fangfrischen Fisch zum Verkauf anbieten. Die Räuchereien am See kredenzen herzhafte regionale Fischmahlzeiten, die dann mit einem wunderbaren Blick auf das Gewässer verspeist werden können. Im Stadtzentrum haben sich viele historische Gebäude im Fachwerkstil erhalten, die bei einem Spaziergang durch die Gassen besichtigt werden können.
Mirow liegt im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern am gleichnamigen See. Der Ort erstreckt sich inmitten der Mecklenburger Kleinseenplatte, etwa 50 Kilometer von Neubrandenburg entfernt. Ganz in der Nähe befinden sich die Müritz und der gleichnamige Nationalpark. Besucher profitieren von der verkehrsgünstigen Lage des Ortes. Autofahrer gelangen über die Autobahnen A 24 und A 19 nach Mirow. Für Bahnreisende empfiehlt sich die Anreise über den Neustrelitzer Bahnhof. Von dort fährt ein Regionalzug im Stundentakt bis in die beschauliche Landstadt.
Kulturliebhaber erwartet in der Stadt eine Fülle an historischen Sehenswürdigkeiten. Weithin bekannt ist die Schlossinsel mit dem einstmaligen Schloss der Mecklenburg-Strelitzer Herzöge. Von außen wirkt der Bau sehr schlicht, in seinem Inneren verbirgt er einen kostbaren Festsaal, der vom italienischen Stuckateurs Giovanni Battista Clerici im barocken Stil gestaltet wurde. Jedes Jahr im Sommer ist die Insel der Veranstaltungsort der Schlossfestspiele, bei denen Meisterwerke der Operngeschichte aufgeführt werden. Auf der Liebesinsel befindet sich das Grabmal von Adolf Friedrich VI. Im 13. Jahrhundert ließen die Johanniter hier ihre Komturei aufbauen, später errichtete der mecklenburgische Herzog Karl eine mächtige Festungsanlage zu Verteidigungszwecken. Durch den neu angelegten Wall und den Wallgraben wurde die Halbinsel schließlich zur richtigen Insel.
Dank der malerischen Lage in der Mecklenburger Kleinseenplatte ist Mirow ein lohnendes Ausflugsziel für Wassersportler. Der Mirower See am Rande des Müritzer Nationalparks lädt zum Segeln, Surfen oder Baden ein. Wer mag, der kann hier sogar mit dem Wasserski über den See flitzen. Radler finden rund um die zahlreichen Seen viele gut ausgeschilderte Radwege, die zu einer erlebnisreichen Tour am Ufer entlang einladen. Für Wanderer gibt es Wasserwanderwege, die mit wunderbaren Aussichten auf die Gewässer locken. Mit etwas Glück lassen sich dabei für die Region typischen Tieren und Pflanzenarten entdecken.