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Wer nach Sehnde reist, kommt in eine Region mit Gegensätzen. Die reizvolle Landschaft zwischen der Norddeutschen Tiefebene und Ausläufern des Mittelgebirges präsentiert sich einerseits als Gartenregion mit zahlreichen Parks, Gärten und Naturschutzgebieten, zeigt andererseits aber auch das Gesicht eines der größten Industriezentren Norddeutschlands, denn das Gebiet um Hannover lag schon vor Jahrhunderten an wichtigen Handelswegen und war reich an Bodenschätzen. Sehnde ist eine noch junge Stadt, der erst im Jahr 1997 das Stadtrecht verliehen wurde. Bekannt waren viele der heutigen Ortsteile jedoch bereits im Mittelalter, wie zum Beispiel der Rittersitz Rethmar. Das Rittergut beherbergt heute einen Gastronomiebetrieb mit Veranstaltungs- und Tagungsräumen. Gleich nebenan erfahren Interessierte mehr über die Geschichte von Stadt und Gegend im Regional-Museum Sehnde.
Durch die Nähe zu Hannover ist Sehnde ausgezeichnet zu erreichen. Über die Bundesstraße B65 oder mit der S-Bahn dauert die Fahrt nur rund 30 Minuten. Vom Flughafen Hannover ist man mit der S-Bahn nach etwa einer Stunde im Ortszentrum. Die Deutsche Bahn bedient die Stadt mit der Strecke Lehrte-Hildesheim.
Über mehr als 100 Jahre war der Kalibergbau der wichtigste Industriezweig in der Region. Kali wurde vor allem für die Düngemittel- und die Streusalzproduktion benötigt. Nach der Stilllegung der Kaliförderung in den 1990er Jahren haben sich inzwischen eher mittelständische Firmen in der Stadt angesiedelt, wie zum Beispiel die Beste Bau Bauregie GmbH und die Gabriel Deutschland LTD, die mit ihrer Technologie Belastungen aus Elektrosmog reduziert.
Der Kulturverein Sehnde stellt jedes Jahr ein vielfältiges Programm zusammen, das von Musik über Kabarett bis zum Theater reicht. Veranstaltungsorte sind zum Beispiel das Forum der KGS, das Schloss Rethmar und die Barockkirche Ilten. Durch die exponierte Lage von Sehnde zwischen Hannover, Peine und Hildesheim bietet die Stadt jedoch auch eine hervorragende Ausgangsbasis zu den Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen in der Region. Ein Katzensprung ist es beispielsweise nach Hildesheim, das nur 15 Minuten von Sehnde entfernt ist und Kulturdenkmäler aus mehreren Epochen sowie mehrere Theater und Museen besitzt. Ein Highlight für Fans alternativer Musik ist beispielsweise das seit dem Jahr 2000 jährlich hier stattfindende M’era Luna Festival.
Die Gegend um Sehnde hat ein ausgezeichnetes Radwandernetz, das auf landschaftlich schönen Strecken verschiedene Themen fokussiert, wie zum Beispiel die Industrielle Entwicklung und die Siedlungsgeschichte. Interessant ist auch eine Tour rund um Gretenberg, in die Gödringer Berge oder zum Gutshof Rethmar. Auf dem rund 50 Kilometer langen Großen Rundweg lernen Radwanderer die unterschiedlichen Landschaftsräume der Region kennen.