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In einer landschaftlich reizvollen Park- und Kulturlandschaft überzeugt die Stadt Coesfeld mit vielen hübschen Sehenswürdigkeiten. Zu den schönsten Sakralbauten in der Innenstadt gehört die Kirche St. Lamberti direkt am Marktplatz. Sie wurde im Stil einer gotischen Hallenkirche errichtet und beherbergt im Inneren das Coesfelder Kreuz. Es ist das größte Gabelkreuz Deutschlands und darum ein beliebtes Ziel von Wallfahrern. Ein steinerner Zeuge längst vergangener Zeiten ist das Backsteingiebelhaus am Markt 3. Der Maueranker des Bauwerks ist auf das Jahr 1744 datiert, vermutlich ist es aber erheblich älter. Aus der Zeit des Mittelalters stammt das Walkenbrückentor, in dem heute das Stadtmuseum untergebracht ist. In ihm erfahren Besucher viele interessante Details aus der bewegten Vergangenheit der Stadt.
Coesfeld gehört zum Bundesland Nordrhein-Westfalen und befindet sich am Fluss Berkel. Der Ort liegt idyllisch im Westen des Münsterlandes und wird vom Teutoburger Wald, der Soester Börde und der Grenze von Niederland umgeben. Die schöne Stadt Münster ist nur etwa 35 Kilometer entfernt. Nach wenigen Fahrtminuten und etwa acht Kilometer Entfernung gelangt man auf die A 31. Über die A 43 östlich der Stadt können Autofahrer schnell nach Münster fahren. Der Bahnhof von Coesfeld ist ein Haltepunkt der Westmünsterlandbahn, die von Dortmund bis in die Niederlande nach Enschede verkehrt. Weitere Zugverbindungen bieten einen Anschluss nach Münster.
Für Kulturinteressierte gibt es in Coesfeld viel zu entdecken. Im Glasmuseum im Alten Hof Herding wird die Glassammlung von der Stifterin Lilly Ernsting in einem beeindruckenden lichtdurchfluteten Sandsteingebäude präsentiert. Wechselnde Ausstellungen moderner Glaskünstler aus ganz Europa runden das Museumsangebot ab. Nicht nur für Nostalgiker lohnt sich ein Besuch im Puppenmuseum. In ihm wird Spielzeug aus längst vergangenen Tagen, allen voran natürlich Puppen, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Kulturelle Veranstaltungen unterschiedlichster Art in einem schönen Ambiente bietet die Freilichtbühne in Coesfeld-Flammschen in der warmen Jahreszeit. Das ehemalige Schloss lädt mit seinem malerischen grünen Park zum Flanieren und Verweilen ein. Für Geschichtsinteressierte lohnt sich ein Besuch der Ruine der Ludgerusburg aus dem 17. Jahrhundert, einer sternförmigen Zitadelle, die im Norden der Stadt liegt. Ihren Namen erhielt die Anlage nach dem Heiligen Ludgerus, der als erster Bischof des Bistums Münster fungierte.
Zu den beliebtesten Ausflugszielen im Kreis Coesfeld gehören die Baumberge. In dem Gebiet wurde über 1000 Jahre lang der Baumberger Sandstein abgebaut. Der Sandstein wurde in den nordeuropäischen Raum expandiert und ist noch heute in vielen Sakralbauten als Bildhauerkunst zu bewundern. Wie das Münsterland ist auch die Baumberge-Region als Radler-Paradies bekannt. Gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege laden Naturliebhaber und Freizeitsportler dazu ein, die grüne Natur zu erkunden. So lässt sich auf der Sandsteinroute die 1000-jährige Geschichte des Sandsteins nacherleben. Auf der 100-Schlösser-Route können Radfahrer die schönsten Sehenswürdigkeiten vom östlichen Münsterland bis ins malerische Tal der Lippe besichtigen.