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Wo früher reger Kurbetrieb herrschte, sind heute bedeutende Firmen angesiedelt. Dennoch besitzt Bad Oldesloe noch diesen gewissen Charme, der zum Beispiel der Flusslandschaft zu verdanken ist, die sich durch die Stadt zieht. Überall sind historische Gebäude zu sehen, wie das Alte Rathaus aus dem Jahre 1801. Vor dem klassizistischen Bau ist der Gänselieselbrunnen zu sehen. Besonders am Ufer des Flusses Trave stehen noch viele historische Fachwerkhäuser oder Gebäude mit roten Klinkersteinen. Hier gibt es auch noch gemütlich Gaststätten, deren Terrassen unmittelbar einen Blick auf die Trave zulassen und die Idylle pur vermitteln. Rund um Bad Oldesloe zeichnen weite Felder und die unberührte Natur des Naturschutzgebietes Brenner Moor das Landschaftsbild.
Die schleswig-holsteinische Kreisstadt wird von den Flüssen Trave und Beste durchflossen und liegt mitten im Naturschutzgebiet Brenner Moor. Durch das südöstliche Stadtgebiet verläuft die Bundesautobahn A 1. Damit sind die nahegelegenen Städte Hamburg und Lübeck schnell erreichbar. Die Autofahrt nach Bad Segeberg beträgt über die Bundesautobahn A 21 nur eine halbe Stunde. Bahnreisende haben eine Direktverbindung in diese Städte im Stundentakt.
In Bad Oldesloe haben sich einige bedeutende Unternehmen niedergelassen. Die Firma Hako GmbH produziert Maschinen in der Reinigungstechnik und ultraleichte Nutzfahrzeuge. Sie zählt international zu den führenden Unternehmen in dieser Branche. Auch das weltweit agierende Unternehmen Minimax hat in der Stadt ihren Hauptsitz. Es gehört zu den größten Brandschutzunternehmen auf der Welt.
Das Heimatmuseum ist im Gebäude der alten Stadtschule untergebracht. Es liefert einen interessanten Einblick in die Stadtgeschichte von der Nacheiszeit bis in die Gegenwart. Zahlreiche Exponate zeigen Bad Oldesloe zur Zeit der Salzgewinnung und als Kurstadt sowie das Handwerk und die Zünfte. Die Mennokate ist dem Gedenken an Menno Simons gewidmet. Hier können Schriften und Werke des bedeutenden niederländisch-friesischen Theologen bestaunt werden. Für die kulturelle Unterhaltung sind in der Stadt zwei Vereine zuständig. Besonders die aufwendig inszenierten Freiluft-Aufführungen sind sehenswert.
Die ruhig dahinfließende Trave ist für alle Kanufahrer ein wahres Eldorado. Geübte Paddler können von Bad Oldesloe bis in die Hansestadt Lübeck paddeln. Mietstationen für Kanus sind ebenfalls vorhanden. In der Stadt sind bisweilen viele Pilger zu sehen, denn sie ist auch ein Teil des berühmten Jakobwegs. Ein Teilstück führt vom Bahnhof zum Kloster Nütschau. Der fünf Kilometer lange Wanderweg geht durch das wunderschöne Naturschutzgebiet Brenner Moor und ist mit der gelben Muschel auf blauem Grund gekennzeichnet.