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Schkeuditz kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes unter dem Namen scudici als Pfarrkirche im Bistum Merseburg wurde im Jahre 981 verzeichnet. Der Markgraf von Landsberg veräußerte es 1271 an das Fürstbistum Merseburg, von welchem der Ort 1436 die Stadtrechte verliehen bekam. Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges wurde Schkeuditz dann ganze zwölfmal niedergebrannt und neunmal geplündert. Darüber hinaus war der Ortsteil Freiroda 1660 von der Hexenverfolgung betroffen. Im Siebenjährigen Krieg besetzte Preußen die Stadt und ab 1813 war der Leipziger Raum ein wichtiger Schauplatz der Befreiungskriege. Daher wurde Schkeuditz in diesem Zeitraum wechselweise von Preußen, Franzosen oder Russen belagert. 1815 verleibte es sich dann schließlich das Königreich Preußen als Folge des Wiener Kongresses ein, wodurch der Ort zu einem Teil des Bezirks Merseburg avancierte.
Schkeuditz befindet sich genau zwischen Leipzig und Halle in der Leipziger Tieflandsbucht und ist direkt an der Weißen Elster gelegen. Die Stadt ist ein essentieller Verkehrsknotenpunkt – am Schkeuditzer Kreuz, das sich direkt nordwestlich der Stadt befindet, treffen die Bundesautobahnen A 9 und A 14 aufeinander. Auch die Anbindung an das Eisenbahnnetz ermöglicht Mobilität in alle Richtungen. Der Flughafen Leipzig/Halle grenzt direkt an die Stadt an, worüber dann auch die Anbindung an den Flugverkehr gewährleistet ist. Südlich der Stadt erstreckt sich eine natürliche Flusslandschaft aus den Elsterauen mit der Neuen Luppe, Luppe und dem Elster-Saale-Kanal. Im Nordosten der Stadt befindet sich der Schladitzer See, ein gefluteter Braunkohletagebau.
Da die Wirtschaft der Stadt hauptsächlich vom Flughafen Leipzig/Halle geprägt wird, befinden sich hier zahlreiche Unternehmen der Logistikbranche. Die Deutsche Post unterhält hier ein Brief- und ein Paketzentrum und die Tochterfirma DHL hat mit dem DHL Hub Leipzig ihr europäisches Luftfrachtdrehkreuz angesiedelt. Der Flugzeugwartungsbetrieb European Air Transport Leipzig ist hier ansässig, ebenso wie die Frachtfluggesellschaft Aerologic, ein gemeinsames Unternehmen von DHL und Lufthansa Cargo, welches dort seinen Firmensitz hat.
Interesse an Spielereien? Im Ortsteil Modelwitz können Sie das beliebte Spielzeugmuseum besuchen. Das Stadtmuseum mit den Ausstellungsschwerpunkten Vor- und Frühgeschichte, Stadtgeschichte, Handwerk und Spielzeug ist ebenfalls einen Besuchwert. Für Technikfans gibt es bei Gerbisdorf als Denkmal ein Schaufelrad vom Typ SRs 6300 aus dem ehemaligen Tagebau Breitenfeld zu besichtigen. Der Ortsteil Kleinliebenau bietet eine Rittergutskirche, die direkt am Ökumenischen Pilgerweg, der alten Via regia liegt.
Der Auenwald mit seinen langen Waldwegen schließt sich wie ein grüner Gürtel an den südlichen Rand der Stadt an und ist mit seiner naturbelassenen Schönheit geradezu ideal für Fahrradtouren und ausgedehnte Waldspaziergänge. Durchzogen wird dieses Naherholungsgebiet von den Flüssen Elster und Luppe. Auch das Astronomische Zentrum Schkeuditz sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Es verfügt über ein Planetarium, ein Observatorium mit Aussichtsplattform sowie einen Unterrichtsraum. Das Planetarium besitzt einen Kuppeldurchmesser von 8 Metern und bietet bis zu 60 Gästen Platz. Der Schladitzer See ist ebenfalls einen Besuch wert – ob nun einfach zum Baden oder für diverse Strand- und Wassersportarten. Unter anderem werden hier jährlich die Qualifikationsspiele für die deutschen Meisterschaften im Beachvolleyball ausgetragen.