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Das quirlige Leben in Teltow spielt sich auf dem Marktplatz mit dem Ernst-von-Stubenrauch-Denkmal inmitten der Altstadt ab. Stubenrauch war im 19. Jahrhundert ein wichtiger Politiker in der Teltow-Region und gilt als „Vater des Teltowkanals“. Die Geschichte und Traditionen der Stadt feiert man heute mit Veranstaltungen wie dem Kirschblütenfest, dem Frühlingsfest, dem Teltower Stadtfest oder mit dem Tag der offenen Höfe in der Teltower Altstadt . Mit dem Rübchenfest feiert die Stadt die Speiserübe, Märkische Rüb, Mairübe Petrowski oder – wie man sie weithin kennt – das Teltower Rübchen, das in der Region ihren Ursprung hat.
Teltow ist eine Stadt in Brandenburg. Sie liegt unmittelbar am Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Die Entfernung von Teltow in die Potsdamer Innenstadt beträgt etwa 17 Kilometer, die zu Berlin-Mitte etwa 20 Kilometer. Mit dem Auto erreicht man die Stadt über die A 115 und den Berliner Ring, die A 10. Etwa 20 Kilometer beträgt die Entfernung zum Flughafen Berlin-Tegel und zum Flughafen Berlin-Schönefeld sowie zum Flughafen Berlin Brandenburg. Zudem hat man mit dem S-Bahnhof Teltow Stadt einen Anschluss an das Berliner S-Bahn-Netz. Über Lutherstadt Wittenberg und Berlin hat man zudem einen direkten Anschluss mit der Bahn.
Im Heimatmuseum kann man sich mit der Hilfe von zahlreichen Exponaten über die Geschichte der Stadt informieren. Noch mehr über das Schicksal von Teltow erzählt aber das Gebäude selbst. Dort steht in einer Innschrift geschrieben: „Nachdem das Städtlein Teltow den 16. Juni 1711 nachmittags um 6 Uhr in Zeit von ca. 4 Stunden bis auf 4 Häuser gänzlich in Asche gelegt, hat Herr Johann Christoph Bürger dieses Haus mit guter Leute Hilfe aus dem Grunde neue erbauet, welche Gott lange in Segen setzen wird." Sehenswert ist auch die St. Andreaskirche. Mit ihrem Turm, der zwischen den alten Bäumen imposant über der Stadt thront, ist die Kirche das älteste Bauwerk der Stadt und ihr Wahrzeichen. Der Grundriss stammt aus dem 13. Jahrhundert, ihren charakteristischen Stil der Neogotik mit klassizistischen Zügen gab ihr der weltberühmte preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel. Im Inneren sollte man sich das überlebensgroße Kruzifix vom Tiroler Holzbildschnitzer Franz Tavella anschauen.
Wo man heute im Frühling mehr als 1000 Kirschbäume bei der Blüte zuschauen darf verlief früher die innerdeutsche Grenze. Die Kirschblütenallee am ehemaligen Grenzstreifen hat eine sehr hübsche Geschichte. 1990 spendeten japanische Bürger mehr als eine Million Euro, von der mehr als 9.000 Bäume in Berlin und Brandenburg gepflanzt wurde – darunter rund 1.100 am ehemaligen Teltower Grenzstreifen. Hier sollen die Kirschblüten nach japanischer Tradition Frieden und Ruhe in die Herzen der Menschen bringen.