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Einer der bekanntesten Orte in Miesbach ist der Standort des ehemaligen Schloss Wallenburgs. Bereits der Weg hinauf auf den Wallenburger Berg auf der gleichnamigen Allee ist einen Ausflug wert. Das holprige Kopfsteinpflaster trägt zu dem historischen Charme des Weges bei. Die Schlossanlage hat eine lange und wechselvolle Geschichte, bereits 1467 wurde das alte Schloss durch ein Feuer vernichtet – um dann wieder aufgebaut zu werden. Nach zahlreichen Herrschern, die hier ihren Wohnsitz hatten, wurde sie nach 1734 zu einem prachtvollen Schloss ausgebaut. Heute kann man auf dem Gut Wallenburg Obst und Gemüse aus ökologisch-biologischem Anbau erstehen. Es wird in der hofeigenen Gärtnerei angebaut und im Hofladen verkauft – die Miesbacher freuen sich über das reichhaltige Angebot.
Die Stadt Miesbach liegt in der Region Oberland. Von hier hat man einen direkten Zugang zu den bayerischen Alpen. Die nächstgrößeren Städte sind das etwa 45 Kilometer nordwestlicher gelegene München, das 30 Kilometer östlicher gelegene Rosenheim und das etwa 22 Kilometer westlicher befindliche Bad Tölz. In der Stadt verkehrt die Bayerische Oberlandbahn. Mit ihr gelangt man von Holzkirchen und Schliersee nach Miesbach, außerdem erreicht man München und Bayrischzell auf direktem Weg. Für die Anfahrt mit dem Auto nutzen Autofahrer die A8.
Das Stadtmuseum bietet einen nicht zu unterschätzenden Reichtum an Wissen. Dort können Besucher über 3000 Exponate besichtigen, die einen Einblick in die oberbayrische Geschichte geben. Zu den besonderen Ausstellungstücken gehören die Objekte der Miesbacher Möbelmalerei und Exponate, die die Miesbacher Wallfahrtszeit zur Schmerzhaften Muttergottes wieder lebendig werden lassen. In Miesbach wird das bayrische Brauchtum liebevoll gepflegt. Deshalb widmet sich die Ausstellung auch dem Thema und der Kunst der Miesbacher Tracht. Bei einem Spaziergang lohnt sich auch ein Blick in die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die früher die Wallfahrtskirche des Ortes war. Nach einem Stadtbrand wurde die Kirche 1786 von Johann Baumgartner in einem frühen klassizistischen Stil wieder vollendet. Das Zentrum des Innenraums ist die wertvolle lebensgroße Kreuzigungsgruppe mit einer barocken Wallfahrtsmadonna. Sie wurde 1665 von Johannes Millauer erschaffen. Sehenswert ist auch die historische Altstadt. Hier treffen sich die Miesbacher auf den Plätzen der Stadt: das geschützte Ensemble aus Stadtplatz, Marienplatz und Marktplatz steht dafür zur Auswahl. Umgeben werden die Plätze durch historische Baudenkmäler, die zum Flanieren einladen.
Der Charakter der Landschaft von Miesbach und seiner Umgebung wird durch die Schlierach und den Schliersee bestimmt. Wanderungen und Radtouren führen in dieser wasserreichen Gegend entlang. Wer sich auf den etwa acht Kilometer langen Weg zum Schliersee macht, der sollte sich in Agatharied die gotische Kirche anschauen. Den Rückweg kann man mit der Bahn zurücklegen und so noch einmal in aller Ruhe die Landschaft auf sich wirken lassen.