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Unmittelbar an der Grenze zur Schweiz liegt die Stadt Rheinfelden im badischen Land. Direkt hinter der Grenze am anderen Ufer des Rheins liegt das Schweizer Pendant, das schweizerische Rheinfelden. Beide Orte sind gesellschaftlich und wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Die Schwesterstadt ist über die Alte Rheinbrücke und die Rheinfelder Brücke schnell zu erreichen. Die Städte teilen sich ihre Begeisterung für den Karneval, insbesondere die Fasnacht. Die Alte Rheinbrücke wird in jeden Sommer Ort eines ungewöhnlichen Spektakels. Zum Straßentheaterfestival „Brückensensationen“ bieten internationale Künstler ihr Können in Artistik, Comedy und Straßenmusik dem Publikum an. Immer wieder wird dann auch die Brücke zu einem Werkzeug für akrobatische Einlagen.
Rheinfelden liegt rund 15 Kilometer östlich von Basel am Südwestrand Deutschlands. Die nächstgrößere deutsche Stadt ist Lörrach, rund 13 Kilometer nordwestlich von Rheinfelden. Mit der Regio-S-Bahn gelangt man von Basel und Waldshut in die Stadt, mit der überregionalen Bahn auch nach Ulm. Über die A 861 und die A 98 ist Rheinfelden mit dem Auto erreichbar.
In dem ehemaligen Patrizier-Haus Salmegg aus dem frühen 19. Jahrhundert befindet sich das Stadtmuseum. Hier findet der Besucher lebensnahe Exponate, die ihm die Industriestadt Rheinfelden näherbringen. Zu den Besonderheiten gehören eine Arbeiterküche aus den 1920er Jahren, ein Wohnzimmer aus den 1950er Jahren sowie ein Hochzeitskleid aus weißem Jacquardstoff, das in der ehemaligen Seidenweberei hergestellt wurde. Ein Schwerpunkt der Sammlung ist die Zeit um 1900, als die Industriegeschichte der Stadt ihren Anfang nahm. Ein weiterer Schwerpunkt sind die archäologischen Funde, die das Leben in der römischen und alamannischen Zeit veranschaulichen. Über 100 Fossilien, Kristalle und Gesteine aus der Region Dinkelberg kann man im städtischen Geo-Museum Dinkelberg besichtigen. Die Exponate machen einen Spaziergang durch die regionale Entwicklung der Stadt in den vergangenen 290 Millionen Jahren möglich– von anfangs wüstenhaftem Klima, über tropische Meeresküsten und die Kaltzeit geht es in das heutige Rheinfelden.
Gleich neben dem Geo-Museum Dinkelberg befindet sich die Tschamberhöhle. Durch die Höhle fließt ein Zufluss des Rheins, womit sie als eine aktive Bachhöhle gilt. Die Höhle befindet sich im verkarsteten Muschelkalk des Dinkelberges und ist eine der drei Schauhöhlen dieser Art, die man in Deutschland bei einer Führung begehen kann. Besichtigen kann man auch den alten Wasserturm. Das 35 Meter hohe Bauwerk ist das Wahrzeichen der Stadt und beherbergt das Narrenmuseum. Hier kann man das Häs – die Kleidung – der Cliquen und der Zunftleitung in Originalgröße besichtigen.