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Bei einem Spaziergang durch die Altstadt von Kempen spürt man ihre mittelalterliche Vergangenheit. Historische Patrizierhäuser, das romantische Kuhtor mit den Ziegelsteinhäuschen und Fachwerkbauten zieren die Straßen des Zentrums, das als eine der schönsten Altstadtkerne am Niederrhein gilt. Das hat die Stadt auch seinem Wahrzeichen, der ehemaligen kurkölnischen Landesburg zu verdanken, die auch im historischen Zentrum ihren Platz gefunden hat. Wer Kempen zur Zeit des traditionellen St. Martinszug besucht, der wird die Türme der Burg rot strahlen sehen. Ebenso sehenswert ist die Propsteikirche St. Marien, die ihr Flair versprüht. Die schöne Lage in der Niederrheinebene lockt aber auch zu Ausflügen außerhalb der Stadt, auch der Rhein selbst ist nicht weit entfernt und kann bei einer Radtour entdeckt werden.
Kempen liegt etwa 30 Kilometer südwestlich von Duisburg sowie 13 Kilometer westlich von Krefeld. Die Umgebung ist durch den nahen Rhein geprägt. Mit dem Auto erreicht man die Stadt im Nettetal über die A 40. Im Stundentakt, wochentags sogar alle 30 Minuten, kann man sie auch über Kleve, Düsseldorf und Krefeld mit der Bahn anfahren.
Bei einem Besuch der Stadt sollte man unbedingt einen Abstecher in die sehenswerten Museen mit einplanen. Das Kramer Museum ist in dem ehemaligen Franziskanerkloster aus dem 18. Jahrhundert untergekommen. Zu sehen gibt es unter anderem die Ratskannen aus dem 17. Jahrhundert und die Schenkung des Sammlers und Restaurators Konrad Kramer. Dessen Hinterlassenschaften schenken dem Besucher ein Bild der klassischen niederrheinischen Kultur. Das Highlight ist hier die Möbelsammlung mit den typischen Stollentruhen, Barockschränken, Schreibsekretären und Möbeln aus der Gründerzeit und des Jugendstils. Die Gemäldesammlung im ehemaligen Kloster-Speisesaal zeigt wichtige Persönlichkeiten, die in Kempen gewirkt haben. Darunter befindet sich auch der Kölner Kurfürst Clemens August von Wittelsbach, der an dem Bau des hiesigen Klosters mitwirkte. Das Museum für Niederrheinische Sakralkunst ist gleich nebenan, in der ehemaligen Klosterkirche untergebracht. Die größte gewölbte Saalkirche am Niederrhein wurde um 1631 erbaut, heute kann man hier sakrale Gold- und Silberschmiedearbeiten besichtigen. Zu den Besonderheiten der Sammlung gehören die Marienkette aus dem frühen 15. Jahrhundert sowie die Chormantelschließe aus der Frührenaissance. Auch der klassischen Niederrheinischen Postbäckerkeramik ist ein Museum gewidmet. Es befindet sich im Haus Baaken, das mehr als 250 Jahre lang ein Gasthof beherbergte.
Entspannung finden Besucher in der „Sauna und Wasserwelt aqua-sol". Hat man im großen Schwimmbereich seine Bahnen geschwommen, kann man sich im Sole-Außenbecken ausruhen. Außerdem stehen drei Saunen zur Auswahl, in denen man ordentlich ins Schwitzen kommen kann. Der ganze Wellness-Bereich ist in den Farben Blau, Grün, Türkis und Rot gehalten und spiegelt die Elemente wieder, die für Erdverbundenheit und Gelassenheit sorgen. In dieser anregenden Atmosphäre kann man neue Kräfte mobilisieren.