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Die wunderschöne Lage spricht für die Stadt Barsinghausen. Kurz vor den Toren einer großen Stadt gelegen, haben nicht viele Orte landschaftliche Schönheiten zu bieten. Der ehemalige Bergbauort präsentiert sich jedoch äußerst charmant – eingerahmt von den Höhenzügen Deister und Stemmer Berg ist hier der Erholungsfaktor ganz hoch. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Deister Freilichtbühne, die sich auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs befindet. Jeden Sommer begeistern auf eine der größten Waldbühne Niedersachsens Laienschauspieler und das bereits seit dem Jahre 1931. Ebenfalls markant präsentiert sich die Holländermühle, die 1819 gebaut wurde, die im Ortsteil Wichtringhausen steht. Der Mühlturm wurde aus Deister Sandstein, mit sechs Stockwerken errichtet.
Die niedersächsische Stadt Barsinghausen liegt in der historischen Landschaft Calenberger Land. Durch das Stadtgebiet führt die Bundesstraße B 65. Damit ist die Landeshauptstadt Hannover in einer halben Stunde Autofahrt erreichbar. Am westlichen Stadtrand verläuft die Bundesautobahn A 2 und bietet eine kurze Verbindung zum internationalen Flughafen Hannover-Langenhagen. Über die S-Bahn ist Barsinghausen an das S-Bahn-Netz von Hannover angeschlossen.
Einige bedeutende Firmen haben sich in Barsinghausen niedergelassen. Das Familienunternehmen Bahlsen hat hier eine Produktionsstätte. Die Backwaren werden mittlerweile in mehr als 80 Länder dieser Erde geliefert. Auch der Globalplayer Schollglas GmbH hat hier seinen Stammsitz. Das Produktportfolio umfasst energiesparende High-Tech-Isoliergläser, individuelle Speziallösungen und Sicherheitsgläser. Seit 1982 ist das Unternehmen Delta-Stahl hier tätig und fertigt alle Formen von Stahl und bietet Anarbeitungsleistungen an.
Das Kloster Barsinghausen ist eines der ältesten Gebäude dieser Art im Calenberger Land. Das Frauenstift, das wahrscheinlich im Jahre 1193 erbaut wurde, wird heute von Evangelischen Schwestern geführt und ist auch ein Rückzugsort für Pastoren und Mitarbeiter der Kirche, die von einem möglichen Burnout bedroht sind. Wer sich für den ehemaligen Zechenabbau interessiert, sollte sich das Besucherbergwerk Klosterstollen ansehen. Neben einer interessanten Ausstellung, das Exponate der Bergbauarbeit zeigt, ist auch die Fahrt unter Tage mit der Grubenbahn aufregend. Im Ortsteil Egestorf kann der Zechenpark besucht werden. Diese jetzige Grünanlage war früher eine Zechenanlage. Anhand von Informationsschildern erfahren die Besucher alles über die Kokerei und den Kohlebunker.
Eine Wanderung mit aussichtsreichen Gesichtspunkten lässt sich auf dem Deisterkamm erleben. Die zehn Kilometer lange Strecke beginnt im Ortsteil Kirchdorf an der Egestorfer Straße. Auf dem Kammweg warten gleich zwei Aussichtstürme, die es zu erklimmen gilt. Der Annaturm ist 28 Meter hoch und bietet einen wunderschönen Ausblick auf das Steinhuder Meer und sogar bis nach Hannover. Der Nordmannsturm kann mit 76 Stufen erklommen werden und lockt ebenso mit einer weiten Aussicht. Auch Radfahrer kommen hier auf ihre Kosten. Die Tour beginnt im Ortsteil Nordgoltern und führt nach Lehnte in Richtung Maschsee. Die Strecke passiert den Stemmer Berg, besitzt aber auch gerade und ruhige Wege, alles in einer zauberhaften Natur.