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Bergheim ist wie viele andere Städte und Gemeinden im Rheinland von ihrer mittelalterlichen Geschichte gekennzeichnet. Burgen, Schlösser und historische Bauten finden Besucher hier und im Umland zahlreich. Die Innenstadt zeichnet sich durch einen historischen Stadtkern mit wunderschönen Häusern aus. Vor einigen Jahrhunderten war die Straße, auf der heute eine Fußgängerzone mit Shoppingmeile zu finden ist, eine wichtige Fernhandelsstraße. Das Wahrzeichen Bergheims ist das Aachener Tor, das im 14. Jahrhundert als Teil der Stadtmauer erbaut wurde. Heute gehört das Tor zu den am besten erhaltenen im Rheinland. Die Stadt an der Erft hat auch eine grüne Seite mit wundervollen Landschaften und viel genutzten Ackerflächen. Ein schönes Naherholungsgebiet ist der Tierparkt Quadrath, in dem Rehe, Hühner und Ziegen frei gehalten und beobachtet werden können.
Bergheim liegt im Norden des Rhein-Erft-Kreises in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Rheinischen Braunkohlerevier. Die Kreisstadt wird von der Erft durchflossen und verfügt über ein gut ausgebautes Verkehrsnetz mit direkten Zugverbindungen nach Köln und Düsseldorf. Über die nahegelegene Autobahn A4 sind beide Städte auch mit dem Auto in weniger als einer Stunde erreichbar.
Die Stadt im Rhein-Erft-Kreis hat eine bedeutende Wirtschaftskraft. Der Abbau von Braunkohle ist seit Jahrzehnten der größte Wirtschaftszweig. Die RWE Power AG ist hier der wichtigste Arbeitgeber. Aufgrund der hervorragenden Infrastruktur und der räumlichen Nähe zu Köln und seinem Flughafen haben sich auch andere Industriegrößen hier angesiedelt. Dazu gehören zum Beispiel TK Ma und Sany Heavy Industry.
Bergheim ist schon in vorchristlicher Zeit besiedelt worden. Auch die Römer ließen sich hier und in der Umgebung nieder. Ihren Namen „Bercheim“ erhielt die Stadt im 6. Jahrhundert, als die „Siedlung auf dem Berg“ von den Franken gegründet wurde. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals im 11. Jahrhundert. 1300 erhielt der Ort die Stadtrechte. Bergheim entwickelte sich zur wehrhaften Stadt mit Stadtmauer und Stadttoren, die heute zum Teil noch vorhanden sind. Eine große Bedeutung erlangte Bergheim in der Neuzeit durch den Abbau von Braunkohle. In Bergheim und in seiner Umgebung sind zahlreiche Schlösser und Burgen erhalten, die zum Teil restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich sind wie beispielsweise die Wasserburg Geretzhoven. Sie war im 14. Jahrhundert ein Rittersitz und wurde im 16. Jahrhundert umgebaut. Heute bietet sie eine malerische Kulisse und wird vor allem für Feste genutzt. Sehenswert ist auch die Zievericher Mühle aus dem 13. Jahrhundert. Die restaurierte Freiarche oder auch Flutschleuse des ehemaligen Wasserrads gibt einen guten Einblick in die Bautechnik vergangener Zeiten. Im Schloss Paffendorf aus dem 19. Jahrhundert befindet sich ein Museum über die rheinische Braunkohleindustrie. Zahlreiche Denkmäler und Museen wie zum Beispiel das Bergbaumuseum und das Stadtmuseum BergHEIMAT ergänzen das Freizeitangebot.
Nah an der Stadt liegt die Erft, an deren Ufer sich unberührte Auenlandschaften und weite Wiesen und Wälder säumen. Die Natur lädt an dieser Stelle zum Wandern ein. Zum Beispiel bietet der Weg an der Glessener Höhe, die 204 Meter hoch ist, eine schöne Aussicht über das Rhein-Erft-Gebiet. Die Erft ist auch ein perfekter Fluß für Kajak- und Raftingtouren, die ab der „Zievericher Mühle“ organisiert werden. In Bergheim wird ganz traditionell Karneval gefeiert. Von November bis Februar verwandelt sich die Stadt in ein närrisches Gebiet mit vielen „jecken“ Veranstaltungen, das im Straßenkarneval im Februar seinen Höhepunkt findet.