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In Gutach hört man immer ein leises Plätschern, das die Sinne schärft und gleichzeitig entspannt, denn hier fließt die Wilde Gutach aus dem Simonswäldertal mit der Elz zusammen. Die Gemeinde strahlt Wohlbefinden und einen exklusiven Lebensstil aus, was die Bewohner der Firma Gütermann Nähseide zu verdanken hat. Vor 100 Jahren verhalf sie dem Ort zu Wohlstand – bei einem Spaziergang durch die Gemeinde kommt man an Villen und Jugendstilbauten vorüber, die davon zeugen. Von hier ist es nur ein kurzer Weg zum 9-Loch Golfplatz mit Driving Range und dem Freibad mit Beach-Volleyball-Platz. Ausflüge in die Umgebung führen gern nach Bleibach, wo man die St. Georgskirche besichtigen sollte, die den im süddeutschen Raum einmaligen Totentanz beherbergt.
Gutach im Breisgau liegt im Elztal. Hier trifft der Breisgau auf den Schwarzwald, die Gemeinde befindet sich etwa 20 Kilometer nordöstlich von Freiburg im Breisgau. Der Hörnlebergl, das Siegelauertal und Oberspitzenbach liegen mit Höhen zwischen 280 und 900 Metern nicht weit entfernt. Über die A 5, die von Basel nach Karlsruhe führt, erreicht man Gutach sehr gut. Die Elztalbahn macht die Anfahrt über Elzach und Freiburg ohne Umstieg möglich.
Mit einer über 100 Jahre langen Geschichte ist der Garn-Herstellern Gütermann einer der größten Arbeitgeber im Elztal. Das Unternehmen stellt unter anderem Nähfäden, Nähgarn, Zwirne sowie Bastelzubehör her. Zudem hat hier die Elztalbrennerei Georg Weis ihren Sitz, die einer der größten Hersteller von Branntwein in Deutschland ist. Zu den weltweit führenden Herstellern von kleineren Wasserkraftanlagen gehört die hiesige Wasserkraft Volk AG.
Ein beliebtes Ausflugsziel ist die St. Georgskirche in Bleibach. Betritt man den Innenraum, dann wird man in der Kapelle den Totentanz entdecken, der aus 34 Bildern in Öl besteht. 1723 malte der Kirchenmaler Johann Winter den Totentanz auf das Tonnengewölbe aus Tannenholz. Seit dem 14. Jahrhundert war diese oft allegorische Darstellung des Todes und seiner Formen beliebt. Die Kirche selbst wurde vor 1350 erbaut und wurde 1720 um die Beinhauskapelle erweitert. Auch ein Ausflug auf den Hörnleberg lohnt sich. Dort kann man die Wallfahrtskirche besichtigen, die einen Vorgänger in Form einer Kultstätte gehabt haben soll.
Zu den beliebtesten Ausflugszielen für Wanderer gehört der Zweitälersteig, der auf eine Höhe von 1200 Meter führt. Auf insgesamt 108 Kilometern führt die Strecke durch sechs Orte im Naturpark Südschwarzwald, die sich alle im Elz- und Simonswäldertal befinden. Von Aussichtspunkten wie dem Kandel oder der Pilgerkapelle auf dem Hörnleberg kann man bei gutem Wetter bis in die Schweizer Alpen blicken.