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Die Stadt Hoyerswerda ist vor allem für ihren Ortsteil Schwarzkollm bekannt. Spätestens seit der Verfilmung des Literaturklassikers kennt jeder den Müllerlehrling Krabat, dem in der gleichnamigen sorbischen Erzählung in der Schwarzen Mühle im Koselbruch das Fürchten gelehrt wird. Die Krabat-Mühle kann heute auch besucht werden und ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Lausitzer Seenplatte. In der „Traditionellen Sorbenstube“ kann man mehr über das sorbische Leben in der bikulturellen Stadt Hoyerswerda erfahren. Ein Höhepunkt der Sammlung sind die handwerklichen Geräte die in der Flachsverarbeitung zum Einsatz kamen. Neben diesem traditionellen Handwerk können Besucher hier auch mehr über die Kultur der Sorben und ihr Schrifttum erfahren.
Hoyerswerda ist eine Stadt in Sachsen. Sie liegt etwa 35 Kilometer südlich von Cottbus und 55 Kilometer nordöstlich von Dresden entfernt. Mit dem Auto erreicht man die Stadt über die A 4, A 13 sowie A 15. Die Entfernung zum Flughafen Dresden beträgt rund 60 Kilometer. Über Dresden, Leipzig und Görlitz hat man einen Anschluss mit der Bahn.
Im ältesten Gebäude der Stadt, dem Schloss Hoyerswerda, befindet sich das Stadtmuseum. Zu sehen gibt es unter anderem Funde wie ein mittelsteinzeitliches Grab und einen eisenzeitlichen Brunnen. Exponate wie Innungskrüge, Zunftbücher, Werkzeuge und die Rekonstruktion einer Böttcherwerkstatt belegen aber auch das Wirken der Fürstin Teschen, der Mätresse Augusts des Starken. Sie verhalf der Stadt im 18. Jahrhundert zu neuem Glanz. Einblicke in das "Neue Hoyerswerda" erhält man in der gleichnamigen Ausstellung. Hier steht der Aufbau des Kombinates „Schwarze Pumpe“ im Mittelpunkt, deren wirtschaftliche Kraft das heutige Hoyerswerda formte. Eine ständige Präsentation zeigt die Werke von Jürgen von Woyski. Der Bildhauer und Maler ist ein Ehrenbürger der Stadt, der das Stadtbild entscheidend mitprägte. Einen Besuch wert ist auch das Lausitzer Bergbaumuseum „Energiefabrik Knappenrode“. In der fast hundertjährigen Brikettfabrik Knappenrode ist alles noch an demselben Platz wie vor einigen Jahren, als die Fabrik ihre Tore schloss. Besucher können hier originale historische Brikettier-Technik besichtigen, nebenan zeigen drei imposante Dampfturbinen das Können der deutschen Ingenieursriege. Hier gibt es aber noch viel mehr zu sehen: Von Europas größter Feuerstättenausstellung, über die mineralogische Sammlung „Schätze der Erde“ und die Sammlung bergmännischer Grubenlampen bleibt es immer spannend.
In Hoyerswerda werden so manche Feste gefeiert, vor allem wird jedoch sorbisches Brauchtum lebendig gehalten. So wird jedes Jahr am 25. Januar die Vogelhochzeit gefeiert, zur Fastnacht wird der Heischegang des Zamperns gefeiert. Traditionell für die Region ist auch das Maibaumstellen und Maibaumwerfen, wie auch das Osterwasserholen und das Osterfeuer am Ostersonntag. Auch kulinarisch wirkte die sorbische Tradition auf die Stadt ein. Unbedingt probieren sollte man Gurkensalat und Pellkartoffeln und Quark, denn beide Gerichte werden hier mit Leinöl angemacht.