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In Sankt Ingbert wird Tradition groß geschrieben, deshalb sind die Denkmäler und Erinnerungen an die Zeit der Kohlegruben und Glashütten hier sehr lebendig. Eines der beliebtesten Sehenswürdigkeiten ist das Besucherbergwerk Rischbachstollen. Der Stollen ist ein Teil der ehemaligen Steinkohlengrube St. Ingbert. Bei einer Führung durch den zugänglichen Teil, der sich auf etwa 700 Meter erstreckt, kann man nachfühlen, wie hier vor über 100 Jahren Bergleute ihre harte Arbeit verrichteten. Dabei können die Besucher sogar die Maschinen selbst. Anschließend kann man mit etwas Glück im ehemaligen Zechenhaus, wo Waschkaue, Lampenstube, eine Kaffeeküche und ein kleines Museum warten, den Anekdoten der ehemaligen Bergleute lauschen.
Sankt Ingbert liegt an der Achse Saarbrücken – Homburg, die die Region des Saarlandes mit der größten Wirtschaftskraft ist. Saarbrücken befindet sich etwa zehn Kilometer südwestlich der Stadt, mit dem Auto dauert es wenige Minuten bis man an einem der beiden internationalen Flughäfen Saarbrücken-Ensheim und Zweibrücken angelangt. Mit dem Auto erreicht man die Stadt über die nahegelegene Autobahn A6.
Waren früher die Industriezweige in den Bereichen Glas, Kohle und Stahl stark, befinden sich heute vor allem Unternehmen im Hightech- und Dienstleistungsbereich in Sankt Ingbert. Zu den wichtigsten Arbeitgebern gehört der Produzent von Steuerungs- und Automatisierungstechnik Festo, sowie der Automobilzulieferer Willy Voit GmbH & Co. KG. Zudem hat das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik hier seinen Sitz.
Überregional bekannt ist das jährlich im Frühjahr stattfindende Internationale Jazzfestival Sankt Ingbert. An mehreren Tagen wird dann die Stadthalle zum Schauplatz von Swing, Blues oder Free Jazz, der von internationalen, renommierten Jazz-Musikern zum Besten gegeben wird. Bei Gelegenheit sollte man die Alte Schmelz besichtigen. Das 1733 gegründete Eisenwerk ist ein einzigartiges Zeugnis der Sozial- und Industriegeschichte. Es beherbergt das älteste noch erhaltene Industriedenkmal des Saarlandes, die 1750 erbaute Möllerhalle.
In Sankt Ingbert kann man jedes Jahr gleich drei große Messen besuchen. Auf der Ingobertusmesse im Oktober präsentieren sich St. Ingberter und Unternehmen aus der Region, um ihre Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Mineralien, Fossilien, Edelsteine und Schmuck gibt es auf der im November stattfindenden Börse „Edle Steine“ zu sehen. Jährlich im März findet die Saar-Lor-Lux-Tourismusbörse statt. Neben zahlreichen Destinationen kann man sich vor allem über Angebote aus der Großregion Saarland, Lothringen, Luxemburg und Wallonien informieren.