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Mit heißen Quellen und einer faszinierenden Landschaft mit einem Wasserfall, der Falkensteiner Höhle und einem reichhaltigen Kulturangebot überzeugt Bad Urach. In den 70er-Jahren erschloss man die mit 61 Grad Celsius heißeste Thermalquelle Baden-Württembergs. Zwei Kur- und Heilangebote bietet Bad Urach seinen tausenden Besuchern von nah und fern. Im Mineral-Thermalbad AlbThermen befinden sich Innen- und Außenbecken zum Entspannen sowie Saunen und Dampfkammern. Das Gesundheitszentrum Schwäbische Alb bietet einen umfassenden Service zur Rehabilitation. Ausflüge und weitläufige Spaziergänge können Besucher in die Schwäbische Alb machen. Das süddeutsche Mittelgebirge grenzt unmittelbar an die baden-württembergische Stadt. Bad Urach selbst liegt komplett im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Die einmalige Landschaft mit ihren einmaligen Hang- und Schluchtwäldern bieten seltenen Tieren wie dem Wanderfalken, dem Alpenbock oder der Berchsteinfledermaus ein Zuhause.
Der Luftkurort liegt rund 50 Kilometer südlich von der Landeshauptstadt Stuttgart entfernt. Die nächstgrößere Stadt ist das rund 20 Kilometer entfernte Reutlingen, das mit Bad Urach durch die Bundesstraße 28 verbunden ist. Über diesen Weg gelangt man ins nahe Tübingen und nach Ulm. Mit der Bahn gelangt man in das Heilbad über den Bahnhof Metzingen, von wo aus eine direkte Verbindung nach Reutlingen und Tübingen besteht.
Jährliche Sonderausstellungen können Besucher in dem Bad Uracher Stadtmuseum anschauen. Beherbergt wird das Museum in der restaurierten Getreidemühle des Ortes. 1876 ist sie beinahe vollständig abgebrannt, erhalten ist neben dem Mühlrad ein Teil des Triebwerkes. Einen Ausflug sollte man unbedingt in das Schloss Urach machen. Das Residenzschloss wurde im 15. Jahrhundert erbaut und steht heute Besuchern offen. Besonders interessant ist die weltweit größte Ausstellung barocker Prunkschlitten mit insgesamt 22 Exemplaren. Einen Blick werfen sollte man auch in den Goldenen Saal. Dieser Raum wurde 1609 besonders üppig im Stil Spätrenaissance gestaltet. Anlass war die Hochzeit von Herzog Johann Friedrich mit Barbara Sophie von Brandenburg, weshalb man die Initialen der beiden an verschiedenen Stellen wiederfindet.
Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehört der Uracher Wasserfall im Südwesten der Stadt. Aus dem Brühlbach fällt das Wasser 37 Meter, schlägt dort auf einer Kalkstufe auf und fließt von dort noch einmal 50 Meter über ein steiles Moospolster hinab. Ganz in der Nähe befindet sich die Falkensteiner Höhle. Die aktive Wasserhöhle in der Schwäbischen Alp kann nur in den 20 Metern unter Anleitung besichtigt werden – allein der Anblick der tief ins Innere führenden Höhle ist einen Abstecher wert. Ein regionales Volksfest ist der Schäferlauf. Der Jahrmarkt findet heute immer im Juli in Jahren mit einer ungeraden Zahl statt und basiert auf dem Jahrestag einer Kirchweihe. Zum Programm gehört das Preishüten aktiver Schäfer einen Tag vor dem Fest und die Aufführung des allein für den Bad Uracher Schäferlauf geschriebenen und 1923 uraufgeführten Festspiels „D’Schäferlies“.