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Zwischen dem schönen Steigerwald und der Fränkischen Schweiz liegt in einem Tal die Stadt Forchheim. Hier kann man die gemütliche fränkische Lebensart im Original erleben. Das Leben spielt sich in den Kellern der Stadt ab, wo man sich zu einer geselligen Runde verabredet. Dabei kann man das ortseigene Bier kennen lernen. Noch heute wird in Forchheim Bier in vier Brauereien hergestellt und auch auf dem traditionellen Annafest getrunken. Sehenswerte Barock- und Fachwerkfassaden prägen das Bild der Altstadt, die ihren mittelalterlichen Charme nicht verloren hat. Auch einen Abstecher zur Kaiserpfalz sollte man bei einem Besuch der Königsstadt nicht verpassen.
Forchheim liegt im Südosten Deutschlands, die nächsten größeren Städte sind Erlangen etwa 14 Kilometer südlich und Bamberg etwa 23 Kilometer nordwestlich gelegen. Die Stadt ist ein Teil der Europäischen Metropolregion Nürnberg und hat einen guten Ruf als alte Königstadt. Im Westen der Stadt gelangt man auf die A 73. Von dort oder mit der Bahn gelangt man in kurzer Zeit nach Nürnberg und Bamberg. Zudem verkehrt in Forchheim die Nürnberger S-Bahn.
Die Stadt ist seit 2005 Teil der Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim. Zu den wichtigsten Unternehmen mit Sitz in Forchheim gehört die Siemens Sector Healthcare AG. Traditionell ist auch das Brauereiwesen ein Wirtschaftsfaktor – heute befinden sich die vier Brauereien Hebendanz, Neder, Greif und Eichhorn im Ort. Dabei reichen die Geschichten der Brauereien teilweise bis in das 16. Jahrhundert zurück.
Forchheim als die ehemalige Königsstadt können Besucher im Pfalzmuseum in der Kaiserpfalz erleben. Das fürstbischöfliche Schloss stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist vor allem aufgrund seiner kostbaren spätgotischen Wandmalereien über die Grenzen der Region bekannt. Im Gebäude selbst können Besucher drei Spezialmuseen besichtigen: Das Archäologiemuseum Oberfranken sowie das Stadt- und das Trachtenmuseum. Im Archäologie-Museum kann man eine spannende Reise von der Steinzeit bis in die frühe Neuzeit unternehmen. Zu sehen gibt es mehr als 600 Exponate wie Kultgegenstände, Waffen, Schmuck, Werkzeug, Gegenstände des Alltagslebens oder wertvolle Gebäudefragmente. Zu den besonderen Exponaten gehören die Funde aus den Höhlensiedlungen Ehrenbürg und Staffelberg. Auch die Bronzefunde von der Heunischenburg und der Haarschmuck aus Seußling sind sehenswerte Objekte. Im Stadtmuseum kann man ein Modell der Festungsmauern entdecken. Die Kultur der Fränkischen Tracht können Besucher im Trachtenmuseum kennen lernen. Vielseitig ist die Geschichte dieses regionalen Kleidungsstückes – jeder Wochentag und Anlass benötigt eine andere Aufmachung.
Der Event des Jahres ist das Forchheimer Annafest. Es findet jedes Jahr am Namenstag der heiligen Anna am 26. Juli statt. Viele zehntausende Besucher zieht es zu dem zehntägigen Fest in die Stadt. Zu diesem Anlass brauen die vier hiesigen Brauereien ein spezielles Starkbier, das Annafestbier. Das erste offizielle Annafest wurde 1840 im Kellerwald gefeiert.