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In Cloppenburg ist die Altstadt mit ihren historischen Bauwerken einer der Blickfänge schlechthin. Im klassizistischen Stil strahlt das Amtshaus, das zwischen 1805 und 1807 erbaut wurde. Der Bau wurde mit dem Aufstieg der Stadt nötig, die Reste des mittelalterlichen Cloppenburgs sind in dem umliegenden Park noch sichtbar. Dort kann man die Fundamente der 1297 errichteten Cloppenburg entdecken. Bereits 1716 wurde die Burg zerstört, für das prachtvolle Amtshaus wurde auch der Burgturm abgetragen. Sehenswert ist auch das Amtsgericht, das 1909 im Jugendstil errichtet wurde. Hier ist vor allem das verzierte Sandsteinportal bemerkenswert. Bei einem Spaziergang durch das Zentrum wird man auch den Eberborgbrunnen mit der Skulpturengruppe sehen, der an den Zusammenhalt der Cloppenburger erinnern soll und von dem hiesigen Künstler Peter Lehmann geschaffen wurde.
Cloppenburg ist eine Stadt im Oldenburger Münsterland. Die Landschaft zeichnet sich durch die Dammer Berge und einzelne Moorgebiete aus. Die nächstgrößeren Städte sind das etwa 70 Kilometer südlicher gelegene Osnabrück und das 37 Kilometer nördlicher gelegene Oldenburg. Über die beiden Städte kann man auch mit der Bahn anreisen. Zur Anreise mit dem Auto nutzen Autofahrer die A 1.
Die Skulpturengruppe am Eberborgbrunnen weist auf ein wichtiges historisches Ereignis hin, das für die Cloppenburger wichtig war. 1929 wurde einem Bauer sein kastrierter Eber genommen – er hatte Schulden und das Tier wurde gepfändet. Aus Solidarität entführten die umliegenden Bauern das Tier vom neuen Besitzer und brachten es dem Bauern zurück. Einen Blick sollte man beim Rundgang durch die Altstadt in die St. Andreas Kirche werfen. Sie ist die älteste Kirche Cloppenburgs. An dem Standort steht seit dem 10. Jahrhundert eine Kirche, hier befindet man sich im Siedlungskern der mittelalterlichen Stadt. Im Innenraum wird man durch die prächtige Barockausstattung überrascht, die die heutige Kirche aus dem 18. Jahrhundert so besonders macht. Etwas außerhalb von Cloppenburg lohnt der Abstecher in die Gnadenkapelle in Bethen. Sie wurde 1669 erbaut, ihr Zentrum ist der vom Münsteraner Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen gestiftete Barockaltar. Aus dem 16. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts stammen die über 50 Gebäude im Museumsdorf Cloppendorf. Besucher können das Leben und Arbeiten in traditionellen Häusern wie dem Quatmannshof oder der Wehlburg kennen lernen.
Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Thülsfelder Talsperre, die seit den 1920er Jahren vor Hochwasser schützt. In den weitläufigen Dünengelände, in den Sandheiden und Moorwälder kann man tolle Spaziergänge unternehmen. In den Sandheiden lebt auch die Heidelerche, die man bereits von weitem hören kann. Zu den typischen Rastzeiten können Naturfreunde in den Gewässern der Region Stockenten, Krickenten, Blessgänse, und Graugänse beobachten.