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Die hessische Kurstadt ist vor allem durch ihre beiden Bäder bekannt. Gleich zwei Heilbrunnen mit glaubersalzhaltigem Wasser – Lullusquelle und Vitalisbrunnen – verhelfen Besuchern zu neuer Vitalität. Dabei hat die Stadt auch eine interessante Altstadt mit über 200 denkmalgeschützten Gebäuden und vor allem eine weit zurückreichende Geschichte als Kloster-Standort zu bieten. Ein willkommener Anlass für einen Besuch sind die Bad Hersfelder Festspiele, die von Juni bis August ein vielfältiges Angebot an Schauspiel- und Theatervorstellungen und Musicals offerieren. Die Festspiele sowie die sich anschließenden Opernfestspiele finden in der Stiftsruine statt, welche die weltweit größte romanische Kirchenruine ist.
Durch die deutsche Wiedervereinigung ist die Stadt Bad Hersfeld im Nordosten Hessens in den Mittelpunkt Deutschlands gerückt. Sowohl die A 5, A 4 sowie die A 7 führen über den Kurort. Nicht weit entfernt liegen die größeren Städte Gießen sowie Eisenach. In das nahegelegene Fulda und nach Kassel gelangt man mit dem Zug in kurzer Zeit. Attraktiv ist die Lage auch durch das nahegelegene Knüllgebirge, den Seulingswald und den Ausläufer der Rhön.
Die zentrale Lage der Kurstadt macht diese zu einem guten Standort für Logistikunternehmen. Es haben sich Unternehmen wie der Onlineversand Amazon und der eBook-Händler niedergelassen. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Kurbetrieb. Neben den regulären Krankenhäusern haben sich verschiedene Kur- und Fachkliniken hier angesiedelt und komplettieren damit das Gesundheitsangebot der Heilbäder.
Das älteste erhaltene Gebäude der Stadt ist das Küsterhaus aus dem frühen 15. Jahrhundert. Es gehört zu einer geschlossenen Fachwerkbebauung im Altstadt-Zentrum. Hier stehen auch die Überreste des Benediktinerklosters, welches im 8. Jahrhundert gegründet wurde. In dem einzig erhaltenen Flügel befindet sich heute das Stadtmuseum Bad Hersfeld. Es informiert über die Geschichte der Stadt und ihres Klosters, außerdem gibt es wechselnde Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst.
Gegründet wurde das Kloster von Erzbischof Lullus. Eines der ältesten Volksfeste verdankt seinen Namen ihm – das Lullusfest. Am 16. Oktober im Jahr 852 wurde eine Säulenbasilika feierlich eingeweiht. Seither wird jedes Jahr zu dieser Zeit ein Fest ausgerichtet, das mittlerweile einen Volksfest-Charakter hat. Interessant ist auch die 52 Kilometer Wanderung auf dem Großen Bad Hersfelder Wanderweg. Die Strecke führt durch die ganze Stadt, wobei mehr als 1000 Höhenmeter überwunden werden wollen.