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Von malerischen Wäldern umgeben liegt die Stadt Mayen nur einen Katzensprung von der Vulkanlandschaft der Eifel entfernt. Schon die Römer trieben hier im 3. Jahrhundert Handel mit Töpfereiwaren, die in ganz Mitteleuropa äußerst gefragt waren. Heute erinnern noch viele historische Gebäude an die lange Geschichte der Stadt. Zwar wurde Mayen wie viele andere Städte im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, aber in den Nachkriegsjahren wurde aller Elan in den Wiederaufbau gesteckt. Als Wahrzeichen der Stadt gilt der verdrehte Turm der St.-Clemens-Kirche. Das sakrale Bauwerk wurde im späten 14. Jahrhundert errichtet und zählt zu den ältesten Kirchen im Rheinland. Schon von Weitem sichtbar sind die 43 Meter hohen Glockentürme der Herz-Jesu-Kirche. Nach nur 13 Monaten Bauzeit wurde sie 1912 fertiggestellt und beeindruckend mit ihren imposanten Ausmaßen.
Mayen gehört zum Bundesland Rheinland-Pfalz und wird vom Flüsschen Nette durchquert. Die Stadt liegt nahe der Eifel und gilt darum gemeinhin als „Tor zur Eifel“. Autofahrer profitieren von der verkehrsgünstigen Lage nahe der Autobahn A 61 von Köln nach Ludwigshafen sowie der A 48 von Trier nach Koblenz. Bahnreisende können vom Bahnhof der Stadt bis nach Andernach und Gerolstein fahren. Vom Koblenzer Bahnhof aus bestehen Nah- und Fernverkehrsverbindungen in viele Regionen von Deutschland.
Hoch oben über dem Marktplatz von Mayen thront die Genovevaburg. Sie stammt aus dem Jahre 1280 und besticht mit dem 34 Meter hohen Goloturm. Überregional bekannt ist die Burg für die Burgfestspiele, die hier im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz stattfinden. Dann werden im Burghof klassische Theaterstücke auf die Bühne gebracht. In der Burg ist darüber hinaus das Eifelmuseum untergebracht, in dem Besucher Wissenswertes zur Landschaft der Eifel und zu ihren Bewohnern erfahren. Zum Museum gehört das Deutsche Schieferbergwerk, das über den Alltag der Schieferbergleute berichtet. Wer mag, der kann in das 340 Meter lange Stollen-Labyrinth hinabfahren und eine simulierte Lorenfahrt erleben. Kunstliebhaber erwartet im Alten Arresthaus das Forum für Kunst. Hier werden Malereien, Skulpturen und Holzobjekte in monatlich wechselnden Ausstellungen gezeigt.
Für Naturfreunde hat die Umgebung der Eifelstadt so einiges zu bieten. Auf dem Traumpfad Förstersteig erwarten Wanderer reizvolle Waldwege und ein grandioser Panoramablick auf die Umgebung. Auf dem 15 Kilometer langen Wanderweg passiert man das Eiterbachtal mit Weiher, den Fünfkantstein und das Nettetal mit dem Blick auf Schloss Bürresheim. Ambitionierte Radfahrer können auf der Bergzeitfahrstrecke-Nitztal ihr Können testen. Dabei müssen 2,5 Kilometer Strecke und rund 240 Höhenmeter mit fünf Prozent Steigung bezwungen werden. Mit dem StoppOmat lässt sich die eigene Zeit dabei dokumentieren. Der Moselschiefer-Radweg führt an einer stillgelegten Bahntrasse entlang und führt von Mayen nach Ochtendung. Absoluter Höhepunkt der Tour ist das 40 Meter hohe Natursteinviadukt, das majestätisch über dem Tal der Nette thront.